

Bedarfsorientierte Nothilfe für den Libanon (NOUR)
Überblick
Humanitäre Hilfe
432'161 Schweizer Franken
01.03.2026 - 31.10.2026
Vom Konflikt betroffene Gebiete im Süden des Libanon sowie Regionen mit Binnenvertreibung im ganzen Land
16’302 schutzbedürftige libanesische Staatsangehörige, Migrantinnen und Migranten sowie syrische Flüchtlinge sind vom Konflikt betroffen
P260035
Glückskette; Private Spenden an Caritas Schweiz, DEZA
Projekt im Detail
Stand März 2026 hat sich die humanitäre Lage im Libanon und im weiteren Nahen Osten drastisch verschlechtert und nach den US-amerikanischen und israelischen Angriffen auf den Iran sowie der anschliessenden Eskalation der Gewalt in der Region einen kritischen Punkt erreicht. Die zunehmenden Bombardierungen im Libanon haben eine massive Binnenvertreibung ausgelöst: Mehr als eine Million Menschen sind derzeit innerhalb des Landes auf der Flucht.
Diese neue Vertreibungswelle verschärft eine bereits langanhaltende und tiefgreifende Krise. Der Libanon beherbergt weltweit die höchste Anzahl an Vertriebenen pro Kopf und steht gleichzeitig vor den anhaltenden Folgen des wirtschaftlichen Zusammenbruchs von 2019, der Explosion im Hafen von Beirut sowie der kontinuierlichen Abwertung des libanesischen Pfunds, die in den vergangenen Jahren zu einer historisch hohen Inflation geführt hat. Grundlegende Dienstleistungen sind massiv überlastet, Notunterkünfte überfüllt, und immer mehr Familien sind gezwungen, in provisorischen oder informellen Unterkünften Zuflucht zu suchen. Vor dem Hintergrund von Gewalt, wirtschaftlicher Fragilität und zunehmenden humanitären Bedürfnissen in libanesischen, syrischen und migrantischen Gemeinschaften ist sofortige Hilfe unerlässlich, um die Zivilbevölkerung zu schützen und ihr Überleben sowie ihr Wohlergehen zu sichern.
Caritas Schweiz mobilisiert rasch Nothilfe, um den dringenden Bedarf von Haushalten im ganzen Libanon zu decken. Ziel ist es, schutzbedürftigen Bevölkerungsgruppen rasch lebenswichtige Güter und humanitäre Soforthilfe bereitzustellen.
Caritas Schweiz stellt der von den anhaltenden Konflikten im Nahen Osten betroffenen Bevölkerung lebenswichtige Güter und grundlegende humanitäre Hilfe zur Verfügung. In enger Zusammenarbeit mit der AMEL Association und Caritas Libanon werden Binnenvertriebene sowie betroffene Anwohnerinnen und Anwohner mit Not- und Übergangshilfe unterstützt. Die Hilfe richtet sich sowohl an Personen, die in temporären Unterkünften – vor allem in öffentlichen Schulen – leben, als auch an Menschen ausserhalb von Sammelunterkünften.
Die Unterstützung erfolgt in Form von Sachleistungen, darunter Hygienesets, Lebensmittelpakete, verzehrfertige Mahlzeiten, Matratzen, Decken und Kissen.
Zusätzlich erhalten betroffene Bevölkerungsgruppen Zugang zu grundlegenden Gesundheitsdiensten, darunter ärztliche Konsultationen, diagnostische Untersuchungen, Physiotherapiesitzungen, die Abgabe von Medikamenten sowie die Bereitstellung von Hilfsmitteln. Die Gesundheitsleistungen werden über von Partnern betriebene Primärgesundheitszentren sowie durch Hausbesuche und mobile Einsatzteams erbracht, um auch Vertriebene in Unterkünften und unterversorgten Gebieten zu erreichen. Diese rasche Intervention zielt darauf ab, die dringendsten Bedürfnisse der betroffenen Bevölkerung zu decken. Insgesamt sollen 16’302 Personen mit gezielter, sofortiger und lebensrettender Hilfe erreicht werden.
Weitere Projekte Engagement für eine Welt ohne Armut
Titelbild: Die Nothilfe findet in verschiedenen Formen statt - auch Lebensmittelabgaben gehören dazu. © Caritas Libanon


