

In einer Krise muss es schnell gehen – das weiss Kalaya nur zu gut
Weite Teile Myanmars sind von einem Erdbeben zerstört worden. Auch Kalayas Familie verlor ihr Haus. Caritas Schweiz konnte dank ihrem lokalen Netzwerk umgehend Nothilfe leisten.
Es war reiner Zufall. Als am 28. März 2025 die Erde bebte, sass Kalaya neben ihrer sieben Monate alten Tochter, die ihren Mittagsschlaf machte. Zum Glück. Denn das Beben der Stärke 7,7 traf ihr Haus in Mandalay mit voller Wucht. Ein umfallender Schrank verfehlte das Baby knapp, versperrte aber die Tür.

Wir mussten durch das Fenster klettern, doch alleine schaffte ich das nicht. 400 Häuser brannten nieder. Wir konnten keinerlei Sachen mitnehmen. Wir rannten um unser Leben.Kalaya aus Mandalay
Caritas: Innert 72 Stunden einsatzfähig
Beim Erdbeben starben 5'400 Menschen, Tausende wurden verletzt. Viele verloren ihr ganzes Hab und Gut.
Bei solchen Katastrophen ist Schnelligkeit zentral. Ziel von Caritas Schweiz ist es, innert 72 Stunden vor Ort einsatzfähig zu sein. Das gelingt dank internationaler Vernetzung: Im Falle des Erdbebens arbeitete Caritas Schweiz unter anderem mit Caritas Myanmar zusammen. Die lokalen Mitarbeitenden verteilten sofort Hilfsgüter – mitfinanziert von Caritas Schweiz. Auch Kalaya, ihr Baby und ihr Mann wurden versorgt. «Wir standen vor dem Nichts. Die Hilfe der Caritas gab uns Hoffnung.»


Um den Wiederaufbau zu unterstützen, bildete Caritas Schweiz Bauarbeiter weiter. Diese fanden dadurch wieder zu einem Einkommen. Und Familien ohne Obdach konnten in ihr Zuhause zurückkehren.

In Myanmar tobt seit Jahren ein Bürgerkrieg. Das Erdbeben verschärfte die humanitäre und wirtschaftliche Krise zusätzlich. Der Wiederaufbau kommt nur schleppend voran. Noch immer leben Tausende Familien in notdürftigen Unterkünften – sie sind dringend auf Unterstützung angewiesen.Sarah BussLeiterin Katastrophenhilfe bei Caritas Schweiz
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Titelbild: Kalaya avec sa fille après le tremblement de terre au Myanmar. © CRS