Wo Kinder gerne zur Schule gehen
und dabei ihre Gesundheit und Entwicklung nachhaltig gefördert werden.
 

Text: Daria Jenni, Bild: Khan Bunthan

Warum trägt regelmässiges Händewaschen zur Reduzierung von Erkrankungen bei? Weshalb ist es sinnvoll, Abfall getrennt zu entsorgen? Wie kann Gemüse selbst angebaut werden? Antworten auf diese Fragen erhalten die Kinder der sogenannten Blue Schools in Kambodscha, Äthiopien und weiteren Ländern im Schulalltag.

Von klein auf lernen die Schülerinnen und Schüler dort die Zusammenhänge zwischen Nachhaltigkeit, Hygiene und Gesundheit auf eine spielerische Weise kennen. So erfahren Sie beispielsweise in Rollenspielen oder einem Song über die Bedeutung vom Händewaschen:

 

«Wascht eure Hände, reibt sie fest!» Der WASH-Song wurde in Nepal entwickelt und wird nun von Schulkindern an verschiedenen Blue Schools gesungen. Hören Sie den WASH-Song.

 

Wissen, das stolz macht

Nicht nur der WASH-Song steigert die Freude am Schulunterricht. Das vielfältige Programm und die inspirierende Lernumgebung bieten weitere Anreize. Viele Schülerinnen und Schüler blühen in diesem Umfeld förmlich auf! Sie freuen sich, beim Putzen und Gärtnern mitzuhelfen und sind stolz auf das neu erlangte Wissen. 

Auch sauberes Trinkwasser und gepflegte, geschlechtergetrennte WC-Anlagen stehen den Kindern an den Blue Schools zur Verfügung. Dies ist leider noch lange nicht überall auf der Welt selbstverständlich. 

 

Warum Blue Schools so wichtig sind

In den Projektgebieten leben viele Familien in einfachsten Verhältnissen auf dem Land. Das Risiko krank zu werden ist durch die miserablen hygienischen Zustände, verunreinigtes Trinkwasser und fehlende Toiletten stark erhöht. In diesen ärmeren Regionen ist es besonders wichtig, bereits die Kleinsten für Hygiene und Gesundheit zu sensibilisieren.

Deshalb werden bestehende Schulen in Blue Schools umgewandelt. Dort wird zum Beispiel auf eine gesunde Ernährung, biologische Anbaumethoden, Recycling und eine nachhaltige Land- und Wassernutzung grosser Wert gelegt.

Das Programm entspricht jeweils den Gegebenheiten des Landes und den Bedürfnissen der Kinder in der Region. Dadurch werden die Gesundheit und Entwicklung der Schülerinnen und Schüler gezielt und nachhaltig gefördert.

 
Schülerinnen und Schüler in Kambodscha waschen sich die Hände gründlich. © Nicolas Honoré
Die Salat-Ernte macht ihnen besonders Spass! © Khan Bunthan
Beim Gemüseanbau im Südsudan packen alle Schulkinder mit an. © Caritas Schweiz
Das wuchernde Gras wird regelmässig gestutzt. © Caritas Schweiz
Gespannt hören die Schülerinnen und Schüler in Äthiopien ihrem Lehrer zu. © Sabine Schild
Im schuleigenen Garten lernen sie verschiedene Anbaumethoden kennen. © Sabine Schild
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Schülerinnen und Schüler in Kambodscha waschen sich die Hände gründlich. © Nicolas Honoré
Die Salat-Ernte macht ihnen besonders Spass! © Khan Bunthan
Beim Gemüseanbau im Südsudan packen alle Schulkinder mit an. © Caritas Schweiz
Das wuchernde Gras wird regelmässig gestutzt. © Caritas Schweiz
Gespannt hören die Schülerinnen und Schüler in Äthiopien ihrem Lehrer zu. © Sabine Schild
Im schuleigenen Garten lernen sie verschiedene Anbaumethoden kennen. © Sabine Schild
 

In diesen Ländern ist die Caritas aktuell mit Blue Schools vertreten

 

Erfahrungen aus drei Ländern

Steigende Schulbesuche: Die Gründe, weshalb Kinder in Südäthiopien von der Schule fernbleiben, sind divers: Krankheiten, Nahrungs- und Wassermangel oder die Mithilfe bei den Hausarbeiten und der Viehhaltung führen dazu. An den Blue Schools werden deshalb die Familien miteinbezogen. Die Eltern erfahren so, wie wichtig der Schulunterricht für die Kinder ist. Im Projektbeschrieb erfahren Sie, warum konkret mehr Schülerinnen und Schüler den Unterricht besuchen.

Mit Früherkennung gegen Unterernährung: Kinder im Südsudan sind besonders gefährdet, an Unterernährung und/oder Krankheiten zu leiden. Über eine Million Kinder unter fünf Jahren sind in dem von Dürren geplagten Land unterernährt. Um die tragische Situation zu verbessern, besuchen Freiwillige diese Kleinkinder regelmässig und sorgen bei Anzeichen für Hilfe. Zudem unterstützt die Caritas Mütter dabei, Gemüsegärten anzulegen und gesünder zu kochen. So können die Kinder zukünftig besser vor Krankheiten und Unterernährung geschützt werden. Lesen Sie mehr über die Situation im Südsudan.

Geteiltes Wissen verstärkt den Erfolg: Das Umfeld ist auch an den Blue Schools in der Banteay Meanchey Provinz in Kambodscha sehr wichtig. Die Schulkinder bringen das neu Erlernte mit nach Hause und geben es an ihre Familien und Bekannte weiter. So verbreitet sich das Wissen in der ganzen Region. Wie das Projekt auch kommenden Generationen hilft, finden Sie im Projektbeschrieb heraus.

 

Video-Einblick ins Blue School-Vorgängerprojekt in Kambodscha

 

Mit den Blue Schools können wir armutsbetroffenen Kindern eine hoffnungsvolle Zukunft ermöglichen. Ihre Spende hilft uns, noch zahlreiche Schulen in Blue Schools umzuwandeln. Herzlichen Dank für Ihre Grosszügigkeit.

 
 
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