l’insertion professionnelle dans le canton de Fribourg
l’insertion professionnelle dans le canton de Fribourg

Engagement im Asyl- und Integrationsbereich

Kanton Freiburg

Im Auftrag des Kantons Freiburg nimmt Caritas Schweiz Statusflüchtlinge auf und begleitet sie. Dabei handelt es sich um Personen, deren Fluchtgründe anerkannt wurden und die über einen Flüchtlingsstatus B oder F verfügen. Die Zielsetzung von Caritas ist vielfältig: Geflüchtete werden in den eigenen Unterkünften aufgenommen und bei der Suche nach geeignetem Wohnraum unterstützt. Bei Bedarf erhalten sie zudem soziale Begleitung sowie materielle Unterstützung. Darüber hinaus begleitet Caritas Schweiz sie auf ihrem Weg zur sozialen und beruflichen Integration.

Im Kanton Freiburg betreut Caritas Schweiz derzeit rund 3'400 Personen aus etwa 40 Ländern. Die meisten geflüchteten Personen stammen aus Afghanistan, der Türkei, Eritrea, Syrien, Sri Lanka, Tibet, dem Irak und dem Iran.

Integration fördern

Caritas Suisse propose différents services dans le canton de Fribourg.

Der Sozialdienst leistet materielle und individuelle Hilfe auf Grundlage des kantonalen Sozialhilfegesetzes. Auch für die Schuldenberatung, bei Fragen zur Wohnsituation und bei weiteren Anliegen stehen die Mitarbeitenden des Sozialdiensts mit Rat und Tat zur Seite. Oberstes Ziel ist es den Flüchtlingen ein selbstständiges, finanziell unabhängiges Leben zu ermöglichen.

An regelmässigen Veranstaltungen des Sozialdiensts können Flüchtlinge ihre Rechte und Pflichten in der Schweiz kennenlernen und erfahren, welche Möglichkeiten sie haben, sich in die Gesellschaft zu integrieren und unabhängig zu werden.

Die Fachstelle Wohnen leistet individuelle Hilfe bei der Wohnungssuche. Sie unterstützt bei der Vorbereitung eines Bewerbungsdossiers, vermittelt zwischen Hausverwaltungen und Mieterschaft, verwaltet Notwohnungen und sensibilisiert die Flüchtlinge für die Regeln des Zusammenlebens und das Abfallsystem in der Schweiz.

Der Integrationsdienst ist ein interdisziplinärer Dienst mit über 30 Mitarbeitenden, die in fünf Bereichen tätig sind: Administration, Integration, Frühkindliche Förderung, Freiwilligenarbeit und Bildung.

Der Auftrag des Integrationsdienstes besteht darin, die nachhaltige berufliche und soziale Integration von geflüchteten Personen ab dem Ende der obligatorischen Schulzeit zu fördern. Die Fachpersonen begleiten die Begünstigten individuell und in Gruppen, identifizieren ihre Bedürfnisse, erfassen und bewerten ihre Kompetenzen, entwickeln personalisierte Integrationspläne und koordinieren sich mit anderen internen Diensten sowie externen Partnern.

Im Jahr 2025 werden rund 2’500 Personen durch die Fachpersonen des Integrationsdienstes begleitet, davon sind 20 % zwischen 16 und 25 Jahre alt.

Ziel ist es, die begleiteten Personen im Sinne von Selbstständigkeit und Eigenverantwortung zu unterstützen und ihre nachhaltige berufliche und soziale Integration bis hin zur administrativen und finanziellen Unabhängigkeit zu ermöglichen – im Einklang mit der Schweizerischen Integrationsagenda (SIA).

Seit März 2018 führt die Caritas Schweiz das Haus für Bildung und Integration in Matran. Im Auftrag der Direktion für Gesundheit und Soziales des Kantons Freiburg bietet Caritas Schweiz dort 60 anerkannten Flüchtlingen eine Unterkunft und unterstützt sie bei der Integration in den ersten sechs Monaten in der Schweiz. Im Rahmen des kantonalen Programms «Envole-moi» können 15 unbegleitete Minderjährige und junge Erwachsene bis 25 im Haus für Bildung und Integration aufgenommen werden. Sie erhalten bedarfsgerechte sozialpädagogische Unterstützung.

Sie werden im Haus für Bildung und Integration unter anderem mit Küchenarbeit, Hauswirtschaft, Wartungs- und Hausmeistertätigkeiten vertraut gemacht. Die Erwachsenen absoliveren zudem Sprachkurse und nehmen in Freiburg regelmässig Termine mit Fachleuten wahr, die sie bei der sozialen und beruflichen Integration unterstützen. Schulpflichtige Kinder werden intern während sechs Monaten auf den Eintritt in die öffentliche Schule vorbereitet.

Das Freiwilligenprogramm «se parler» bringt geflüchtete Menschen mit freiwilligen Helferinnen und Helfern in Kontakt. Die Freiwilligen unterstützen in vielerlei Hinsicht: Konversation, Wohnungssuche, Unterstützung beim Schulbesuch oder bei der sozialen Integration, Hilfe bei Behördengängen und so weiter.

Eine geregelte Kinderbetreuung ist für geflüchtete Eltern oft ein erster Schritt in Richtung berufliche und soziale Integration. Im Projekt McPhee können Geflüchtete ihre Kinder von anderen Geflüchteten betreuen lassen, die hierfür von Koordinatorinnen geschult werden. Auch die Koordination der Betreuung wird durch das Projekt McPhee gewährleistet.

«Se comprendre» ist der interkulturelle Dolmetsch- und Kulturvermittlungsdienst von Caritas. Seit über 25 Jahren erleichtert der Dienst den Austausch zwischen allophonen Personen und Institutionen in den Kantonen Freiburg, Jura, im französischsprachigen Teil des Kantons Bern sowie in den Bundesasylzentren.

Mehr als 140 qualifizierte Dolmetscherinnen und Dolmetscher sind täglich in den Bereichen Gesundheit, Soziales, Schule, Justiz und Asyl im Einsatz. Sie tragen dazu bei, eine klare, respektvolle und für alle zugängliche Kommunikation zu gewährleisten. Für Fragen oder Einsatzanfragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung: secomprendre@caritas.ch.

Im Auftrag des Kantons Freiburg engagiert sich Caritas Schweiz in der Beratung zum Thema und der Prävention von Rassismus. «Info-Rassismus Freiburg» ist eine Anlaufstelle für Personen, die Opfer von Rassismus wurden und bietet Betroffenen ein offenes Ohr und Beratung, insbesondere in rechtlichen Fragen. Die Fachstelle beteiligt sich auch an der Entwicklung neuer Projekte zur Prävention von Rassismus.

Weitere Informationen

Kontakt

Abteilung Migration und Integration Westschweiz

Caritas SchweizBd de Pérolles 55
CH-1700 Freiburg

+41 26 425 81 00fribourg@caritas.ch

Titelbild: Arbeitsintegration im Kanton Freiburg © Fabian Biasio