Viele Arbeiten werden von Kleinbauern in Handarbeit verrichtet.
Viele Arbeiten werden von Kleinbauern in Handarbeit verrichtet.

Marktentwicklung für Wildkaffee aus Bale

beendet

Projekt in Äthiopien
-

Überblick

Thema

Einkommen

Budget

CHF 180'255

Dauer

01.02.2024 – 31.03.2025

Projektgebiet

Bale, Oromia Region, Äthiopien

Zielgruppen

3'378 Kleinbauern der Kooperative Burka Yadot Farmer’s
Cooperative Union (BYFCU)

Projektnummer

P240024

Projekt im Detail

Das Projekt wird im Harenna Wald in Bale durchgeführt, der
weltweit als ein wichtiges Gebiet zur Erhaltung der biologischen Vielfalt anerkannt ist. Das Projekt konzentriert sich vorderhand auf die ökonomischen Auswirkungen für die Kleinbauern in und um den Wald, führt aber gleichzeitig zu positiven Auswirkungen auch im ökologischen Sinne: da die Zertifizierung von Bio- und Wildkaffee voraussetzt, die natürlichen Ressourcen weder zu schädigen noch zu verändern, fördert das Projekt den Schutz und die Erhaltung des Waldes. Darüber hinaus trägt das Projekt zur Anpassung an den Klimawandel bei, in dem es Entwaldung vermeidet und Artenschutz und -vielfalt unterstützt. Durch die Vermarktung über einen Nischen- und Spezialitätenmarkt mit höheren Erlösen werden die Kleinbauern ermutigt den höheren Arbeitsaufwand der Wildkaffeesammlung weiterzubetreiben.

Das vorliegende Projekt dient der Ausarbeitung von Geschäftsszenarien (‘business cases’), die in einer folgenden Hauptphase des Projekts ausgebaut werden können. Es werden dabei das Potential einer Wildkaffee-Lieferkette in der Region Bale, die strukturelle Durchführbarkeit sowie die Bereitschaft aller lokalen Partner, sich an dem Projekt zu beteiligen, angeschaut. Dies schafft eine Grundlage für die angestrebte Ausweitung der ‘business cases’.

Das übergeordnete Ziel des Projektes ist, einen fairen Handel mit biologischem, wild gesammeltem Kaffee aus nachhaltig bewirtschafteten Wäldern zu etablieren. Dies schafft zum einen Einkommensmöglichkeiten und sichert so den Lebensunterhalt der lokalen Gemeinschaften. Zum anderen schützt es den Harenna Wald.

Kaffee stellt für die Kleinbauern in Bale die Haupteinnahme-quelle dar. Eine Herausforderung der Bauern ist der Anschluss an Märkte; besonders der Anschluss an Nischenmärkte für den Wildkaffee ist schwer zu schliessen. Dem Wildkaffee aus Bale fehlt es an Bekanntheit, er wird häufig über Zwischenhändler gemeinsam mit dem Kaffee aus dem benachbarten Sidama vermarktet. Eine Vermarktung des Kaffees aus Bale, und speziell aus dem Nationalpark im Harenna Wald, birgt grosses Potential für die Kleinbauern, ihr Einkommen zu stärken. Um das Vermarktungspotential des Kaffees auszuschöpfen, sollen die Kleinbauern darin unterstützt werden, den gesammelten Kaffee als Bio-Wildkaffee zertifizieren zu lassen. Durch Schöpfung ökonomischer Anreize, den Wald und den darin wachsenden Wildkaffee zu schützen, wird dieses Ökosystem gleichzeitig gepflegt. Nicht nur der Kaffee, sondern auch andere Waldprodukte könnten dazu beitragen, sodass das Projekt auch weitere Ge-schäftsmodelle anschauen wird. Gegenwärtig ist der Wald in einem gefährdeten Zustand, die bestehenden Nutzungs- und Schutzkonzepte stehen in Konflikt mit den ökonomischen Herausforderungen der Bevölkerung. Mit den teilnehmenden Kleinbauern wird deswegen verstärkt an der Erarbeitung eines gemeinschaftlichen, nachhaltigen Waldmanagements gearbeitet.

Die Kaffeebohnen aus der Bale-Region stellen die Haupteinnahmequelle für die Kleinbauern dar.
Die Kaffeebohnen aus der Bale-Region stellen die Haupteinnahmequelle für die Kleinbauern dar. © Philipp Schütz
Ihre Spende für das Projekt
Ihre Daten sind bei uns sicher.

Weitere Projekte Engagement für eine Welt ohne Armut

Alle anzeigen

Das Projekt wird finanziert durch:

  • Danida Green Business Partnerships

Titelbild: Viele Arbeiten werden von Kleinbauern in Handarbeit verrichtet. © Suleman Tulu