Teenagers are planting a bush.
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Jugendförderung im Bereich der grünen Energie (YEGE)

Projekt im Kosovo
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Überblick

Thema

Klima

Budget

346'940 Schweizer Franken

Dauer

01.02.2026 - 31.10.2027

Projektgebiet

10 Gemeinden (darunter solche mit serbischer Mehrheit) im Kosovo

Zielgruppen

Am Projekt nehmen 300 Schülerinnen und Schüler von weiterführenden Schulen, 30 Lehrpersonen, 10 Umweltjournalistinnen und ‑journalisten, 10 kommunale Mitarbeitende sowie 10 Vertreterinnen und Vertreter auf Ministeriumsebene direkt teil. Indirekt profitieren rund 20'000 Schülerinnen und Schüler, Schulpersonal, Familien und lokale Gemeinschaften von den Projektaktivitäten.

Projektnummer

P260028

Finanzierung

giz Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit

Projekt im Detail

Kosovo erzeugt weiterhin über 90 % seines Stroms aus Kohle. Diese Abhängigkeit spiegelt sich in der anhaltenden Einschätzung der Europäischen Union wider, wonach sich das Land in einem frühen Stadium der Angleichung an Umwelt- und Klimastandards befindet, unter anderem im Fortschrittsbericht 2025. Kosovo verabschiedete seinen ersten freiwilligen Nationalen Beitrag (Nationally Determined Contribution, NDC) erst im März 2025; zudem steht die sekundäre Gesetzgebung zum Klimagesetz von 2023 noch aus.

Diese Rahmenbedingungen verweisen auf umfassendere strukturelle Herausforderungen, darunter begrenzte institutionelle Kapazitäten auf zentraler und kommunaler Ebene, unzureichende finanzielle Mittel für umweltpolitische Strukturen sowie eine fehlende systematische Verankerung von Klima- und Umweltthemen in den formalen Lehrplänen. Erhebungen unter der Jugend in Kosovo zeigen auch auf Gemeindeebene entsprechende Wissenslücken: Zwar betrachten 48 % der jungen Menschen Umweltfragen als ernstes Problem und 66 % sorgen sich um die Luftverschmutzung, doch das allgemeine Verständnis von Klimawandel und grüner Transformation bleibt begrenzt.

Öko-Clubs an weiterführenden Schulen entfalten bislang kaum Wirkung über die eigene Schule hinaus, und Jugendliche sind weitgehend nicht in kommunale Energie- und Klimaplanungsprozesse eingebunden. Auch die Umweltberichterstattung leidet unter mangelnder fachlicher Spezialisierung sowie finanziellem Druck auf lokale Medien. Diese Faktoren deuten darauf hin, dass Kosovos Fortschritte im Hinblick auf EU‑Beitrittsverpflichtungen sowie die eigenen Klima- und Energieziele von gezielten Investitionen in Klimabildung, institutionelle Einbindung und strukturierte Jugendbeteiligung in Bildung, Verwaltung und Medien profitieren würden.

Das übergeordnete Ziel des YEGE-Projekts ist es, Klimaschutzmassnahmen und den Übergang zu grüner Energie zu stärken, indem junge Menschen und Umweltjournalistinnen und ‑journalisten in ausgewählten Gemeinden Kosovos sowie in Zusammenarbeit mit relevanten Ministerien befähigt und mobilisiert werden.

Das YEGE-Projekt ist auf drei Wirkungsbereiche ausgerichtet:

Der erste Wirkungsbereich fokussiert auf Kapazitätsaufbau durch Schulungen für 300 Mitglieder von Öko-Clubs, 30 Lehrpersonen für Biologie und Ökologie, 10 Umweltjournalistinnen und ‑journalisten, 10 kommunale Mitarbeitende sowie 10 Mitarbeitende auf Ministeriumsebene zu Klimawandel, grüner Energie und Umweltberichterstattung. Dabei greifen die Schulungen auf jugendfokussierte Lernmodule aus dem vorherigen YENI-Projekt sowie auf die Climate-Fresk-Methodik zurück – eine international angewandte interaktive Workshop-Methode, die das Verständnis der wissenschaftlichen Grundlagen des Klimawandels fördert und sich leicht an die Bedürfnisse junger Menschen anpassen lässt.

Der zweite Wirkungsbereich konzentriert sich auf institutionelle Einbindung. Er unterstützt die Entwicklung einer Jugendkomponente innerhalb der kommunalen Energie- und Klimapläne in allen 10 Zielgemeinden und fördert einen strukturierten Dialog zwischen Jugendlichen, Schulleitungen sowie Entscheidungsträgerinnen und ‑trägern auf kommunaler und ministerieller Ebene.

Der dritte Wirkungsbereich unterstützt die praktische Umsetzung durch 20 kleinräumige grüne Projekte an weiterführenden Schulen sowie durch den Dervish-Rozhaja-Umweltpreis-Wettbewerb, an dem alle 30 Öko-Clubs teilnehmen.

Das Projekt bindet die Ministerien für Wirtschaft, Bildung und Umwelt, die Kosovo Environmental Protection Agency, den Journalistenverband von Kosovo sowie die kommunalen Bildungsdirektionen ein. Formelle Kooperationsvereinbarungen mit allen 10 beteiligten Gemeinden bilden den organisatorischen Rahmen für die Umsetzung.

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Titelbild: © Partnerorganisation