

Gemeinschaftsgetriebene ländliche Entwicklung (CDRD)beendet
Überblick
Katastrophenrisiko-Management
531'528 Schweizer Franken
15.10.2023 - 30.09.2025
Bezirk Yei River, Bundesstaat Zentral-Äquatoria
Mitglieder der Gemeinschaftsentwicklungsausschüsse (CDCs) und Komitees für Katastrophenrisikomanagement (DRM-Cs) in 3 Bomas in Zentraläquatoria
P230051
DEZA und Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ), GmbH
Projekt im Detail
Mehr als ein Jahrzehnt nach der Unabhängigkeit Südsudans von Sudan im Jahr 2011 verläuft der Fortschritt hin zu einer stabilen und widerstandsfähigen ländlichen Wirtschaft sowie einer nachhaltigen ländlichen Lebensgrundlage nur schleppend. Dies liegt zum einen an politischen Unsicherheiten, die das Regierungssystem immer wieder destabilisiert haben, aber noch stärker an der mangelnden Investition in Landwirtschaft, ländliche Gemeinschaftsdienste, Infrastruktur und das Management natürlicher Ressourcen. Wenn Regierungen oder internationale Organisationen versuchen, die tieferliegenden Ursachen von Krisensituationen zu identifizieren und anzugehen, werden Programme oft ohne oder mit nur geringer Berücksichtigung der tatsächlichen Bedürfnisse und Präferenzen der betroffenen Bevölkerung entworfen und umgesetzt.
Um diesem Defizit entgegenzuwirken, startete die GIZ im Jahr 2022 das Community Driven Rural Development (CDRD)-Projekt. Ziel ist es, die Umsetzung von gemeinschaftsgetriebenen und risikoinformierten einkommensschaffenden Massnahmen zur Entwicklung ländlicher Gebiete zu verbessern. Das Projekt setzt dabei auf einen partizipativen Ansatz und fokussiert sich auf drei vorab ausgewählte Bomas in Central Equatoria, um das Katastrophenrisikomanagement in diesen Gemeinden zu stärken.
Das Projekt hat das Ziel, die Gemeinden dabei zu unterstützen, ihre spezifischen Risiken besser zu erkennen, zu managen und zu mindern. Durch die lokale Partnerorganisation OFAO wird Caritas Schweiz die Kapazitäten ausgewählter ländlicher Gemeinschaften für ein umfassendes Katastrophenrisikomanagement stärken. Die Gemeinden erhalten Schulungen und eine Plattform, um ihre Bedürfnisse zu identifizieren und zu priorisieren, eigene Aktionspläne zu entwickeln und Massnahmen zur Risikominderung vorzuschlagen.
Das Projekt baut auf der aktiven Beteiligung und dem Wissen der ländlichen Gemeinschaften auf, um Problembereiche zu identifizieren und potenzielle Katastrophen-«Hotspots» zu erkennen. Es wird mit bereits bestehenden Community Development Committees (CDCs) und Disaster Risk Management Committees (DRM-Cs) zusammengearbeitet. Die CDCs sind für die Entwicklung von Gemeindeprojekten zuständig, während die DRM-Cs Risiken und Gefahren identifizieren und Strategien zu deren Minderung erarbeiten.
Die Aktivitäten umfassen die Unterstützung der Komiteemitglieder bei der Ausarbeitung von Gemeinderegelungen und -verordnungen sowie die Stärkung ihrer Kompetenzen als lokale Führungskräfte und Basisvertreter. Darüber hinaus werden sektorenübergreifende spezifische Katastrophenrisikoanalysen durchgeführt, und Methoden zur Risiko- und Gefahrenbewertung werden vermittelt, um die Gemeinden in die Lage zu versetzen, ihre Risiken besser zu verstehen und geeignete Präventions- und Schutzmassnahmen zu entwickeln.
Die Komitees werden dabei unterstützt, eine Strategie für das Katastrophenrisikomanagement zu erarbeiten, Unterstützungsbedarfe zu identifizieren, Aktionspläne zu entwickeln und Massnahmen zur Risikominderung festzulegen. Zudem werden gezielte Schulungen angeboten, um bestehende Kompetenzlücken zu schliessen, und es wird praktische Unterstützung bei der Umsetzung der erarbeiteten Massnahmen geleistet.
Weitere Projekte Engagement für eine Welt ohne Armut
Titelbild: Seit der Unabhängigkeit vom Sudan 2011 kämpft die Bevölkerung des Südsudans mit einer stagnierenden Wirtschaft. © Tobby Gonda Duku


