Manche meinen, die Situation in Afrika verbessere sich nicht. Sie sehen dies als Beweis dafür, dass Entwicklungszusammenarbeit nicht wirkt. Aus ungenügenden Fortschritten zu folgern, dass Entwicklungshilfe wirkungslos oder gar schädlich sei, ist jedoch falsch.
Die Gründe der fehlenden Entwicklung in Afrika liegen nicht in einer verfehlten Entwicklungszusammenarbeit, sondern ausserhalb deren Einflussbereich.
Nach wie vor sind international und in der Schweiz viele entscheidende Politikfelder so ausgestaltet, dass sie einer erfolgreichen Entwicklung in Afrika entgegenlaufen.
Die gegenwärtige Rohstoffpolitik führt zum Beispiel dazu, dass der Reichtum rohstoffreicher Länder (Gold, Erdöl, Kupfer usw.) von korrupten Eliten oder Grosskonzernen abgeschöpft wird. Und die Steuerpolitik erlaubt es, dass transnational tätige Unternehmen ihre Gewinne aus Entwicklungsländern in steuergünstige Länder – so genannte Steueroasen – verschieben.