

Gemeinschaftsorientierte Netzwerke zur Förderung wirtschaftlicher Zusammenarbeit und von Vertrauen (CONNECT)
Überblick
Einkommen
94'955.27 Schweizer Franken
01.03.2026 - 31.12.2026
Syrien: Aleppo und Latakia
Teilnehmende an Livelihood-Fördermassnahmen und besonders verletzliche Gemeindemitglieder in Latakia und Aleppo sowie Personen, die an psychosozialen Unterstützungsangeboten und gemeinschaftlichen sozialen Initiativen teilnehmen (480 Teilnehmende)
P260030
Caritas Schweiz, DEZA
Projekt im Detail
Nach mehr als vierzehn Jahren Konflikt gehört Syrien weiterhin zu den komplexesten humanitären Krisen weltweit. Viele besonders verletzliche Haushalte sind mit verschlechternden wirtschaftlichen Bedingungen konfrontiert. Gleichzeitig ist der Zugang zu grundlegenden Dienstleistungen eingeschränkt, und die Kaufkraft sinkt infolge der anhaltenden Währungsabwertung und wirtschaftlichen Instabilität. Das Erdbeben der Stärke 7.8 vom 6. Februar 2023 hat diese Situation zusätzlich verschärft. Es führte zu Todesopfern, schweren Schäden an der Infrastruktur, Vertreibung und erheblichen wirtschaftlichen Einbussen, insbesondere in Aleppo und weiteren betroffenen Gebieten.
In Latakia und Aleppo sind viele Haushalte weiterhin auf fragile landwirtschaftliche und informelle Einkommensmöglichkeiten angewiesen, die stark von saisonalen Zyklen und funktionierenden Marktbeziehungen abhängen. Frühere Projekte haben zwar zur Erholung beigetragen und lokale Kapazitäten gestärkt. Dennoch bewegen sich viele Haushalte weiterhin in unsicheren Marktbedingungen, die die Stabilität kleiner wirtschaftlicher Aktivitäten und die Planbarkeit von Einkommen beeinträchtigen. Gleichzeitig belasten wirtschaftliche Not, Vertreibung und soziale Spannungen den Zusammenhalt innerhalb der Gemeinschaften und wirken sich negativ auf das psychosoziale Wohlbefinden vieler Menschen aus.
Das CONNECT-Projekt begegnet diesen Herausforderungen mit einem integrierten Ansatz. Es verbindet Livelihood-Coaching, Unterstützung beim Zugang zu Märkten, psychosoziale Unterstützung sowie gemeinschaftsbasierte soziale Initiativen. Ziel ist es, die wirtschaftliche Widerstandsfähigkeit zu stärken, den sozialen Zusammenhalt zu fördern und verletzliche Haushalte dabei zu unterstützen, stabile Einkommensgrundlagen aufzubauen und Kooperation innerhalb ihrer Gemeinschaften zu stärken.
Das CONNECT-Projekt stärkt die Resilienz, die Einkommensstabilität und den sozialen Zusammenhalt von verletzlichen Haushalten in fragilen und konfliktbetroffenen Gemeinschaften in Latakia und Aleppo.
Durch strukturiertes Livelihood-Coaching stabilisieren die Teilnehmenden ihre wirtschaftlichen Aktivitäten und verbessern ihre Einbindung in lokale Märkte. Aktivitäten zur Marktvernetzung unterstützen sie dabei, potenzielle Käuferinnen und Käufer, Lieferantinnen und Lieferanten sowie weitere relevante Marktakteure zu identifizieren und neue wirtschaftliche Möglichkeiten zu erschliessen.
Gleichzeitig fördert das Projekt das psychosoziale Wohlbefinden durch gezielte psychosoziale Unterstützungsangebote und stärkt den gesellschaftlichen Zusammenhalt durch partizipative Dialogformate und lokal initiierte soziale Aktivitäten. Die Verbindung von wirtschaftlicher Unterstützung und sozialem Engagement stärkt sowohl die Resilienz einzelner Haushalte als auch das Miteinander innerhalb der Gemeinschaften.
Das CONNECT-Projekt stärkt die wirtschaftliche und soziale Resilienz von verletzlichen Haushalten und Gemeindemitgliedern in Latakia und Aleppo durch miteinander verknüpfte Aktivitäten in den Bereichen Livelihood-Förderung, psychosoziale Unterstützung und gemeinschaftliches Engagement.
Durch individuelles und gruppenbasiertes Coaching erhalten Teilnehmende Unterstützung, um ihre wirtschaftlichen Aktivitäten zu stabilisieren, betriebliche Herausforderungen zu bewältigen und ihre Einbindung in lokale Märkte zu stärken. Aktivitäten zur Marktvernetzung helfen ihnen zudem, Kontakte zu Käuferinnen und Käufern, Lieferantinnen und Lieferanten sowie weiteren relevanten Marktakteuren aufzubauen.
Gleichzeitig bieten psychosoziale Unterstützungsangebote geschützte Räume für Austausch und Dialog. Dadurch können Teilnehmende ihre Bewältigungsstrategien stärken und ihr psychosoziales Wohlbefinden verbessern. Vertreterinnen und Vertreter der Gemeinschaft moderieren zudem partizipative Diskussionen und soziale Initiativen, die Zusammenarbeit, gemeinschaftliche Problemlösung und einen konstruktiven Austausch zwischen Gemeindemitgliedern und lokalen Akteuren fördern. Diese Aktivitäten tragen gemeinsam dazu bei, wirtschaftliche Stabilität zu verbessern, das psychosoziale Wohlbefinden zu stärken und Vertrauen sowie Zusammenarbeit innerhalb der Gemeinschaften zu fördern.
Weitere Projekte Engagement für eine Welt ohne Armut
Titelbild: Die Menschen in den betroffene Regionen hatten bereits sehr wenig - das Erdbeben hat ihre Situation nochmals massiv verschlechtert. © Hasan Belal


