

Iran-Konflikt: Gewalt im Nahen Osten eskaliert
Ihre Spende für die betroffenen Menschen im Libanon und in der Region
Seit dem 28. Februar eskaliert die Gewalt im Iran. Der Konflikt hat sich innert kurzer Zeit auf weitere Teile des Nahen Ostens ausgeweitet, darunter den Libanon. Caritas Schweiz ist sehr besorgt über die Entwicklungen und beobachtet die Lage aufmerksam. Derzeit führt sie ihre Projekte im Libanon weiter, wo immer möglich.
Die jüngsten militärischen Auseinandersetzungen zwischen den USA, Israel und dem Iran führen zu anhaltendem und massivem Raketenbeschuss in der Region. Nachdem Israel über ein Jahr lang den Waffenstillstand im Libanon immer wieder gebrochen und nun den Iran angegriffen hat, hat die libanesische Hisbollah zurückgeschlagen. Das führt zu einer weiteren Eskalation im Libanon. Vor allem die Zivilbevölkerung leidet unter der Gewalt und befindet sich in grosser Not.

«Die Zivilbevölkerung darf nicht den Preis weiterer Gewalt tragen. Alles muss darangesetzt werden, Menschenleben zu schützen und die Stabilität in der Region zu bewahren.»Wael Darwishdirektor naher osten bei caritas schweiz
Als humanitäre Organisation ruft Caritas Schweiz alle Parteien eindringlich dazu auf, Zurückhaltung zu üben, zur Diplomatie zurückzukehren und umgehend zu deeskalieren. Die Caritas appelliert an einen sofortigen Waffenstillstand, den Schutz der Zivilbevölkerung und die konsequente Wahrung des humanitären Völkerrechts.
Die humanitären Folgen im Libanon
Die Eskalation hat mitunter schwerwiegende humanitäre Folgen für die Bevölkerung im Libanon, die bereits unter enormem Druck steht. Tausende Menschen müssen ihre Häuser erneut überstürzt verlassen. Viele von ihnen waren nach der letzten Eskalation im Jahr 2024 erst in den vergangenen Monaten in ihre Heimat zurückgekehrt. Nun verlieren sie erneut Schutz, Stabilität und Zugang zu grundlegenden Dienstleistungen.
«Wir sind zutiefst beunruhigt über die anhaltenden Entwicklungen und Bombardierungen im gesamten Libanon, insbesondere im Süden, in Beirut und in der Bekaa.»Wael darwish
Projekte werden unter erhöhten Sicherheitsvorkehrungen weitergeführt
Caritas Schweiz ist seit Jahren im Libanon tätig und unterstützt besonders verletzliche Menschen. Derzeit führt sie ihre Projekte landesweit weiter, wo immer es möglich ist. Dabei gelten erhöhte Sicherheitsvorkehrungen.
Die Teams der Caritas und ihrer Partnerorganisationen beobachten die Lage genau. Sie ergreifen alle notwendigen Massnahmen, um die Sicherheit der Mitarbeitenden zu gewährleisten. Gleichzeitig stellen sie sicher, dass besonders verletzliche Menschen weiterhin Zugang zu Unterstützung wie Bargeldhilfe, psychosozialer Beratung und Gesundheitsdiensten erhalten – soweit es die Sicherheitslage zulässt.
Wir stehen zudem mit Caritas-Partnerorganisationen in anderen Ländern der Region in Kontakt, um die humanitären Auswirkungen und mögliche Unterstützung dort zu analysieren.
Unser Nahost-Experte Wael Darwish befindet sich im Libanon und steht für Interviews zur humanitären Lage in der Region bereit. Er kann die aktuelle Situation einordnen, die Auswirkungen auf die Zivilbevölkerung erläutern und über die Arbeit von Caritas Schweiz vor Ort berichten. Bitte kontaktieren Sie bei Interesse die Medienstelle.

Medienstelle Deutschschweiz
Livia Leykauf, Leiterin Abteilung Kommunikation; Niels Jost, Mediensprecher; Daria Jenni, Mediensprecherin (v. r. n. l.)+41 76 233 45 04medien@caritas.ch
Weitere Informationen
Titelbild: Caritas Schweiz unterstützt besonders verletzliche Menschen im Libanon © Adeeb Farhat