Angespannte Lage in der Region Tigray in Äthiopien

Caritas-Projektaktivitäten vorübergehend pausiert

Ende September ist es in der Region Tigray im Norden Äthiopiens zu neuen bewaffneten Auseinandersetzungen gekommen. Die Lage bleibt angespannt. Caritas Schweiz überprüft die Sicherheitslage laufend und hat die Projektaktivitäten im betroffenen Gebiet vorübergehend pausiert.

In den vergangenen Tagen haben sich die Kontrollverhältnisse in Tigray verändert. Während sich die Situation in und um Mekelle zuletzt stabilisiert hat, bestehen in anderen Teilen Tigrays weiterhin erhebliche Unsicherheiten. Besonders betroffen ist auch die Gegend um Adigrat, wo die Sicherheitslage angespannt bleibt.

«Aufgrund der Entwicklung und der Nähe bewaffneter Akteure zu Projektstandorten hat Caritas Schweiz entschieden, die Projektaktivitäten in diesem Gebiet vorübergehend vollständig auszusetzen. Die Sicherheit unserer Mitarbeitenden und der Projektteilnehmenden hat oberste Priorität.»Jens SteuernagelLänderdirektor Äthiopien bei Caritas Schweiz

Wir stehen in engem Kontakt mit unseren Teams vor Ort sowie mit den Projektteilnehmenden. Nach aktuellem Kenntnisstand sind alle Mitarbeitenden und Teilnehmenden in Sicherheit. Die Sicherheitslage wird fortlaufend beurteilt. Sobald die Bedingungen es zulassen, streben wir die Wiederaufnahme der Projektaktivitäten an.

Unsere Arbeit in Tigray

In Tigray unterstützt Caritas Menschen, die besonders stark von den Folgen des langjährigen Konflikts betroffen sind. Wir verbessern den Zugang zu Nahrung, Gesundheitsversorgung sowie Wasser-, Sanitär- und Hygienedienstleistungen, insbesondere für Menschen, die innerhalb des Landes vertrieben wurden.

Gleichzeitig fördern wir Einkommensmöglichkeiten, damit Familien ihren Lebensunterhalt wieder selbständig bestreiten können. Ein besonderer Fokus liegt auf der Unterstützung von alleinerziehenden Müttern beim Aufbau kleiner Unternehmen. 

Titelbild: © Sabine Schild