Two women who fled their homes in a refugee camp in southern Ethiopia
Two women who fled their homes in a refugee camp in southern Ethiopia

Äthiopien: Zugang zu Wasser für Geflüchtete nachhaltig sichern

Projekt in Borena, Äthiopien
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Die Borena-Zone im Süden Äthiopiens wird immer wieder von ethnischen Konflikten und Naturkatastrophen wie Dürre, Überschwemmungen und Ernteausfällen heimgesucht. Dies hat zu massiven Vertreibungen geführt. Trotz des langen Bestehens der Flüchtlingslager Dillo Magala und Dire Megado fehlt es bis heute an der notwendigen Infrastruktur, um Grundbedürfnisse der Bewohnerinnen und Bewohner zu stillen. Dank dem Vorgänger-Projekt p250026 gibt es jetzt funktionierende Wassersysteme in den beiden Lagern. Nun geht es darum, die Nachhaltigkeit der neu installierten Wasser- und Solar-Infrastruktur sicherzustellen.

Überblick

Thema

Humanitäre Hilfe

Budget

101'011 Schweizer Franken

Dauer

01.01.2026 - 31.12.2026

Projektgebiet

Oromia Region, Borena Zone

Zielgruppen

13'584 Personen (die gesamte Bevölkerung in und rund um die Flüchtlingslager Dire Megado und Dillo Magala)

Projektnummer

P260024

Finanzierung

UNHCR United Nations High Commissioner for Refugee; Caritas Schweiz

Projekt im Detail

Äthiopien ist das zweitbevölkerungsreichste Land Afrikas und sieht sich derzeit mit einer Vielzahl von komplexen humanitären Herausforderungen in verschiedenen Regionen konfrontiert. Die Oromia Region, insbesondere Borena das ganz im Süden von Äthiopien liegt, wird immer wieder von ethnischen Konflikten und Naturkatastrophen wie Dürre, Überschwemmungen und Ernteausfällen heimgesucht.

Diese anhaltenden Konflikte und extremen Wetterbedingungen haben nicht nur die Lebensgrundlagen der Bevölkerung zerstört, sondern auch zu massiven Vertreibungen innerhalb der Region geführt und auch zu Flüchtlingsbewegungen über die Grenzen hinaus. In den Flüchtlingslagern Dillo Magala und Dire Megado leben vor allem kenianische Flüchtlinge, welche bereits vor Jahrzehnten ihre Heimat verlassen haben.

Trotz des langen Bestehens der Flüchtlingslager, fehlt es noch immer an der notwendigen Infrastruktur, um Grundbedürfnisse der Bewohner zu stillen. Bis vor ein paar Monaten hatten die Bewohner in den Lagern keinen Zugang zu funktionieren Wassersystemen. Dank dem Vorgängerprojekt p250026, das von Caritas umgesetzt wurde und von UNHCR finanziert wurde, gibt’s jetzt funktionierende Wassersysteme in den Lagern, die über eine Solarpumpe betrieben werden. Nun geht es darum, die Nachhaltigkeit der neu installierten Infrastruktur sicherzustellen.

Durch folgende Aktivitäten wird der Zugang zu Wasser und die Zuverlässigkeit der Wasserversorgung für Flüchtlinge und Gastgemeinden in Dillo und Megado nachhaltig sichergestellt.

  • Durch die Installierung von Wasserzählern und Berechnung der Wartungskosten, werden Gebühren je nach Wasserverbrauch erhoben.  Für die ersten vier Monate übernimmt das Projekt die Gebühren. Langfristig werden die finanziellen Kapazitäten der Flüchtlinge durch ein parallel laufendes Einkommensprojekt so gestärkt, dass sie diese Gebühren im Laufe des Projekts selbst übernehmen können.
  • Die Wasserqualität wird durch regelmässige Tests überwacht und durch Chlorierung sicher gestellt.
  • Um ein funktionierendes Betriebs- und Wartungssystem zu erstellen, werden die Water User Associations gezielt geschult und in den ersten Monaten vor Ort bei regelmässigen Kontrollen und Reparatur-Arbeiten begleitet. Das Projekt stellt Wartungswerkzeugen und Ersatzteile für Routine- und vorbeugende Instandhaltung bereit.
  • Infrastrukturverbesserungen wie Schutzrahmen für Solarkomponenten, Kabel- und Sensorerweiterungen, die Aufrüstung des Solar-Backup-Systems und die Instandhaltung des Generatorhauses werden umgesetzt, um die System-Resilienz und Effizienz zu erhöhen.

Dieses Nothilfeprojekt hat zum Ziel die Wasserversorgung und die Hygienesituation für Flüchtlinge in den Camps Dillo Magala und Dire Megado und der angrenzenden Bevölkerung nachhaltig zu verbessern.

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Titelbild: Trotz der langjährigen Bestehens der beiden Flüchtlingslager Dillo Magala und Dire Megado fehlt es an Infrastruktur, um die Grundbedürfnisse der dort lebenden Menschen zu stillen. Caritas Schweiz arbeitet daran, dies zu ändern. © Caritas Schweiz