

Erdbeben-Nothilfeprogrammbeendet
Überblick
Humanitäre Hilfe
365'160 Schweizer Franken
01.04.2025 - 30.06.2025
Regionen Mandalay und Sagaing, Myanmar
Von dem Erdbeben betroffene Einzelpersonen und Haushalte – darunter Frauen, Kinder, ältere Menschen und andere verletzliche Bevölkerungsgruppen
P250031
Caritas Schweiz und Glückskette
Projekt im Detail
Am 28. März 2025 erschütterte ein Erdbeben der Stärke 7,7 das Zentrum Myanmars – das stärkste seit 1912 – und verursachte weitreichende Zerstörung in den Regionen Mandalay, Sagaing und weiteren Gebieten. Myanmar befand sich bereits aufgrund anhaltender bewaffneter Konflikte und politischer Instabilität in einer langwierigen humanitären Krise. Das Erdbeben hat das Leid von Millionen Menschen zusätzlich verschärft. Über 3’600 Menschen wurden als tot gemeldet, 5’017 als verletzt und 160 als vermisst. Kritische Infrastrukturen wie Flughäfen, Strassen, Brücken sowie religiöse und historische Stätten wurden schwer beschädigt oder zerstört.
Dringende humanitäre Bedürfnisse umfassen Nahrungsmittel, Wasser, medizinische Versorgung, sichere Unterkünfte und Schutzmassnahmen – insbesondere für Frauen, Kinder und vertriebene Bevölkerungsgruppen.
Als Reaktion auf diesen komplexen Notfall schlägt Caritas Schweiz (CACH) in Partnerschaft mit Karuna Mission Social Solidarity (KMSS) eine rasche Nothilfeintervention vor. Der Fokus liegt auf lebensrettender Hilfe, Wasser-, Sanitär- und Hygienemassnahmen (WASH), Mehrzweck-Barhilfe (MPCA) und Schutzmassnahmen – mit besonderem Augenmerk auf geschlechtersensible und kinderfreundliche Ansätze.
Bereitstellung unmittelbarer humanitärer Hilfe für die vom Erdbeben im März 2025 betroffenen Bevölkerungsgruppen in Zentral-Myanmar mittels MPCA, WASH-Massnahmen, Bereitstellung von Notunterkünften bzw. Non-Food-Items sowie Schutzmassnahmen.
Konkrete Ziele sind u. a. die Verteilung von MPCA an 2'000 Haushalte (8'400 Personen), der Aufbau von Wasser- und Sanitärinfrastruktur, die Einrichtung kinderfreundlicher Räume sowie gezielte Unterstützung von Frauen und Mädchen durch sogenannte „Dignity Kits“ (Würdepakete) und geschlechtersensible Massnahmen.
Das Projekt zielt darauf ab, akutes Leid zu lindern, indem dringende Bedürfnisse in den Bereichen Hygiene, Unterkunft, Ernährung und Sicherheit gedeckt werden. 2'000 Haushalte erhalten MPCA zur Deckung grundlegender Bedürfnisse, weitere 2'000 Haushalte Hygiene-Kits. 1'500 Frauen und Mädchen profitieren von Dignity Kits. Über 5'400 Personen erhalten Zugang zu Latrinen, und 2'000 Haushalte erhalten Zugang zu sauberem Wasser und Notfall-Latrinen.
Sechs kinderfreundliche Räume (Child-Friendly Spaces) bieten psychosoziale Unterstützung und Schutz für Kinder.
Die Aktivitäten umfassen im Einzelnen:
- Verteilung von MPCA
- Verteilung von Hygiene-Kits
- Verteilung von Dignity Kits
- Bau temporärer Latrinen
- Aufbau temporärer Wasserbehälter
- Verteilung von Wassercontainern
- Bargeldhilfe für Treibstoff für Schutzmassnahmen
- Sicherheits- und Schutzmassnahmen
- Einrichtung kinderfreundlicher Räume
Weitere Projekte Engagement für eine Welt ohne Armut
Titelbild: Die selbstgebauten Unterstände bieten kaum mehr als Schutz vor Regen. © CRS


