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Syrien, Jordanien, Libanon

Hilfe für die Opfer der Syrienkrise

Nach sechs Jahren Bürgerkrieg sind mehr als 11 Millionen Menschen aus Syrien auf der Flucht. Etwa die Hälfte davon sind Kinder. Caritas Schweiz leistet seit 2012 Nothilfe und langfristige Unterstützung im Umfang von rund 35 Millionen Franken in Syrien selbst, aber auch in den Nachbarländern Jordanien und Libanon.

 
 

«Wie lange noch?» – das fragt sich Ali Al-Ahmad, der aus der Nähe von Aleppo mit seiner Familie nach Damaskus fliehen musste, jeden Tag. Seit März 2011 herrscht in Syrien ein Bürgerkrieg, für den noch immer keine politische Lösung in Sicht ist. Der Krieg hat zur grössten humanitären Katastrophe in der Geschichte geführt: Laut dem Büro der Vereinten Nationen zur Koordinierung der humanitären Hilfe UNOCHA sind 6,3 Millionen Menschen innerhalb Syriens auf der Flucht, über 5,2 Millionen suchten Schutz in den Nachbarländern. Wer in seinem Heimatort bleiben konnte, lebt häufig unter prekärsten Bedingungen. Insgesamt sind zwei Drittel der syrischen Bevölkerung - rund 13,5 Millionen Menschen - auf humanitäre Hilfe angewiesen.

Wegen massiver Unterfinanzierung für die notwendige Hilfe müssen die Vereinten Nationen wie auch die Nachbarländer ihre Unterstützung für die Flüchtenden immer wieder einschränken. Die Nachbarländer können die hohe Anzahl von Flüchtlingen nicht bewältigen und schlossen bereits vor Jahren ihre Grenzen, so dass nun zusätzlich tausende Menschen in unzugänglichem Niemandsland feststecken oder illegal die Grenzen überqueren und deshalb kaum Unterstützung erhalten.

 
 

Die Hilfe der Caritas

Caritas Schweiz leistet mit ihren Partnerorganisationen seit April 2012 Not- und Überlebenshilfe in Syrien und den Nachbarländern, um die dringendsten Bedarfe der Menschen abzudecken. Sie hat zudem ihr Engagement im Bereich Bildung und Einkommenssicherung stetig ausgebaut. Die Hälfte der Geflüchteten sind Kinder. Sie haben oft keinen Zugang zu einer qualitativ guten Schulbildung. Je länger die Menschen nicht in ihre Heimat zurückkehren können, desto wichtiger wird es, dass sie sich an ihrem vorübergehenden Aufenthaltsort Einkommensmöglichkeiten aufbauen können, um nicht langfristig von Nothilfe abhängig zu werden.

 
 

Syrien

Nothilfe für intern vertriebene Familien

Die Menschen in Syrien kämpfen ums Überleben. Mit dem anhaltenden Konflikt und Vertreibungen innerhalb Syriens bleiben dringende humanitäre Bedürfnisse bestehen und vergrössern sich sogar. Immer noch werden jeden Tag mehr Menschen neu oder erneut von ihren Wohnorten vertrieben als Menschen an ihren Wohnort zurückkehren. Caritas leistet seit Beginn der Krise in Syrien vor allem Nothilfe zur Deckung der Grundbedürfnisse, damit das Überleben gesichert werden kann. Sie unterstützt Menschen in Homs, Damaskus und Aleppo mit Essen und Alltagsartikeln; sie leistet aber auch Hilfe bei den Mieten, bei der medizinischen Grundversorgung und dem Schulbesuch.

 

Jordanien

Mit Nothilfe und Einkommensförderung gegen Verarmung

650'000 syrische Flüchtlinge halten sich in Jordanien auf. Sie verarmen zusehends und werden immer verwundbarer. Im Rahmen ihres Nothilfeprojekts leistet Caritas Schweiz in vier Provinzen in Jordanien seit 2012 Hilfe zur Deckung der Grundbedürfnisse, Winterhilfe, Soforthilfe für spezifische Härtefälle und verbessert die Hygienebedingungen.
Je länger die Situation andauert, desto wichtiger wird es, dass die Flüchtlinge und lokale Bevölkerung nachhaltige Einkommensmöglichkeiten finden. Seit 2016 stellt die Caritas für 2'500 syrische Flüchtlinge und schutzbedürftige Jordanierinnen und Jordanier Arbeitsplätze in der Abfallentsorgung bereit.

 

Libanon

Zugang zur Schulbildung für Flüchtlingskinder

Kein Land der Welt hat pro Kopf mehr Flüchtlinge als der Libanon. Ein Drittel der Bevölkerung, also rund 1,5 Millionen Menschen, sind aus Syrien. Die Hälfte der Flüchtlingskinder geht nicht zur Schule und das Schulwesen ist mit der schieren Anzahl syrischer Kinder überfordert. Darunter leidet eine ganze Generation. Mit einem Schulprojekt schafft die Caritas ein sicheres und förderndes Lernumfeld für 9100 syrische Flüchtlingskinder und benachteiligte libanesische Kinder. So können die Kinder dem Unterricht folgen und erfolgreich den Schulalltag meistern. Die Lehrerinnen und Lehrer werden ausgebildet für den Unterricht der zum Teil traumatisierten und benachteiligten Kinder. Weiter stärkt das Projekt Schuldirektorinnen und -direktoren im Schulmanagement.

 
 

Caritas Schweiz leistet Hilfe für die Opfer des Syrienkriegs im Umfang von insgesamt rund 35 Millionen Franken. Bisher kam die Hilfe 400'000 Menschen zugute. Die Glückskette unterstützt die Projekte der Caritas.

 

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