

Medizinische Versorgung und Schutz für sudanesische Flüchtlinge
Überblick
Humanitäre Hilfe
385'380 Schweizer Franken
01.01.2026 - 31.12.2026
Südsudan; Eastern Equitoria, Gorom Flüchtlingscamp
14'000 Geflüchtete und Bewohnerinnen/Bewohner im Umkreis des Flüchtlingslagers
P260019
Caritas Schweiz
Projekt im Detail
Seit Ausbruch des gewaltsamen Konflikts im Sudan verzeichnet Südsudan einen starken Zustrom von geflüchteten Menschen aus dem Sudan – darunter sudanesische Flüchtlinge und südsudanesische Rückkehrer. Seit Beginn der Krise im April 2023 sind über 1 Million Menschen aus dem Sudan angekommen. Fast die Hälfte (51 %) dieser Geflüchteten und Rückkehrer sind Kinder unter 18 Jahren. Da es keine Anzeichen für Frieden oder ein Ende der Kämpfe im Sudan gibt, wird erwartet, dass die Ankünfte im gesamten Jahr 2026 anhalten. Viele der geflüchteten Menschen sind besonderen Risiken ausgesetzt: Insbesondere Frauen haben auf ihrer Reise häufig Gewalt und Ausbeutung erlebt oder beobachtet.
Das Gorom-Flüchtlingslager ist die einzige Flüchtlingssiedlung in der Nähe der Hauptstadt Juba. Ursprünglich wurde es 2011 eingerichtet, um etwa 2’500 Geflüchtete aus Äthiopien aufzunehmen. Nach dem Ausbruch des Konflikts im Sudan verzeichnete Gorom einen starken Zustrom sudanesischer Geflüchteter. Das Lager beherbergt derzeit 17’000 offiziell registrierte Geflüchtete – die tatsächliche Bevölkerung beträgt aber Schätzungen zufolge rund 22’000 Personen. Aufgrund der Kürzungen in der humanitären Hilfe mussten viele NGOs im vergangenen Jahr ihre Arbeit einstellen, was die schon zuvor angespannte Lage noch verschlimmert.
Ziel ist es, die Lebensbedingungen der Bewohner des Gorom Flüchtlingscamps zu verbessern, akute Notlagen zu lindern und Schutz zu bieten.
Caritas Schweiz in Zusammenarbeit mit ihrem lokalen Partner Caritas Juba stellt die medizinische Versorgung im Lager sicher und Dienste und Einrichtungen zum Schutz besonders gefährdeter Personen.
Durch die Bereitstellung von medizinischem Equipment, Medikamenten und medizinischem Personal wird der Zugang zu Gesundheitsdiensten verbessert. Patienten und Patientinnen, welche spezialisierte medizinische Versorgung benötigen, werden an Krankenhäuser außerhalb des Camps überwiesen. Ein kinderfreundlicher, sicherer Raum wird mit Spielzeug und Sportgeräten ausgestattet. Kinder können an täglichen Aktivitäten teilnehmen, die auf die Verbesserung ihres Wohlbefindens abzielen.
Frauen, die Gewalt erfahren haben, werden betreut und erhalten materielle sowie psychosoziale Unterstützung. Zudem werden Sensibilisierungskampagnen mit der gesamten Camp-Bevölkerung durchgeführt, um die Gleichstellung der Geschlechter und die Rechte von Frauen zu fördern sowie Zwangsheirat und häusliche Gewalt zu verhindern.
Weitere Projekte Engagement für eine Welt ohne Armut
Titelbild: © Kenyi Moses


