Wenn das Geld kaum zum Leben reicht

Caritas-Positionspapier zu Haushalten knapp oberhalb der Armutsgrenze

In der Schweiz leben viele Menschen in Haushalten, deren Einkommen nur knapp über der Armutsgrenze liegt. Sie gelten nicht als arm, haben aber ebenfalls kaum genug Geld zum Leben.

Würde die heute geltende Armutsgrenze um nur gerade 500 Franken pro Monat höher angesetzt, würde sich die Zahl der von Armut betroffenen Menschen auf einen Schlag verdoppeln. Dies zeigt eine Untersuchung am Beispiel des Kantons Bern. Besonders Paare mit Kindern befinden sich häufig in einer schwierigen finanziellen Lage. Bei minimalen Veränderungen beim Einkommen oder bei den Ausgaben fallen sie unter die Armutsgrenze.

Aus Sicht der Caritas erfordern diese neuen Erkenntnisse eine Antwort auf politischer Ebene: Die Armutsprävention muss ausgebaut werden. Dabei gilt es, ein besonderes Augenmerk auf die Situation von Familien zu legen.

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«Würde die heute geltende Armutsgrenze
um nur gerade 500 Franken pro Monat
höher angesetzt, würde sich die Zahl der
von Armut betroffenen Menschen auf einen
Schlag verdoppeln.»

Wenn das Geld kaum zum Leben reicht

«Würde die heute geltende Armutsgrenze um nur gerade 500 Franken pro Monat höher angesetzt, würde sich die Zahl der von Armut betroffenen Menschen auf einen Schlag verdoppeln.»

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Aline Masé

Leiterin Fachstelle Sozialpolitik

+41 41 419 23 37amase@caritas.ch

Titelbild: Zu den Menschen, die nur knapp über der Armutsgrenze leben, gehören überdurchschnittlich viele Familien. © Conradin Frei