Verbesserte Lebensbedingungen für die Menschen im Süden des Tschad

Projekt im Tschad
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Das NexSud-Projekt konzentriert sich auf Migration, befasst sich aber auch mit den Themen humanitäre Hilfe, Einkommen und Klima. Es verfolgt einen sogenannten «Triple-Nexus-Ansatz», der humanitäre Massnahmen, Entwicklung und Frieden kombiniert, um den Herausforderungen des Kontexts zu begegnen.

NexSud integriert Elemente des Graduierungsansatzes, einem Programm, das darauf abzielt, Haushalte aus der extremen Armut zu befreien, indem es soziale Absicherung, Existenzsicherung, finanzielle Eingliederung und soziale Stärkung über einen Zeitraum von 18 bis 36 Monaten miteinander verbindet.

Das Projektteam setzt auch die Methodik des «Climate Proofing» um, die das Projekt an die Auswirkungen des Klimawandels anpasst und die Gemeinden in die Gestaltung und Aneignung der vorgeschlagenen Lösungen einbezieht.

Überblick

Thema

Migration

Budget

22'729'972 Schweizer Franken

Dauer

01.11.2023 - 31.10.2028

Projektgebiet

Tschad (Logone Oriental, Mandoul, Moyen Chari)

Zielgruppen

Flüchtlinge, Rückkehrende und Gastbevölkerung

Projektnummer

P230054

Projekt im Detail

Der Tschad, ein Binnenstaat in Zentralafrika mit rund 18,5 Millionen Einwohnern, ist mit einer wachsenden Armut konfrontiert, von der fast die Hälfte der Bevölkerung betroffen ist.

Der Süden des Landes, insbesondere die Provinzen Logone Oriental, Mandoul und Moyen Chari, die nahe der Grenzen zur Zentralafrikanischen Republik und zu Kamerun liegen, steht vor grossen Herausforderungen. Fast 60 % der Bevölkerung leben dort unterhalb der nationalen Armutsgrenze und leiden unter einer schweren Ernährungsunsicherheit. Diese Situation wird durch die Fragilität der Gemeinschaften, eine begrenzte lokale Entwicklung und eine rückläufige humanitäre Hilfe verschärft. Darüber hinaus setzt der massive Zustrom von Flüchtlingen in diese Regionen die ohnehin unzureichenden Ressourcen und Infrastrukturen zusätzlich unter Druck, was die Lebensbedingungen verschlechtert und das Konfliktpotenzial erhöht.

Angesichts dieser strukturellen und konjunkturellen Krisen ist es unerlässlich, eine Antwort zu finden, die humanitäre Massnahmen und Initiativen für eine langfristige nachhaltige Entwicklung kombiniert und gleichzeitig Massnahmen zur Konfliktverhütung und zur Förderung des sozialen Zusammenhalts umfasst.

Das NexSud-Projekt zielt darauf ab, die Herausforderungen der Zielgruppen zu bewältigen und dabei ihre spezifischen Bedürfnisse zu berücksichtigen. Der Zweck des Projekts besteht darin, i) die Widerstandsfähigkeit der Gemeinschaften gegenüber wiederkehrenden Schocks zu stärken, ii) die Fähigkeiten im Bereich der Bewirtschaftung natürlicher Ressourcen, der landwirtschaftlichen Produktion und der wirtschaftlichen Möglichkeiten zu verbessern und iii) die lokalen Kapazitäten zur Prävention, Bewältigung und Transformation von Konflikten zu stärken.

Das Projekt NexSud ist die Fortsetzung eines früheren Projekts, das darauf abzielte, die Lebensbedingungen der lokalen und vertriebenen Bevölkerung in denselben Einsatzgebieten zu verbessern. NexSud versucht, die Errungenschaften dieses Projekts zu stärken und seine Wirkung sowie seine Nachhaltigkeit zu erweitern. Es wird vom Konsortium Caritas Schweiz (Leitung), Initiative Humanitaire pour le Developpement Local (IHDL) und Association pour la Promotion des Libertés Fondamentales au Tchad (APLFT) umgesetzt.

Das Projekt wird mehrere Veränderungen für die Zielgruppen mit sich bringen. Sie werden einen besseren Zugang zu Schutzdiensten erhalten, insbesondere für Opfer geschlechtsspezifischer Gewalt, sowie rechtliche und medizinische Unterstützung. Sie werden auch dank Notfallressourcen besser auf Katastrophen vorbereitet sein. Auf wirtschaftlicher Ebene werden die Zielgruppen dank Schulungen in nachhaltiger Landwirtschaft, der Einführung innovativer Technologien und eines besseren Zugangs zu Finanzdienstleistungen mehr Möglichkeiten haben. Schliesslich werden sie an der lokalen Verwaltung und Konfliktlösung beteiligt sein, wodurch der soziale Zusammenhalt gestärkt und ein stabileres Umfeld geschaffen wird.

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Das Projekt wird finanziert durch:

  • Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit DEZA
  • Agence française de développement
  • EU*

*Dies wird von der Europäischen Union finanziert/kofinanziert. Der Inhalt liegt in der alleinigen Verantwortung von Caritas Schweiz und spiegelt nicht notwendigerweise die Meinung der Europäischen Union wider.