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Syrien, Jordanien, Libanon

Hilfe für die Opfer der Syrienkrise

Nach sieben Jahren Bürgerkrieg ist die Zerstörung in Syrien grösser denn je. Mehr als 11 Millionen Menschen sind auf der Flucht, etwa die Hälfte davon Kinder. Caritas Schweiz leistet seit 2012 Nothilfe und langfristige Unterstützung im Umfang von mehr als 36 Millionen Franken in Syrien selbst, aber auch in den Nachbarländern Jordanien und Libanon.

 

Amal Mahmoud hat im Krieg ihren Mann und ihr Haus verloren. Nun kämpft sie allein in den Trümmern von Aleppo ums Überleben ihrer Familie. «Doch meine Kräfte schwinden», sagt sie. Bereits seit März 2011 herrscht in Syrien ein Bürgerkrieg, für den noch immer keine politische Lösung in Sicht ist. Der Krieg hat zur grössten humanitären Katastrophe in der Geschichte geführt: Laut dem Büro der Vereinten Nationen zur Koordinierung der humanitären Hilfe UNOCHA sind 6,1 Millionen Syrerinnen und Syrer im eigenen Land auf der Flucht. In Syrien sind insgesamt 13,1 Millionen Menschen auf humanitäre Hilfe angewiesen. Weitere 5,5 Millionen suchten Schutz in den Nachbarländern. Anhaltende Gewalt, mehrfache Vertreibung, zerstörte Existenzgrundlagen sowie mangelnder Zugang zu Dienstleistungen und Gütern des täglichen Bedarfs treiben die Menschen an den Rand der Erschöpfung.

Wegen massiver Unterfinanzierung für die notwendige Hilfe müssen die Vereinten Nationen wie auch die Nachbarländer ihre Unterstützung für die Flüchtenden immer wieder einschränken. Die Nachbarländer können die hohe Anzahl von Flüchtlingen nicht bewältigen und schlossen bereits vor Jahren ihre Grenzen, so dass nun zusätzlich tausende Menschen in unzugänglichem Niemandsland feststecken oder illegal die Grenzen überqueren und deshalb kaum Unterstützung erhalten.

 

Die Hilfe der Caritas

Caritas Schweiz leistet mit ihren Partnerorganisationen seit April 2012 Not- und Überlebenshilfe in Syrien und den Nachbarländern, um die dringendsten Bedarfe der Menschen abzudecken. Sie hat zudem ihr Engagement im Bereich Bildung und Einkommenssicherung stetig ausgebaut. Die Hälfte der Geflüchteten sind Kinder. Sie haben oft keinen Zugang zu einer qualitativ guten Schulbildung. Je länger die Menschen nicht in ihre Heimat zurückkehren können, desto wichtiger wird es, dass sie sich an ihrem vorübergehenden Aufenthaltsort Einkommensmöglichkeiten aufbauen können, um nicht langfristig von Nothilfe abhängig zu werden.

 
 

Syrien

Nothilfe für bedürftige Familien

Die Menschen in Syrien kämpfen ums Überleben. Mit dem anhaltenden Konflikt und Vertreibungen innerhalb Syriens bleiben dringende humanitäre Bedürfnisse bestehen und vergrössern sich sogar. Immer noch werden jeden Tag mehr Menschen neu oder erneut von ihren Wohnorten vertrieben als Menschen an ihren Wohnort zurückkehren. Caritas Schweiz leistet seit Beginn der Krise in Syrien vor allem Nothilfe zur Deckung der Grundbedürfnisse, damit das Überleben gesichert werden kann. Sie unterstützt aktuell Menschen in Homs und Aleppo mit Essen und Alltagsartikeln; sie leistet aber auch Hilfe bei den Mieten, bei der medizinischen Grundversorgung und dem Schulbesuch.

 

Jordanien

Mit Nothilfe und Einkommensförderung gegen Verarmung

650'000 registrierte und ungefähr noch einmal so viele nicht registrierte syrische Flüchtlinge halten sich in Jordanien auf. Sie verarmen zusehends und werden immer verwundbarer. Caritas Schweiz leistet in vier Provinzen in Jordanien seit 2012 Hilfe zur Deckung der Grundbedürfnisse, Winterhilfe, Soforthilfe bei Härtefällen und verbessert die Unterkünfte sowie die Hygienebedingungen. Je länger die Situation andauert, desto wichtiger wird es, dass die Flüchtlinge und lokale Bevölkerung nachhaltig gestärkt werden. Seit 2016 stellt die Caritas für bedürftige syrische Geflüchtete und Jordanierinnen und Jordanier Arbeitsplätze in der Abfallentsorgung bereit und hilft gleichzeitig, ein nachhaltiges Abfallmanagementsystem aufzubauen.

 

Libanon

Zugang zur Schulbildung für Flüchtlingskinder

Kein Land der Welt hat pro Kopf mehr Flüchtlinge als der Libanon. Ein Drittel der Bevölkerung, also rund 1,5 Millionen Menschen, stammt aus Syrien. Die Hälfte der Flüchtlingskinder geht nicht zur Schule oder bricht sie ab. Das Schulwesen ist mit der schieren Anzahl syrischer Kinder überfordert und die Lehrpersonen sind nicht adäquat ausgebildet. Caritas Schweiz unterstützt deshalb Förderunterricht, damit syrische Flüchtlingskinder und benachteiligte libanesische Kinder den Anschluss an die reguläre Schue nicht verpassen. Die Lehrpersonen werden ausgebildet für den Unterricht der zum Teil traumatisierten und benachteiligten Kinder. Die Entwicklung von Tools und Anleitungen für die Lehreraus- und Weiterbildung stärkt das Schulsystem langfristig.  

 
 

Caritas Schweiz leistet Hilfe für die Opfer des Syrienkriegs im Umfang von insgesamt über 36 Millionen Franken. Bisher kam die Hilfe 500'000 Menschen zugute. Die Glückskette unterstützt die Projekte der Caritas.

 
 

Mehr erfahren über die Betroffenen und die Caritas-Hilfe

 

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