




Gewalt im Nahen Osten eskaliert
Ihre Spende für die betroffenen Menschen im Libanon und in der Region
Die humanitäre Lage im Nahen Osten ist äusserst angespannt. Nach der Bombardierung des Iran durch die USA und Israel eskaliert die Gewalt nun auch im Libanon. Caritas Schweiz bereitet humanitäre Soforthilfe für die betroffenen Menschen vor.
Die seit dem 28. Februar andauernden gewaltvollen Auseinandersetzungen zwischen den USA, Israel und dem Iran haben sich innert kürzester Zeit auf den ganzen Nahen Osten ausgeweitet. Auf Angriffe gegen den Iran reagierte die libanesische Hisbollah mit eigenen Bombardierungen, woraufhin Israel ihre anhaltenden Angriffe im Libanon massiv verstärkte. Die Gewaltspirale trifft in erster Linie die Zivilbevölkerung und führt zu grosser Not.

«Tausende Menschen sind auf der Flucht vor den intensiven Bombardierungen. Viele Schutzunterkünfte sind bereits voll, die Menschen müssen in Zelten oder unter freiem Himmel schlafen.»Wael DarwishDirektor Naher Osten bei Caritas Schweiz
Lebensmittel und Notunterkünfte sind dringend nötig
Der humanitäre Bedarf ist riesig. «Am dringendsten benötigt werden aktuell lebenswichtige Güter wie Trinkwasser, Lebensmittel, Hygiene-Sets, notfallmedizinische Gesundheitsdienste und Notunterkünfte», berichtet Darwish. Caritas Schweiz bereitet gemeinsam mit ihren lokalen Partnerorganisationen AMEL Association und Caritas Libanon Nothilfe für die betroffenen Menschen vor. Weitere Massnahmen in der Region werden laufend überprüft.
Bitte unterstützen auch Sie die notleidende Zivilbevölkerung im Libanon und in der Region mit einer Spende. Wir danken Ihnen von Herzen für Ihre Mithilfe. ❤️
Konflikt trifft gebeutelte Zivilbevölkerung im Libanon hart
Der Libanon leidet seit Jahren unter einer sich verschärfenden wirtschaftlichen, politischen und sozialen Krise. Etwa die Hälfte der Menschen lebt in Armut. Viele waren erst in den vergangenen Monaten in ihre Heimat im Südlibanon zurückgekehrt, nachdem sie bei der letzten Eskalation der kriegerischen Auseinandersetzungen im Jahr 2024 vertrieben worden waren. Nun verlieren sie erneut Schutz, Stabilität und Zugang zu grundlegenden Dienstleistungen.
«Wir rechnen aktuell mit 800'000 bis 1 Million Menschen, die in diesen Tagen allein aus den südlichen Gebieten, der Bekaa-Ebene und den Vororten Beiruts fliehen müssen.»Wael Darwish
Als humanitäre Organisation ruft Caritas Schweiz alle Parteien eindringlich dazu auf, Zurückhaltung zu üben, zur Diplomatie zurückzukehren und umgehend zu deeskalieren. Die Caritas appelliert an einen sofortigen Waffenstillstand, den Schutz der Zivilbevölkerung und die konsequente Wahrung des humanitären Völkerrechts. «Die Zivilbevölkerung darf nicht den Preis weiterer Gewalt tragen. Alles muss darangesetzt werden, Menschenleben zu schützen und die Stabilität in der Region zu bewahren», betont Darwish.
Weitere Informationen zur Caritas-Hilfe
Titelbild: Caritas Schweiz unterstützt besonders verletzliche Menschen im Libanon © Adeeb Farhat