

Humanitäre Hilfe für intern Vertriebene in Tigraybeendet
Überblick
Humanitäre Hilfe
404'374 Schweizer Franken
15.05.2025 – 28.02.2026
Äthiopien, Tigray Region, Eastern Zone, Erob und Gulo Medeka Woreda
1'550 Haushalte, insgesamt 7'750 Personen
P250033
Ferster Stiftung
Projekt im Detail
Nach zwei Jahren Bürgerkrieg in der Region Tigray, im Norden Äthiopiens, wurde im November 2022 ein Friedensabkommen unterzeichnet. Jedoch leben noch immer knapp 1 Mio. Menschen als intern Vertriebene in Camps in Tigray oder anderen Teilen Äthiopiens. Grundlegende Dienstleistungen, die Landwirtschaft und die Marktsysteme sind nach dem Konflikt noch nicht wieder voll funktionsfähig, sodass es für die Vertriebenen äusserst schwierig ist, ihre Lebensgrundlage wiederherzustellen. Darüber hinaus hat der Stopp der US-Hilfsleistungen und die damit verknüpften Unsicherheiten dramatische Folgen. Die USA war bislang der grösste Finanzierer für Nothilfe, speziell Nahrungsmittelhilfe, in Tigray – viele Organisationen mussten ihre Hilfsprogramme einstellen. Von diesen Kürzungen sind intern Vertriebene am meisten betroffen, weil sie kaum alternative Einkommensmöglichkeiten haben und auf diese humanitäre Hilfe angewiesen sind. Daher ist gerade jetzt die Unterstützung von Caritas Schweiz zur Sicherung der Grundbedürfnisse nach Nahrung und Wasser entscheidend.
Dieses Nothilfeprojekt hat zum Ziel, die Ernährungssicherheit der vertriebenen Familien in den Camps um Adigrat zu verbessern sowie den Zugang zu Wasser und Sanitäranlagen herzustellen.
Das Projekt beinhaltet folgende Aktivitätenstränge:
- 1'550 Haushalte erhalten Bargeldunterstützung, um ihre Lebensmittelbedarfe für mehrere Monate decken zu können. Mit der finanziellen Unterstützung können Familien selbst entscheiden, welche Lebensmittel sie am lokalen Markt kaufen – basierend auf ihren individuellen Bedürfnissen.
- 1'047 Haushalte profitieren von verbessertem Zugang zu Wasser und Sanitärinfrastruktur in den Camps für intern Vertriebene. Momentan ist der Zugang zu sauberem Trinkwasser und adäquaten Toiletten vielerorts nicht gegeben – zum einen, da bestehende Anlagen beschädigt wurden, zum anderen aufgrund der hohen Zahl von neuankommenden IDPs, weswegen zusätzliche Anlagen benötigt werden.
Die breit abgestützte, aktive Beteiligung von Regierungsvertretern, Gemeindevorstehern und Vertretern der Gemeinden selbst garantiert, dass das Projekt lokale Systeme und Strukturen unterstützt, nicht ersetzt.
Weitere Projekte Engagement für eine Welt ohne Armut
Titelbild: Zugang zu Wasser ist zentral für das Überleben der vertriebenen Bevölkerung. © Caritas Schweiz


