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Syrien, Jordanien, Libanon

Hilfe für die Opfer der Syrienkrise

Nach über acht Jahren Konflikt in Syrien ist nicht nur die Zerstörung immens, auch die Wirtschaft ist am Boden. Die Lebensbedingungen der Zivilbevölkerung bleiben unvorstellbar schwierig. Mehr als 11 Millionen Menschen sind auf der Flucht, etwa die Hälfte davon Kinder. Caritas Schweiz leistet seit 2012 Nothilfe und langfristige Unterstützung in Syrien selbst, aber auch in den Nachbarländern Jordanien und Libanon.

 

«Aïcha ist immer noch sehr ängstlich und verschüchtert», erzählt ihre Lehrerin. Das elfjährige Mädchen hat Schreckliches erlebt: Als ihr Haus bombardiert wurde, kam ihre Mutter ums Leben. Die Familie floh aus Nordsyrien nach Damaskus. Dort wohnen sie in einem halbfertigen Haus, wo es an allem fehlt. Mit Mühe überlebt die Familie. Der bereits seit März 2011 herrschende Bürgerkrieg in Syrien hat zur grössten humanitären Katastrophe in der Geschichte geführt: Laut den Vereinten Nationen (UNOCHA) sind 6,2 Millionen Syrerinnen und Syrer wie Aïcha und ihre Familie im eigenen Land auf der Flucht. In Syrien sind insgesamt 11,7 Millionen Menschen auf humanitäre Hilfe angewiesen. Mindestens 5,6 Millionen weitere Personen suchten Schutz in den Nachbarländern, was in den Gastländern den gesellschaftlichen Zusammenhalt wie auch die öffentlichen Dienstleistungen immens belastet. 

Mehrfache Vertreibung, zerstörte Existenzgrundlagen, fehlender Zugang zu Dienstleistungen und Gütern des täglichen Bedarfs haben zu äusserst schwierigen Lebensumständen geführt. Unsicherheit und fehlende langfristige Perspektiven bringen die Menschen nach über acht Jahren Konflikt, stets zwischen Hoffen und Bangen, an den Rand der Erschöpfung. Derweil sind die Bedingungen für eine koordinierte Rückkehr der Geflüchteten weiterhin nicht gegeben.

 

Die Hilfe der Caritas

Caritas Schweiz leistet mit ihren Partnerorganisationen seit April 2012 Not- und Überlebenshilfe in Syrien und den Nachbarländern, um die dringendsten Bedarfe der Menschen abzudecken. Sie hat zudem ihr Engagement im Bereich Bildung und Einkommenssicherung stetig ausgebaut. Die Hälfte der Geflüchteten sind Kinder. Sie haben oft keinen Zugang zu einer qualitativ guten Schulbildung. Je länger die Menschen nicht in ihre Heimat zurückkehren können, desto wichtiger wird es, dass sie sich an ihrem vorübergehenden Aufenthaltsort Einkommensmöglichkeiten aufbauen können, um nicht langfristig von Nothilfe abhängig zu werden.

 
 

Syrien

Nothilfe für bedürftige Familien und Bildung für Kinder

Die Menschen in Syrien kämpfen ums Überleben. Caritas Schweiz leistet seit Beginn der Krise in Syrien Nothilfe zur Deckung der Grundbedürfnisse. Sie unterstützt aktuell Menschen in Homs, der drittgrössten Stadt Syriens, mit Gutscheinen für Nahrungsmittel und Hygieneartikel; sie leistet aber auch Hilfe bei den Mieten und bei der medizinischen Grundversorgung und verbessert den lokalen Marktzugang von 60 Kleinstbetrieben.

Schulab- und -unterbrüche nahmen mit dem Krieg massiv zu. Deshalb bietet die Caritas in drei Sozialzentren in Damaskus, Aleppo und Tartus Kindern sichere, auf ihre Bedürfnisse ausgerichtete Lernmöglichkeiten, und sie bildet Lehrpersonen vor allem im Umgang mit traumatisierten Kindern weiter.

 

Jordanien

Nothilfe und Einkommensförderung gegen Verarmung

670'000 registrierte und ungefähr noch einmal so viele nicht registrierte syrische Flüchtlinge leben in Jordanien. Sie verarmen und werden immer verwundbarer. Caritas Schweiz leistet in vier Provinzen seit 2012 Hilfe zur Deckung der Grundbedürfnisse, Winterhilfe, Soforthilfe bei Härtefällen und verbessert Unterkünfte sowie Hygienebedingungen.

Seit 2016 bietet die Caritas für bedürftige Syrer und Jordanier Arbeitsplätze in der Abfallentsorgung und hilft gleichzeitig, ein nachhaltiges Abfallmanagementsystem aufzubauen. Mit einem 2018 gestarteten Pilotprojekt unterstützt sie Frauen dabei, ihr Einkommen durch Milchverarbeitung zu verbessern.

 

Libanon

Schulbildung, Einkommensförderung und Nothilfe durch Geldzahlungen

Kein Land der Welt hat pro Kopf mehr Flüchtlinge als der Libanon. Das Schulsystem ist überfordert. Die Hälfte der Flüchtlings­kinder geht nicht zur Schule oder bricht sie ab. Caritas unterstützt Förder­unterricht für syrische und benachteiligte libanesische Kinder. Sie bildet Lehrpersonen aus und entwickelt Tools und Anleitungen für die Lehrerbildung.

Über einen Drittel aller Geflüchteten beherbergt die fruchtbare Bekaa-Ebene. Eine Nacherntevertriebsanlage für Kartoffeln hilft syrischen und libanesischen Bauern, mehr zu erwirtschaften und schafft Stellen für wenig Qualifizierte. Caritas bildet ausserdem Landwirte weiter.

Besonders gefährdete Haushalte in Notsituationen unterstützt Caritas Schweiz mit Geldzahlungen.

 

Ausgewählte Projekte

 

Seit 2012 hat Caritas Schweiz Hilfe für die Opfer des Syrienkriegs im Umfang von insgesamt rund 40 Millionen Franken geleistet. Bisher kam die Hilfe 566'000 Menschen zugute. Die Glückskette unterstützt die Projekte der Caritas.

 

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