

Nachhaltige Armutsbekämpfung bewahrt Kinder vor einem Leben auf der Strassebeendet
Projekt im Detail
Die Folgen jahrzehntelanger Bürgerkriege zeichnen die Gesellschaft in Uganda sowie die soziale und wirtschaftliche Infrastruktur, insbesondere im Norden des ostafrikanischen Landes. Infolge von Gewalt und Entbehrung leidet die Bevölkerung an der Zerrüttung der herkömmlichen Gesellschafts- und Familienstrukturen und Einbußen ihres traditionellen Wissens. West Nile gehört zu den Regionen mit den höchsten Armutsraten und beherbergt die meisten der insgesamt rund 1,4 Millionen Geflüchteten, die, mehrheitlich aus dem Südsudan stammend, heute in Uganda Schutz finden.
Viele der Leidtragenden sind Kinder. Ihr Leben ist geprägt von Not, Entbehrung und Gewalt. Sie entstammen Familien, die versuchen, sich mittels Subsistenzwirtschaft eine spärliche Existenz zu sichern. Inzwischen ist die Produktivität der Böden jedoch unzureichend; die natürlichen Ressourcen sind massiv übernutzt infolge der rasant wachsenden Bevölkerung. Alternative Arbeitsgelegenheiten sind rar und die Kapazitäten der lokalen Regierung zur sozialen und wirtschaftlichen Unterstützung der Bevölkerung begrenzt. Häusliche Gewalt ist weitverbreitet und trifft Kinder insbesondere. Armut, Ernährungsunsicherheit, Gewalt in der Familie, sozialer Ausschluss und Migration sind Hauptgründe dafür, warum Kinder auf der Strasse Zuflucht suchen, um dort zu leben oder zu arbeiten
Ziel des vorliegenden Kinderprojekts ist es, 450 einheimische und geflüchtete Familien, die besonders stark von Armut betroffen sind, durch gezielte Entwicklungsmassnahmen nachhaltig aus der Armut zu führen und lokale Strukturen zum Schutz von Kindern zu stärken, um so rund 900 Kinder und 1'350 Jugendliche davor zu bewahren, auf der Strasse zu leben oder zu arbeiten. In Zusammenarbeit mit lokalen Konsultationsmechanismen leistet das Projekt einen Beitrag zur Verbesserung der sozialen Sicherheit, dem Abbau häuslicher Spannungen und der Aufklärung über Schutz und Rechte von Kindern. Darüber hinaus trägt das Projekt dazu bei, die Grundbedürfnisse von Kindern zu decken durch die Unterstützung von Familien im Aufbau von Einkommensmöglichkeiten, Zugang zu Mikrokrediten und Weiterbildungen. Zusätzlich werden ca. 2'200 Kinder direkt unterstützt, damit sie ihre Grundbedürfnisse decken können und weiter zur Schule gehen können. Aktivitäten werden konsequent umweltgerecht konzipiert und umgesetzt. Darüber hinaus tragen gezielte Massnahmen zur nachhaltigen Rehabilitierung kritischer natürlicher Ressourcen den starken ökologischen Abhängigkeiten der Zielbevölkerung Rechnung, um ihre Lebensgrundlagen langfristig zu sichern.
Durch einen ganzheitlichen Ansatz schützt das Projekt Kinder präventiv davor, auf der Strasse zu leben oder zu arbeiten, indem Familien in ihrem Bewusstsein zu Kinderrechten sowie gesellschaftliche Strukturen zum Schutz von Kindern gestärkt werden. Durch gezielte Massnahmen zum Aufbau nachhaltiger Einkommensmöglichkeiten werden Familien mit gefährdeten Kindern langfristig aus der Armut geführt und natürliche Ressourcen zur Sicherung von Lebensgrundlagen geschützt
In Anlehnung an das IZA-Programm 2021-2024 der Caritas Schweiz, bewegt sich das Projekt in den Arbeitsfeldern Einkommen und Migration. Es operationalisiert Methoden aus den Bereichen Kinderschutz (Child Protection), dem Stufenansatz (Graduation Approach), und Umweltsensibilität sowie der Rehabilitierung natürlicher Ressourcen. Das Projekt wird in einem Konsortium der Caritas Schweiz zusammen mit AFARD und IUCN realisiert.
Fakten und Zahlen
Migration, Einkommen
1'092'885 Schweizer Franken
Yumbe-Distrikt, West Nile, Uganda
3'150 Personen aus einheimischen und geflüchteten Familien, darunter 900 Kinder und 1'350 Jugendliche
Weitere Projekte Engagement für eine Welt ohne Armut
Dieses Projekt wird finanziert durch:
- DEZA
- Agency for Accelerated Development in West Nile AFARD
- International Union for Conservation of Nature IUCN


