

Junge Menschen für sichere Zukunftsperspektiven stärken – Youth Connection II
Überblick
Einkommen
480'000 Schweizer Franken
01.06.2026 - 31.12.2027
Kambodscha: Provinzen Battambang, Oddar Meanchey, Siem Reap und Banteay Meanchey
Oberstufenschülerinnen und -schüler sowie Schulabbrecher/innen (15–25 Jahre); Bildungsteams an Schulen, Gemeindemitglieder und lokale Bildungsbehörden
P260038
Private Foundation
Projekt im Detail
Junge Menschen in Kambodscha – insbesondere in ländlichen und grenznahen Regionen – haben weiterhin nur eingeschränkten Zugang zu qualitativ hochwertiger Bildung, Berufsbildung und menschenwürdigen Beschäftigungsmöglichkeiten. Migration, oft über informelle und unsichere Wege, bleibt daher eine zentrale Einkommensstrategie. Sie bietet zwar kurzfristige Verdienstmöglichkeiten, setzt junge Menschen jedoch erheblichen Risiken aus, darunter Ausbeutung, unsichere Arbeitsbedingungen, Menschenhandel und soziale Isolation. Jüngste regionale Instabilitäten und Grenzbeschränkungen haben die Unsicherheit zusätzlich erhöht und viele junge Menschen ohne tragfähige Alternativen zurückgelassen.
Diesen Entwicklungen liegen strukturelle Herausforderungen zugrunde, darunter anhaltende Armut, niedrige Schulabschlussquoten und ein unzureichendes Bewusstsein für Bildungs- und Berufswege. Viele Jugendliche verlassen die Schule früh aus wirtschaftlichem Druck oder aufgrund begrenzter wahrgenommener Chancen durch Bildung. Der Zugang zur technischen und beruflichen Bildung (TVET) ist insbesondere in ländlichen Gebieten ungleich verteilt, und Informationslücken erschweren es jungen Menschen, geeignete Möglichkeiten zu erkennen.
Besonders gefährdet sind Mädchen und junge Frauen, die zusätzlichen Barrieren wie Frühverheiratung, geschlechtsspezifischer Gewalt und restriktiven sozialen Normen gegenüberstehen. Gleichzeitig fehlen Familien, Schulen und lokalen Institutionen häufig die Kapazitäten, Koordinationsmechanismen und Ressourcen, um gefährdete Jugendliche wirksam zu unterstützen. Trotz bestehender nationaler Strategien zur Förderung der Jugendbeteiligung begrenzen Umsetzungslücken auf Gemeindeebene deren Wirkung.
Das Projekt zielt darauf ab, junge Menschen zu befähigen, informierte, sichere und selbstbestimmte Lebensentscheidungen zu treffen. Es stärkt sowohl individuelle Kompetenzen als auch die unterstützenden Strukturen im Umfeld der Jugendlichen, um ein Umfeld zu schaffen, in dem sie Bildung wahrnehmen, Fähigkeiten entwickeln und würdige Lebensgrundlagen aufbauen können.
Youth Connection II baut auf bewährten Ansätzen der ersten Projektphase auf und verfolgt eine ganzheitliche Strategie, die direkte Unterstützung für Jugendliche mit der Stärkung von Systemen verbindet:
- Kompetenzentwicklung von Jugendlichen: Rund 800 junge Menschen (15–25 Jahre, in und außerhalb der Schule) profitieren von Trainings in Lebenskompetenzen, digitalen Fähigkeiten und Berufsvorbereitung. Sensibilisierungsmaßnahmen – darunter Schulungen, Erfahrungsberichte und Berufsmessen – fördern das Verständnis für sichere Migration, berufliche Perspektiven sowie Risiken wie Frühverheiratung oder irreguläre Migration.
- Empowerment und Beteiligung von Jugendlichen: Schülervertretungen und Jugendgruppen werden dabei unterstützt, Peer-to-Peer-Aktivitäten und Sensibilisierungskampagnen umzusetzen. Dieser Ansatz stärkt Führungskompetenzen, Selbstvertrauen und sozialen Zusammenhalt und befähigt junge Menschen, ihre Gemeinschaften aktiv mitzugestalten.
- Stärkung von Unterstützungsstrukturen: Schulen, Eltern und Akteure auf Gemeindeebene werden einbezogen, um frühe Anzeichen von Schulabbruch und Gefährdung besser zu erkennen, positive soziale Normen zu fördern und junge Menschen kontinuierlich zu begleiten.
- Partnerschaften und Koordination: Das Projekt arbeitet eng mit staatlichen Institutionen und spezialisierten Partnern zusammen, um Ansätze zu harmonisieren, Kapazitäten zu stärken und den Zugang zu Informationen über Berufsbildung und Beschäftigungsmöglichkeiten zu verbessern.
Weitere Projekte Engagement für eine Welt ohne Armut
Titelbild: Das Projekt unterstützt junge Menschen dabei, sich sichere und selbstbestimmte Zukunftsperspektiven aufzubauen. © Nicolas Honoré


