

Migrantinnen und Migranten erhalten Schutz und Sicherheitbeendet
Das vorliegende Projekt trägt dazu bei, den Schutz und die Sicherheit von Migrantinnen und Migranten mit hohem sozialen Risiko zu verbessern und humanitäre Versorgungslücken zu schliessen.
Überblick
Migration, humanitäre Hilfe
468'276 Schweizer Franken
01.01.2024 - 30.03.2025
La Paz, El Alto, Santa Cruz
3'235 vulnerable Migrantinnen und Migranten aus Venezuela und anderen Nationen, insbesondere Frauen, Kinder und Jugendliche und LGBTIQ+ Personen
P240022
Das Projekt wird finanziert durch das DEZA und das UNHCR.
Projekt im Detail
Venezuela befindet sich seit Jahren in einer grossen politischen und humanitären Krise. Misswirtschaft, wirtschaftliche Sanktionen und andauernde Hyperinflation haben dazu beigetragen, dass die Grundversorgung in Venezuela nicht mehr gewährleistet ist. Das Gesundheitssystem ist zusammengebrochen und 90 Prozent der Venezolanerinnen und Venezolaner leben in Armut. Lateinamerika ist mit der grössten Flüchtlingskrise in seiner Geschichte konfrontiert, denn über 7,7 Millionen Venezolaner und Venezolanerinnen haben ihr Land verlassen. Die grosse Mehrheit davon ist in die umliegenden Nachbarländer geflüchtet, so auch nach Bolivien. Bolivien ist mehrheitlich ein Transitland, wenn es auch Venezolanerinnen und Venezolaner gibt, die versuchen längerfristig in Bolivien Fuss zu fassen. Aufgrund der politischen Haltung der bolivianischen Regierung bleiben jedoch den Migrierenden viele Rechte verwehrt. So sind ihnen Grundrechte wie das Recht auf Dokumentation, Zugang zu Bildung, Wohnung oder Nahrung nicht gesichert. Insbesondere Frauen, Mütter und Kinder sind hohen Risiken ausgesetzt und benötigen Schutz und Sicherheit. Sexuelle und geschlechtsspezifische Gewalt sind zudem ein weit verbreitetes Problem.
Die Aktivitäten konzentrieren sich insbesondere auf Prävention und Unterstützung bei sexueller und geschlechtsspezifischer Gewalt und Kindsschutz sowie auf die Gewährleistung des Zugangs zu Rechten. Behörden und betreuende Organisationen von Flüchtlingskindern erhalten dafür spezifische Informationen und Schulungen, damit sie die Migrierenden besser unterstützen können. Die Migrantenkinder und Jugendliche erhalten zudem Zugang zu Tageszentren, wo sie in sogenannten mobilen Klassenzimmern mit spielerischen Methoden zu ausgewogener Ernährung und Zugang zu Bildung und zum Asylsystem informiert werden. Gewaltbetroffene Kinder und Frauen werden mit psychosozialer Betreuung unterstützt und bei Bedarf an lokale (Schutz-)Angebot weitervermittelt.
Als weiteres Ziel verfolgt das Projekt die Förderung von wirtschaftlicher Selbstständigkeit und Hilfe zur Selbsthilfe. Durch gezielte Identifizierung und Vernetzung mit privaten, öffentlichen und zivilgesellschaftlichen Akteuren wird ein Unterstützungsnetzwerk für die Projektteilnehmer geschaffen. Zudem erhalten sie die Möglichkeit an Trainings und Ausbildungsangeboten zum Unternehmertum teilzunehmen und werden bei der Erstellung von Businessplänen und mit Startkapital unterstützt.
Das Projekt arbeitet mit einem rechtebasierten Ansatz. Sie wendet aktiv eine Kinderschutzpolitik sowie eine Fokussierung auf gefährdete Personen an.


