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Bei Anpassungsmassnahmen die Ärmsten unterstützen

Caritas-Positionspapier zur Klimakrise

 

Die Erde wird wärmer. Die Folgen: Das Polareis schmilzt, und es kommt zu heftigen Überschwemmungen, tödlichen Dürren und katastrophalen Stürmen. Darunter leiden die Ärmsten in den Entwicklungsländern besonders. Ihre Lebensräume werden überdurchschnittlich stark und häufig von Umwelt- und Klimakatastrophen heimgesucht. Gleichzeitig fehlt es ihnen an den notwendigen Kapazitäten und Ressourcen, um sich an die negativen Klimafolgen anzupassen. Dadurch verschärft sich ihre Armut.

Zur Bewältigung der Klimakrise müssen zwei Ansätze vorangetrieben werden: erstens Klimaschutz und erneuerbare Energiesysteme, um Veränderungen des Klimas zu verlangsamen (Mitigation). Und zweitens Anpassung an die Folgen der Erderhitzung wie Extremwetter-Ereignisse und der Anstieg des Meeresspiegels (Adaptation). Während in vielen Entwicklungsländern die Anpassung im Vordergrund steht, müssen wohlhabende Länder wie die Schweiz deutlich mehr in den Klimaschutz investieren.

Mit ihrem hohen CO2-Fussabdruck pro Kopf hat sich die Schweiz zusammen mit anderen Industrieländern dazu verpflichtet, die Ärmsten in den Entwicklungsländern bei der lebensnotwendigen Klimaanpassung stärker zu unterstützen. Durch dürreresistentes Saatgut und geeignete Bewässerungsmethoden, damit die Landwirtschaft ertragreich bleibt und eine ausreichende Ernährung bietet. Durch Küstendeiche und Wasserreservoirs, damit sich die Menschen vor Hochwasser und Trockenheit schützen können. Oder durch Waldaufforstung und andere Anpassungsmassnahmen, damit sie Bodenerosion oder Erdrutschen vorbeugen können.

Die Caritas erwartet, dass der Bundesrat und die Verwaltung sowie das Parlament eine faire, vorausschauende und effektive Klima-Entwicklungsstrategie für den globalen Süden voranbringen. Dazu gehört eine deutliche Aufstockung der Finanzen für Anpassungsmassnahmen in klimaexponierten Regionen und für verletzliche Menschen sowie eine konsequente Einbindung der lokalen Ebene in die Gestaltung und Umsetzung von Klimaprojekten.

 

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  • Bei Anpassungsmassnahmen die Ärmsten unterstützen
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    «Angesichts der drohenden Klimakatastrophe muss die Schweiz entschieden handeln und in der internationalen Klimapolitik mit gutem Beispiel vorangehen. Die Caritas erwartet, dass der Bundesrat und das Parlament den Klimaschutz vorantreiben und die Anpassungsmassnahmen in Entwicklungsländern stärker unterstützen.» (November 2018) Download

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