

Verbesserung der Gesundheit und des Schutzes von Geflüchteten und Rückkehrenden aus dem Sudanbeendet
Gemeinsam mit den lokalen Partnerorganisationen ADA und Caritas Juba sollen die wichtigsten Bedürfnisse der vom Konflikt betroffenen Menschen, die aus dem Sudan in Renk im Bundesstaat Upper Nile und im Gorom Camp in Juba ankommen, in den Bereichen Kinderschutz, Prävention und Behandlung von Gewalt gegen Kinder sowie Zugang zu medizinischer Versorgung erfüllt werden.
Überblick
Humanitäre Hilfe
640'068 Schweizer Franken
Bezirk Renk, Bundesstaat Oberer Nil und Gorom Camp, Juba
1’000 Kinder unterstützt, 200 Erwachsene unterstützt und 3’000 Personen durch Sensibilisierungsveranstaltungen in Renk erreicht; 8'000 Geflüchteten mit medizinischer Hilfe geholfen und 500 Kindern einen sicheren Raum im Flüchtlingslager Gorom zur Verfügung gestellt.
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Projekt im Detail
Seit Beginn des gewaltsamen Konflikts im Sudan hat der Südsudan eine Welle von Rückkehrenden und Geflüchteten aus dem Sudan erlebt, die in den Gemeinden entlang der Grenze im Südsudan Sicherheit und Zugang zur Grundversorgung suchen. Bis Ende April 2024, seit Ausbruch der Krise im April 2023, sind mehr als 650'000 Menschen aus dem Sudan gekommen. Die durchschnittliche Zahl der täglichen Ankommenden liegt bei etwa 1'000 Personen. Fast die Hälfte (51%) dieser Menschen sind Kinder unter 18 Jahren.
Da es keine Anzeichen für eine Befriedung oder ein Ende der Kämpfe im Sudan gibt, wird erwartet, dass der Zustrom weiter anhält. Besonders besorgniserregend ist die grosse Zahl gefährdeter Rückkehrenden und Geflüchteten: Vor allem Frauen haben auf ihrer Reise oft Gewalt und Ausbeutung erlebt oder miterlebt.
Auch der anhaltende Konflikt und die sozioökonomischen Bedingungen im Südsudan haben die Gefährdung und die Armut verschärft, auch in der Aufnahmegesellschaft, und insbesondere bei jungen Frauen und Kindern. Ohne angemessene Massnahmen sind vor allem Frauen und Kinder einem erhöhten Risiko von Gewalt und Vernachlässigung ausgesetzt oder werden zu negativen Bewältigungsmechanismen gezwungen.
Caritas Schweiz plant gemeinsam mit seinen beiden nationalen Partnerorganisationen Africa Development Aid (ADA) und Caritas Juba die Ausweitung der laufenden Projekte in Renk im Bundesstaat Upper Nile und im Gorom Camp in Juba. Ein Teil dieses Projekts besteht in der fortgesetzten psychologischen Betreuung von Geflüchteten und Rückkehrenden in Renk, die von ADA durchgeführt wird, während der andere Teil in der Betreuung von Geflüchteten und Rückkehrenden aus dem Sudan im Lager Gorom besteht, die von Caritas Juba durchgeführt wird.
In Renk zielt das Projekt auf die Bereitstellung grundlegender Dienstleistungen für 1'000 von der Krise betroffene Kinder ab, wobei der Schwerpunkt auf den Schutzbedürfnissen unbegleiteter, verlassener und von ihren Eltern getrennter Kinder (UASC) liegt. Zu den Unterstützungsleistungen gehören
- Sensibilisierungsveranstaltungen in der Gemeinde zu Fragen des Kinderschutzes und der Gewalt gegen Kinder,
- die Ermittlung und Schulung eines gemeindebasierten Kinderschutznetzwerks (CBCPN),
- die Einrichtung und Unterstützung eines neuen kinderfreundlichen Raums sowie
- die Schulung von 20 Pflegeeltern.
Im Flüchtlingslager Gorom sieht das Projekt den Zugang zu einer verbesserten Gesundheitsversorgung durch die Verteilung von medizinischer Ausrüstung und Medikamenten, die Schulung von medizinischem Personal und eine mobile Klinik für dringende medizinische Fälle innerhalb des Lagers vor. Es wird ein kinderfreundlicher Schutzraum mit Spielzeug und Sportgeräten eingerichtet. Weibliche Flüchtlinge und Rückkehrer im Lager werden von GBV-Behandlungs- und Überweisungsdiensten profitieren. Gemeinsam mit religiösen Führern und traditionellen Richtern werden Aufklärungsveranstaltungen durchgeführt, um die Gleichstellung der Geschlechter und die Rechte der Frauen zu verbessern und Gewalt gegen Frauen sowie Fälle von Früh- und Zwangsheirat und Partnergewalt zu verhindern.
Für 80 weibliche Opfer von Gewalt gegen Frauen und 150 besonders schutzbedürftige Personen wie ältere Menschen, Behinderte, Kranke und Personen ohne familiäre Unterstützung werden bedingungslose Geldzuwendungen bereitgestellt.
Weitere Projekte Engagement für eine Welt ohne Armut
Das Projekt wird finanziert durch:
- Glückskette
Titelbild: Der Grossteil der Bewohnenden des Gorom-Camps sind Frauen oder Kinder. Mit den Lebensmittelpaketen ist ihre Ernährung einige Zeit gesichert. © Caritas Juba


