Les rapatriés devraient avoir un accès simplifié aux documents d'état civil.
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Erleichterte Ausstellung von Personaldokumenten für rückkehrenden Personen

Projekt im Tschad
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Überblick

Thema

Migration

Budget

1'558'790 Schweizer Franken

Dauer

01.06.2025 - 30.11.2026

Projektgebiet

Tschad (Östlicher Logone, Mittlerer Chari)

Zielgruppen

Zurückkehrende Personen

Projektnummer

P240051

Finanzierung

Agence française de développement

Projekt im Detail

Der Tschad, ein Binnenstaat, der von Konfliktgebieten wie der Zentralafrikanischen Republik (ZAR), dem Sudan und Libyen umgeben ist, hat seit Jahrzehnten mit massiven Vertreibungen zu kämpfen. Laut UNHCR lebten im März 2024 mehr als 1,15 Millionen Geflüchtete, 215’928 intern Vertriebene, 5’466 Asylsuchende und 259’727 rückkehrende Personen im Tschad. Bei diesen handelt es sich um zurückgekehrte Tschaderinnen und Tschader, die im Ausland gelebt haben und hauptsächlich aufgrund von Sicherheitsproblemen im Zusammenhang mit bewaffneten nicht-staatlichen Gruppierungen, dem Klimawandel und struktureller Unterentwicklung zurückgekehrt sind.

Die Herausforderungen im südlichen Tschad sind besonders gravierend, da nur 29 % der zentralafrikanischen Geflüchteten eine Rückkehr in ihr Heimatland planen. Rückkehrende ohne offizielle Dokumente wie Geburtsurkunden und Identitätskarten haben nur eingeschränkt Zugang zu grundlegenden Leistungen. Lokale Infrastrukturen, insbesondere Zivilstandsämter, sind unzureichend ausgestattet, um die Bedürfnisse der Bevölkerung zu decken. Die humanitären Herausforderungen erfordern sowohl sofortige Massnahmen als auch langfristige Ansätze, um die Sicherheit, die sozio-ökonomische Integration und den Zugang zu Versorgungsleistungen für diese vulnerablen Bevölkerungsgruppen zu verbessern.

Das Projekt zur Erleichterung der Ausstellung von Zivilstandsdokumenten für Rückkehrende im südlichen Tschad (FADECIV) soll dazu beitragen, dass der Zugang zu einem zuverlässigen und sicheren Zivilstandsdienst für alle Bürgerinnen und Bürger, einschliesslich rückkehrender Personen, garantiert ist. Der Schwerpunkt liegt dabei auf den Grenzgebieten, in denen der Anteil der Rückkehrenden besonders hoch ist. Mit dem Projekt sollen Hindernisse überwunden und der Zugang zu Dokumenten erleichtert werden. Rückkehrende und Gastgemeinschaften werden sensibilisiert und bei der Ausstellung von Zivilstandsdokumenten unterstützt, während gleichzeitig die Qualität und die Zugänglichkeit der Zivilstandsämter verbessert wird.

Das FADECIV-Projekt hat zum Ziel, die derzeitige Situation der Rückkehrenden und der Gastgemeinschaften nachhaltig zu verbessern, indem die Beschaffung von Zivilstandsdokumenten, der Zugang zu grundlegenden Dienstleistungen und die formelle Eingliederung in die Wirtschaft erleichtert werden. Diese Bevölkerungsgruppen sollen dank grösserer Autonomie nachhaltig in die lokale Gesellschaft und Wirtschaft integriert werden, sodass sie weniger abhängig von humanitärer Hilfe und resilienter sind.

Um dies zu erreichen, setzt das Projekt Informations- und Sensibilisierungskampagnen zu Rechten und administrativen Prozessen um, und die Kompetenzen der örtlichen Behörden werden durch Schulungen und mobile Dienstleistungen gestärkt. Zur Förderung eines integrativen Klimas werden die Bevölkerungsgruppen dabei miteinbezogen, und die spezifischen Bedürfnisse und Herausforderungen von Frauen und Kindern erhalten besondere Aufmerksamkeit. Dieser Prozess fördert den sozialen Zusammenhalt, erleichtert die Integration und verbessert die Akzeptanz der Rückkehrenden.

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Titelbild: Zurückkehrende sollen einfacher Zugang zu Zivilstandsdokumenten erhalten. © Alexandra Wey