Partnerschaft mit dem Internationalen Filmfestival und Forum für Menschenrechte 2022 in Genf

Caritas setzt sich ein für eine selbstbestimmte, menschenwürdige und sichere Migration

Caritas Schweiz unterstützt den bewegenden Film «The Last Shelter» (Die letzte Zuflucht), der von der grossen Versuchung erzählt, seine Heimat zu verlassen, selbst wenn man dabei sein Leben aufs Spiel setzt. Schauplatz des Films sind Gao, im Norden Malis, und das Haus der Migranten, das 2009 von Caritas Mali gegründet wurde. Er wurde im März am Internationalen Filmfestival und Forum für Menschenrechte (FIFDH) in Genf gezeigt. Im Anschluss daran fand eine Podiumsdiskussion zum Thema sexuelle Gewalt gegen Migrierende und die Berücksichtigung dieser Problematik im Schweizer Asylrecht statt. Caritas übernahm die Einführung.

 

Am 4. März startete in Genf das 20. Internationale Filmfestival und Forum für Menschenrechte (FIFDH). 2020 begann Caritas Schweiz im Rahmen der Impact-Kampagne für den Film «The Last Shelter» des malischen Regisseurs Ousmane Samassékou eine Zusammenarbeit mit dem Festival. In diesem von grosser Einfühlsamkeit und Menschlichkeit geprägten Film kommen Jugendliche – insbesondere junge Mädchen – aus Westafrika zu Wort, die sich auf das «Abenteuer Migration» eingelassen haben, ohne die damit verbundenen Risiken und Unwägbarkeiten zu kennen. Esther, die Hauptprotagonistin, verlässt am Ende des Films das Haus der Migranten, bereit, die lange Reise durch die Wüste in Richtung Norden auf sich zu nehmen.

Das Haus der Migranten in Gao, Mali

Der Regisseur nimmt einen mit in die sehr persönliche Gedankenwelt dieser jungen Menschen, die auf ihrer gefährlichen Reise im Haus der Migranten in Gao Zuflucht finden. Einige befinden sich nach einem ersten misslungenen Migrationsversuch auf dem Rückweg, sind aber bereit, es unter Einsatz ihres Lebens erneut zu versuchen. Gezeigt wird auch eine ältere Frau, die schon seit mehreren Jahren dort untergebracht ist und mittlerweile nicht mal mehr weiss, wie sie heisst. Sie weiss auch nicht mehr, wohin sie eigentlich gehen wollte oder wohin sie zurückkehren könnte. Der Teenager Esther, fast noch ein Kind, will weiter ziehen, um ein neues Leben zu beginnen – koste es, was es wolle.

 

Das Haus der Migranten wurde 2009 von Caritas Mali eröffnet und wird von verschiedenen Mitgliedern des internationalen Caritas-Netzwerks unterstützt. Caritas Schweiz ist in Mali aktiv. Mit verschiedenen Projekten streben wir an, die Lebensbedingungen von Bauernfamilien zu verbessern, indem man ihnen modernere Anbaumethoden vermittelt und ihnen hilft, ihre Erzeugnisse auf den Märkten zu verkaufen. Auch die Folgen des Klimawandels zwingen immer mehr Menschen zur Migration. Durch Migration lässt sich zwar mitunter der Armut entfliehen, doch alle Probleme lassen sich dadurch nicht lösen. Es gilt daher dafür zu sorgen, dass sich die lokale Bevölkerung an die veränderten Gegebenheiten anpassen kann und Aussicht auf bessere Lebensbedingungen hat.

 

Schutz der Migrantinnen und Migranten im Sahel

Caritas Schweiz engagiert sich zudem in einem Nothilfeprojekt (PROMISA) für Schutz und Hilfe für Migrierende auf den Sahelrouten. Ziel des Projekts ist die Sicherung ihrer Grundbedürfnisse und die Stärkung ihrer Rechte, indem man die lokal etablierten Akteure, die sich um die Migrierenden kümmern, direkt unterstützt. Aber auch in der Schweiz setzt sich Caritas Schweiz in vielfältiger Form für Asylsuchende und Geflüchteten ein.

Im März übernahm die Caritas im Anschluss an die Vorführung des Films «The Last Shelter» im Rahmen des FIFDH die Einführun in einer Podiumsdiskussion zum Thema sexuelle Gewalt gegen Migrierende und die Berücksichtigung dieser Problematik im Asylrecht in der Schweiz und in Europa. Zusammen mit Ärzte ohne Grenzen war die Caritas Partnerin des FIFDH für dieses Thema.

 
 
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