Bessere Lebensbedingungen für venezolanische Geflüchtete

beendet

Venezuela, Kolumbien, Brasilien, Peru: Projekt P220078
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Projekt im Detail

Venezuela befindet sich seit 2015 in einer tiefen politischen und humanitären Krise. Im einst reichsten Land Südamerikas sind heute 80% der Bevölkerung arm. Durch jahrelange Misswirtschaft können die Menschen ihre Grundbedürfnisse nicht mehr decken, die Mangelernährung ist hoch, die Gesundheitsversorgung in einem katastrophalen Zustand. Dies führte zur grössten Migrationswelle in der Geschichte Lateinamerikas. Nach Angaben von UNHCR (Stand Mai 2023) haben über 7,3 Millionen Venezolanerinnen und Venezolaner ihr Land verlassen. Kolumbien hat mit über 2,48 Millionen die meisten Flüchtlinge aufgenommen, gefolgt von Peru (1.52 Mio.), Ecuador (502'200), Chile (449'700) und Brasilien (444'400).

Die Migrationswelle überlastet die institutionelle und finanzielle Leistungsfähigkeit der Aufnahmeländer. Die Flüchtlinge leben unter sehr schwierigen Bedingungen. Zehntausende von Migrantinnen und Migranten haben keine Unterkunft und kein Einkommen. Zudem hat die Covid19-Pandemie sowie die harten Lockdowns in den Aufnahmeländern die Geflüchteten stark getroffen, wodurch sie, neben der gesundheitlichen Gefährdung, das Wenige, was sie sich aufgebaut haben, wieder verloren haben. Erschwerend dazu werden nun die weltweiten Auswirkungen des Krieges in der Ukraine auf die Ernährungssicherheit auch für die venezolanischen Flüchtlinge spürbar und verschärfen ihre Notlage weiter.

Das regionale Projekt trägt dazu bei, die Lebensbedingungen von bedürftigen Menschen in Kolumbien, Brasilien, Peru und Venezuela zu verbessern. Es werden kritische, humanitäre Versorgungslücken geschlossen und die Deckung der Grundbedürfnisse verbessert, insbesondere im Bereich der Ernährungssicherheit und beim Zugang zu Wasser. Die Integration gefährdeter Venezolanerinnen und Venezolaner in den Aufnahmeländern wird unterstützt und über den Zugang zu ihren Rechten informiert. Der Schutz der migrierenden Bevölkerung wird mit Hilfe von Kampagnen zur Aufklärung über die Bedingungen der Migration als auch zu den Risiken einer Flucht erhöht.

Insbesondere Frauen, Kinder und Jugendliche, indigene Bevölkerungsgruppen, Menschen mit Behinderung und ältere Personen sind Zielgruppen der Projektaktivitäten; in Kolumbien auch intern Vertriebene aufgrund des bewaffneten Konflikts im Land.

Um die Lebenssituation der begünstigten Migrantinnen und Migranten zu verbessern und vor allem ihren generellen Grundbedarf und den an Nahrung zu decken ist die Verteilung Bargeld(karten), Lebensmittelpaketen oder -gutscheinen sowie zubereiteten Mahlzeiten vorgesehen. Die Kombination aus finanzieller Unterstützung und direkter Lebensmittelhilfe ermöglicht es den Einzelpersonen und Familien sich sozio-ökonomisch besser zu stabilisieren.

Flüchtlinge im Transit können den Geldbetrag auch für eine ihre Weiterreise verwenden und so ihren Schutz vor Menschenhandel, Gewalt oder Überfällen erhöhen. Des Weiteren helfen Unterkünfte entlang der Flüchtlingsrouten, gezielte Beratungen zu ihren Rechten sowie Informationenkampagnen zu Migrationsbedingungen und Risiken den Begünstigten sich besser zu schützen und zu integrieren.

Das Regionalprojekt ist in den Themenfelder «Migration» und «Humanitäre Hilfe» verortet und fokussiert die Themen Schutz sowie Deckung der Grundbedürfnisse. Hierzu gehören unter anderem der Zugang zu Nahrung und Wasser, Unterkunft, rechtliche Beratung, psychosoziale Unterstützung sowie Information zu Migrationsrouten. Das Projekt arbeitet nach dem Sektorenprinzip der Humanitären Hilfe und ist eingebettet in das regional koordinierte Unterstützungsprogramm der Vereinten Nationen.

Fakten und Zahlen

Thema

Migration, Humanitäre Hilfe

Budget

3'871'028 Schweizer Franken

Projektgebiet

Kolumbien (La Guajira, Chocó, Antioquia, Norte de Santander, Nariño); Brasilien (Rondônia, Roraima, Acre, Amazonas. Mato Grosso); Peru (Puno); Venezuela (Zulia, Apure, Bolivar)

Zielgruppen

28’335 Menschen, insbesondere Frauen, Kinder, Indigene, Menschen mit Behinderung, ältere Personen und intern Vertriebene sowie Bedürftige aus Aufnahmegemeinden

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Das Projekt wird finanziert durch:

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*Dies wird von der Europäischen Union finanziert/kofinanziert. Der Inhalt liegt in der alleinigen Verantwortung von Caritas Schweiz und spiegelt nicht notwendigerweise die Meinung der Europäischen Union wider.