Hilfe für Flüchtlinge in Syrien

Hilfe für Flüchtlinge in Syrien

Mehr als 11 Millionen Menschen aus Syrien sind auf der Flucht, etwa die Hälfte davon sind Kinder. Caritas Schweiz leistet seit 2012 Nothilfe und langfristige Unterstützung in einem Umfang von 18 Millionen Franken in Jordanien, Syrien, im Libanon und im Nordirak.

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Flüchtlingstragödie: Hilfe für völlig erschöpfte Menschen

11.09.2015 - Tausende von Flüchtlingen haben in den letzten Wochen und Monaten an den Grenzen Europas ihr Leben verloren. In überfüllten Flüchtlingslagern herrschen menschenunwürdige Zustände. Unzählige Familien müssen im Freien nächtigen. Caritas Schweiz hilft Flüchtlingen in Serbien und leistet nach wie vor humanitäre Hilfe in Syrien, Jordanien, im Irak und im Libanon. 

Caritas gibt Nothilfegüter ab. Bild: Kira Horvath, CRS

Europa erlebt derzeit die grösste Flüchtlingskrise seit dem Ende des Zweiten Weltkrieges. Rund 400 000 Flüchtlinge, mehrheitlich aus dem Nahen Osten, sind in Europa unterwegs.

Während vergleichsweise wenige Flüchtlinge die Schweiz erreichen und hierzulande von einem „Asylchaos“ keine Rede sein kann, sind vor allem die Länder in Südosteuropa äusserst gefordert. Die Hälfte der Flüchtlinge ist auf der Balkan-Route von Griechenland, über Mazedonien, Serbien, Ungarn und Österreich nach Deutschland unterwegs. Serbien ist eine wichtige Etappe für die zumeist völlig erschöpften und gesundheitlich angeschlagenen Menschen. Doch dort fehlt es an Notwendigstem, oft müssen die Flüchtlinge im Freien campieren. Trotz Bemühungen der serbischen Behörden kommen die staatlichen Dienste an die Grenzen ihrer Möglichkeiten. Vor allem die Versorgung der Flüchtlinge mit Hygienematerial, Kleidung, Schuhen und auch die medizinische Betreuung sind grosse Herausforderungen.

Nothilfe von Caritas Schweiz in Serbien

Caritas Schweiz unterstützt mit Partnerorganisationen in erster Linie die bedürftigsten Flüchtlinge. Frauen, Kinder, kranke und verwundete Personen erhalten Hygieneartikel, Bekleidung und medizinische Betreuung. In den Camps von Presevo, Kanjiza und Subotica werden Windeln, Shampoo, Seife, Zahncreme, Zahnbürsten und Waschmittel verteilt. Serbische Ärzte und Ärztinnen wie auch medizinisches Fachpersonal behandeln akut und chronisch kranke Personen und Verwundete. Die benötigten Arzneimittel und Behandlungsmaterialien stellt Caritas zur Verfügung. Insgesamt profitieren von den Massnahmen 18 500 Personen. Caritas Schweiz stellt dafür einen Betrag von 227 000 Franken zur Verfügung.

Die Nachbarländer Syriens tragen die Hauptlast

Serbien ist eine Durchreisestation auf den Fluchtrouten aus dem Nahen Osten. Die hier eintreffenden Menschen sind aus verheerenden Krisen und Konflikten geflohen, vor allem aus Syrien und dem Irak. In diesen beiden Ländern sowie in den Nachbarländern Jordanien und Libanon ist Caritas Schweiz seit vier Jahren mit umfangreichen Projekten präsent.

Auch wenn die Zahl der nach Europa flüchtenden Menschen gestiegen ist, darf nicht vergessen gehen, dass die grosse Mehrheit noch immer in der Konfliktregion lebt und dort auch weiterhin dringend auf Unterstützung angewiesen ist. Zusätzlich zur konkreten Hilfe vor Ort setzt sich die Caritas auch auf politischer Ebene dafür ein, dass die Schweiz ihre Verantwortung wahrnimmt und die humanitäre Hilfe zugunsten der syrischen Kriegsvertriebenen auf 100 Millionen Franken pro Jahr verdoppelt. Zudem soll die Schweiz auch Länder wie Serbien und Mazedonien grosszügig unterstützen.

Caritas Schweiz dankt für Spenden auf Konto 60-7000-4, Vermerk "Flüchtlinge".


 

Beitrag «Kassensturz», 8. September 2015