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Klimakonferenz

Die Schweiz muss eine Vorreiterin der Klimapolitik werden

Die Staaten unternehmen deutlich zu wenig, um die Klimaveränderung zu stoppen. Dies zeitigt verheerende Folgen für Entwicklungsländer. Im neuen Positionspapier zur Klimakrise ruft die Caritas dazu auf, dass die Schweiz an der am 3. Dezember beginnenden Klimakonferenz in Polen Verantwortung zeigt und eine Führungsrolle übernimmt – aus Solidarität mit den ärmsten und verletzlichsten Menschen, aber auch im eigenen Interesse.

 

Der jüngste Sonderbericht des UN-Weltklimarat (IPCC) ist alarmierend. Es geht um die Frage, ob die Menschheit das Ziel erreichen kann, die Erderwärmung auf 1,5 Grad im Vergleich zum Beginn des Industriezeitalters zu begrenzen. Die 1,5 Grad-Marke wurde festgelegt, um gefährliche Kipp-Punkte im Klimasystem mit unvorhersehbaren Folgen zu verhindern. Der Klimabericht zeigt: Die Welt ist nicht auf Kurs. Sie steuert mit den aktuellen Zusagen der Staaten für das Klimaübereinkommen von Paris (2015) auf 3 bis 4 Grad Erwärmung zu.

Finden sich am Klimagipfel die richtigen Antworten?

Am UN-Klimagipfel in Polen will die internationale Gemeinschaft nun ein Regelwerk zur Umsetzung des Pariser Klimaabkommens verabschieden. Unter anderem geht es um einheitliche Vorgaben für alle Staaten für nationale Reduktionsziele und die Anrechnung von Emissionsverminderungen, die im Ausland erzielt werden. Mit ihrem Klimabericht machen die IPCC-Forscher schon im Vorfeld klar: Das genügt nicht. Dringend notwendig sind weitreichende und ambitionierte Zusagen für eine rasche CO2-Absenkung. Zudem brauchen die am meisten betroffenen Länder dringend Unterstützung dabei, sich an die für Millionen von Menschen existenzbedrohenden Folgen der Klimakrise anzupassen. 

Was aus Sicht der Caritas zu tun ist 

Aus Sicht der Caritas ist auch die Schweiz zu entschiedenem Handeln in der Klimapolitik gefordert:

  • Die Schweiz muss in den Verhandlungen in Polen eine klimapolitische Vorreiterrolle einnehmen – aus Solidarität mit den ärmsten und verletzlichsten Menschen in Entwicklungsländern, aber auch stark im eigenen Interesse. Denn lässt sich der Klimawandel nicht aufhalten, trifft es die Schweiz hart. Wie dramatisch die Situation ist, belegen Meteo Schweiz und die ETH in ihren aktuellen «Klimaszenarien CH 2018».
  • Die Schweiz muss das CO2-Gesetz, das ab dem 3. Dezember im Nationalrat behandelt wird, ambitioniert ausgestalten. Mit dem gegenwärtigen Vorschlag des Bundesrates und der Umweltkommission UREK werden das 1,5 Grad-Ziel und weitere im Pariser Klimaabkommen verankerte Vereinbarungen deutlich verfehlt.
  • Die Schweiz muss arme und klimaexponierte Entwicklungsländer weit stärker als heute unterstützen, damit sie sich an die negativen Folgen der Klimaveränderung anpassen können. In ihrem neuen Positionspapier zeigt die Caritas auf, warum es mehr Mittel für eine klimasensible Landwirtschaft und wassersparende Bewässerungsmethoden, für Wasserspeicher und Küstendeiche, für Hochwasserschutz, Frühwarnsysteme und Umsiedlungen braucht. 

Die Caritas hat zur Klimakrise das Positionspapier «Bei Anpassungsmassnahmen die Ärmsten unterstützen» publiziert. 

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