Auf dem Bild ist Max mit den Utensilien für die Herstellung der Seife
Auf dem Bild ist Max mit den Utensilien für die Herstellung der Seife

Simple Idee, grosser Erfolg: Wie Max mit Seife durchstartet

Uganda: Caritas-Stern

In Uganda können sich viele Familien die Ausbildung ihrer Kinder nicht leisten. Auch Max Okullu musste seinen Traum, Lehrer zu werden, begraben. Doch davon liess er sich nicht unterkriegen.

Eines fällt in Lira, einer lebendigen Stadt in Uganda, sofort auf: Die vielen kleinen Läden, die dicht an dicht die Strassen säumen.

Max Okullu sucht hier nach einem Lokal. Der 27-Jährige erhofft sich mehr Aufmerksamkeit für seine Flüssigseife, die er an Hotels, Restaurants und Schulen verkauft. Die nötigen Ersparnisse hat er beisammen – etwas, wovon er früher nur träumen konnte.

Viele Hürden für Kleinbetriebe

Max wuchs als zehntes von 14 Kindern im Norden Ugandas auf, einer der ärmsten Regionen der Welt. Sein Traum war es, Lehrer zu werden. Doch für diese Laufbahn reichte das Einkommen seiner Eltern nicht. Max musste die Ausbildung abbrechen.

Um Geld zu verdienen, begann er, Seife herzustellen. Das Handwerk gefiel ihm. Doch Manufakturen haben es in Uganda nicht leicht: Material, Maschinen und Bankkredite sind schwer erhältlich. Zudem fehlt oft das nötige Wissen, um einen Betrieb zu führen.

Auf dem Bild giesst Max zur Herstellung von Seife Flüssigkeit in einen Behälter.

«Ich möchte etwas bewirken»

Hier setzt Caritas Schweiz an. Gemeinsam mit lokalen Partnerorganisationen bietet sie eine Anschubfinanzierung, Schulungen und enge Beratung. Für Max eine wichtige Starthilfe. Er konnte sich grosse Fässer leisten, um Seife zu mischen, kaufte ein Transportvelo und erhöhte die Produktion. «Lange konnte ich nur dann produzieren, wenn ich einen Auftrag hatte», sagt er. «Heute verfüge ich über Vorräte und kann jederzeit Seife verkaufen, wenn sie nachgefragt wird.»

Das Geschäft läuft. Mittlerweile hat Max zwei Angestellte, weitere sollen folgen. Das freut ihn besonders: «Ich möchte in Lira etwas bewirken. Wenn durch meine Seife jemand Arbeit findet, macht mich das glücklich.»

Auf dem Bild ist David Mwa, ein Projektmitarbeiter von Caritas Schweiz, zu sehen.
Das Projekt ‹EmpowerYOU› hat dazu beigetragen, dass junge Menschen in den Städten Lira und Gulu ein stabiles Einkommen erzielen. Sie arbeiten mit einem strukturierten Geschäftsplan und verfügen über eine offizielle Bewilligung. Viele ihrer Kleinunternehmen entwickeln sich erfolgreich. Ich bin stolz, Teil dieses Projekts zu sein.David MwaProjektkoordinator bei Caritas Schweiz

Weitere Informationen über Uganda

Titelbild: Max se lance dans la fabrication de savon. © Arube Emmanuel