Field irrigation
Field irrigation

Integriertes und klimaresilientes Wassemanagement im Zarafshan-Flusseinzugsgebiet

Projekt in Usbekistan
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Im Rahmen dieses 12-Jahres-Mandats wird die angewandte Wissenschaft zur Optimierung der produktiven Nutzung der Wasserressourcen im Flusseinzugsgebiet des Zarafshan (ZRB) in Usbekistan eingesetzt, und zwar durch eine Verlagerung von der angebotsseitigen Bereitstellung von Bewässerungswasser auf eine zeitliche Bereitstellung, die auf den physiologischen Bedürfnissen der Pflanzen, dem Feuchtigkeitsregime des Bodens und zuverlässigeren lokalen Wettervorhersagen beruht.

Überblick

Thema

Klima

Budget

4'964'941 Schweizer Franken

Projektgebiet

Flusseinzugsgebiet des Zarafshan (ZRB); Provinz Samarkand, Usbekistan

Zielgruppen

Landwirtinnen und Landwirte, Bezirksverwaltungen und nationale Ministerien

Projektnummer

p230039

Finanzierung

Dieses Projekt ist ein Mandat der DEZA.

Projekt im Detail

Während der Sowjetära wurden vom Staat erhebliche Investitionen in die Infrastruktur der Wasserversorgung getätigt, um strategische und wirtschaftliche Pläne zu erfüllen. Heute ist die Wasserbewirtschaftung jedoch ein sehr viel komplexerer politischer Prozess, der durch folgende Faktoren noch weiter erschwert wird:

  • eine baufällige Infrastruktur
  • veraltete Methoden für (oft) statische Wasserzuteilungspläne und
  • einen allgemeinen Mangel an zuverlässigen Daten über den Wasserbedarf der Kulturen, die Wasserversorgung und die Wasserbuchhaltung.

Institutionelle Strukturen und ein historisches Erbe von Investitionen haben dazu geführt, dass Wasser für die Produktion von Kulturen (z. B. Baumwolle) verwendet wird, die heute möglicherweise nicht mehr im gleichen wirtschaftlichen oder politischen Interesse sind. Dieses Erbe hat zu einem allgemeinen Mangel an Flexibilität bei der Wassernutzung im Agrarsektor geführt. Ineffizienz bei der Nutzung ist daher ein natürliches Ergebnis, das sich auf den Zugang zu Wasser in allen Aspekten (Zugänglichkeit, Verfügbarkeit, Qualität) und in allen Sektoren auswirkt.

Prognosen über die Auswirkungen des Bevölkerungswachstums und des Klimawandels für das Jahr 2030 deuten auf einen möglichen vollständigen Verlust des direkt nutzbaren frischen Grundwassers in Usbekistan hin. Die unzureichende Behandlung von Industrie- und Siedlungsabwässern in Verbindung mit dem übermässigen Einsatz von Mineraldüngern beeinträchtigt die Wasserqualität. Schätzungsweise 35 % aller zugänglichen Grundwasserressourcen in Usbekistan sind aufgrund von Überförderung, schlechter Bewirtschaftung und Verschmutzung nicht mehr verfügbar. Schwache Mechanismen für die Erfassung, Überwachung und den Austausch von Daten schränken die Wirksamkeit sektoraler Zuweisungen und grenzüberschreitender Vereinbarungen über die gemeinsame Nutzung von Wasser ein.

Im Rahmen dieses 12-Jahres-Mandats wird die angewandte Wissenschaft zur Optimierung der produktiven Nutzung der Wasserressourcen innerhalb des ZRB in Usbekistan eingesetzt, und zwar durch eine Verlagerung von der angebotsseitigen Bereitstellung von Bewässerungswasser auf eine zeitliche Bereitstellung, die auf den physiologischen Bedürfnissen der Pflanzen, dem Feuchtigkeitsregime des Bodens und zuverlässigeren lokalen Wettervorhersagen beruht.

Eine optimale Wassernutzung wird vorhersehbar zu einem gerechteren Zugang zu den Wasserressourcen und damit zu einer Verringerung der Armut der landwirtschaftlichen Haushalte führen - von den Nutzenden am Anfang des Bewässerungskanals zu den Nutzenden am Ende des Kanals.

Auf die landwirtschaftliche Bewässerung entfallen rund 90% des gesamten Wasserverbrauchs im ZRB, so dass eine Steigerung der Wassernutzungseffizienz eine erhebliche Hebelwirkung hat, um Wasser für die Nutzung in anderen Sektoren (Industrie, Wohnungsbau, Tourismus usw.) freizusetzen. Die Ausrichtung der Anbausysteme auf eine optimale Bewässerungsnutzung führt unweigerlich zu einer Veränderung des wirtschaftlichen Wertes von Wasser in der produktiven Nutzung.

Diese Veränderung wird im Rahmen des sektoralen und intersektoralen Politikdialogs analysiert, um das Ausmass der positiven und negativen externen Effekte staatlicher Subventionen zu verstehen. Das Projekt wird Erkenntnisse aus der Praxis, die durch experimentelle Versuche sowie durch von Landwirtinnen und Landwirten verwaltete Benchmark- und Demonstrationsanlagen gewonnen werden, in den nationalen und regionalen politischen Dialog einbringen.

Wir erkennen die Bedeutung von Institutionen, Daten und deren Verarbeitung zu Dienstleistungen an, zusammen mit einem integrativen und mitentwickelten Planungsprozess, der eine evidenzbasierte Entscheidungsfindung für ein effektives und klimaresistentes Wasserressourcenmanagement ermöglicht (Ergebnis 1).

Damit dies der Bevölkerung zugute kommt (Ergebnis 2), müssen die Kapazitäten auf allen Ebenen gestärkt werden, um wirksame Wassermanagement-Prozesse und -Systeme einzusetzen und zu erhalten. Wir konzentrieren uns auf die Stärkung von Frauen und marginalisierten Gruppen, die sich für eine breite Akzeptanz kontextbezogener Ansätze zur Anpassung an den Klimawandel einsetzen und nicht nur für die Bewältigung des Wandels.

Im Rahmen von Ergebnis 3 werden die gewonnenen Erkenntnisse für die Umsetzung in die nationale Politik und den regionalen Dialog genutzt.

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Titelbild: Feldbewässerung © Reto Albertalli