

Unterkunfts-/ Lebensunterhaltsunterstützung und GBV-Interventionen für Flüchtlinge, Rückkehrer und gefährdete Gastgemeindenbeendet
Aufgrund der anhaltenden humanitären Krise wird Caritas Schweiz (CACH) in Zusammenarbeit mit dem lokalen Partner Titi Foundation laufende Aktivitäten für Rückkehrer und Flüchtlinge aus dem Sudan im Bundesstaat Northern Bahr el Ghazal ausweiten. Diese Region dient als Einreise- und Siedlungsgebiet für Flüchtlinge und Rückkehrer aus dem Sudan. Die Massnahmen konzentrieren sich auf die Bereitstellung von Unterkünften, Nicht-Nahrungsmitteln sowie Nahrungsmittelhilfe für Rückkehrer/Flüchtlinge, die Prävention geschlechtsspezifischer Gewalt (GBV) und die landwirtschaftliche Unterstützung für Gastgemeinden.
Überblick
Humanitäre Hilfe
434'851 Schweizer Franken
01.02.2025 - 31.10.2025
Aweil East und Aweil North im Bundesstaat Northern Bahr El Ghazal
- 500 Flüchtlings-/Rückkehrer-Haushalte profitieren von Unterkunftsunterstützung und Nahrungsmittelhilfe
- 330 Haushalte der Gastgemeinde erhalten landwirtschaftliche Unterstützung
- 1200 Frauen und Mädchen erhalten Hygiene-Kits
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Projekt im Detail
Als Folge des verheerenden Krieges im Sudan zwischen den sudanesischen Streitkräften (SAF) und den Rapid Support Forces (RSF) wurden bisher mehr als 11 Millionen Menschen gewaltsam vertrieben. Davon sind über 8 Millionen innerhalb des Sudans intern vertrieben, während 3 Millionen Menschen Zuflucht in Nachbarländern suchen. Nach Ägypten ist Südsudan das zweitwichtigste Ziel für Flüchtlinge aus dem Sudan.
Die Krise hat Südsudan erheblich getroffen, da mehr als 870’000 Menschen aus dem Sudan nach Südsudan geflohen sind. Rund 50 % der Neuankömmlinge sind Frauen (30 %) und Mädchen (20 %), 40 % sind Kinder unter 18 Jahren. Da es keine Anzeichen für Frieden oder eine Einstellung der Kämpfe im Sudan gibt, überqueren durchschnittlich 1’600 Menschen pro Tag die Grenze nach Südsudan, um dem Konflikt zu entkommen. Die Ankünfte werden voraussichtlich bis 2025 andauern. Viele der Rückkehrer und Flüchtlinge in Südsudan sind hochgradig gefährdet und kommen in unterentwickelte Gebiete in den nördlichen südsudanesischen Bundesstaaten Northern Bahr el Ghazal, Unity und Upper Nile, wodurch der Druck auf ohnehin knappe Ressourcen weiter steigt.
Bereits vor dem Ausbruch des Konflikts im Sudan kämpfte Südsudan mit hohen Gewaltraten, wiederholten Überschwemmungen und steigender Inflation. Die meisten Flüchtlinge und Rückkehrer bringen wenig bis gar nichts mit und sind stark auf internationale humanitäre Organisationen oder die Unterstützung der Gastgemeinden angewiesen.
Das übergeordnete Ziel des Projekts ist die Bereitstellung humanitärer Hilfe und essenzieller Dienstleistungen für Rückkehrer und Flüchtlinge aus dem Sudan sowie für die südsudanesischen Gastgemeinden im Bundesstaat Northern Bahr el Ghazal. Insgesamt werden rund 2’500 Haushalte (HHs) mit Hilfsgütern versorgt:
- Etwa 70 % der Zielgruppe (1’750 HHs) sind Flüchtlings- bzw. Rückkehrerhaushalte.
- Rund 30 % (750 HHs) gehören zur Gastgemeinde.
Die erste Komponente des Projekts zielt darauf ab, Ernährungs- und Landwirtschaftshilfe bereitzustellen, um Hungersnöte zu verhindern und die Nahrungsmittelversorgung sowie die Vielfalt der Ernährung für die am stärksten gefährdeten Flüchtlinge, Rückkehrer und Mitglieder der Gastgemeinschaften zu verbessern. Die besonders schutzbedürftigen Flüchtlinge und Rückkehrer erhalten Nahrungsmittelhilfe, darunter Reis, Speiseöl, Sonnenblumenmehl, Okra und Erdnüsse. Zudem werden 330 gefährdete landwirtschaftliche Haushalte aus den Gastgemeinschaften mit landwirtschaftlichen Werkzeugen und Saatgut ausgestattet. Flüchtlings- und Rückkehrerfamilien, die sich in den Gastgemeinschaften niedergelassen haben und über Ackerland verfügen, werden ebenfalls berücksichtigt. Etwa 10 % aller Bauern (rund 30) werden als Multiplikatoren ausgebildet, die ihr Wissen über Küchengärten an andere Bauern weitergeben.
Die zweite Komponente sieht die Bereitstellung von Nicht-Nahrungsmittelhilfen für 500 Flüchtlings- und Rückkehrerhaushalte vor, darunter Plastikplanen, Eimer, Seife, Moskitonetze, weitere Plastikplanen (Planenstoff) sowie leichte Decken. Zusätzlich werden Kochutensilien wie Töpfe und Becher verteilt.
Die dritte Komponente umfasst Maßnahmen zur Stärkung der Fallmanagement-Mechanismen durch die Titi Foundation, die Bereitstellung grundlegender psychosozialer Unterstützung (PSS), Sicherheitsprüfungen sowie die Vermittlung von Hilfsangeboten für Frauen und Mädchen, die von geschlechtsspezifischer Gewalt (GBV) betroffen sind.
Weitere Projekte Engagement für eine Welt ohne Armut
Titelbild: Frauen und Kinder in einem Flüchtlingslager im Südsudan nehmen an einem Gemeinschaftstreffen teil. © FairPicture


