Eine Schweiz ohne Armut ist möglich

Wo eine wirksame Armutspolitik ansetzen muss 

 

Die Corona-Krise hat die Armut in der Schweiz sichtbar gemacht und verschärft. Bereits vor Corona waren über 1,3 Millionen Menschen in der Schweiz von Armut betroffen oder lebten nur knapp über der offiziellen Armutsgrenze in schwierigen finanziellen Verhältnissen. Immer mehr Personen können ihren Lebensunterhalt nicht mit Erwerbsarbeit sichern. Sie finden keine Stelle oder arbeiten für Tieflöhne und ohne soziale Absicherung. Besonders gefährdet sind jene, die wenig oder keine anerkannte Bildung haben. Deshalb ist es umso stossender, dass nicht alle Menschen in der Schweiz die gleichen Chancen auf eine gute Bildung und Weiterbildung haben. Auch für viele Eltern von kleinen Kindern ist es schwierig, den Lebensunterhalt der Familie zu sichern. Denn die Vereinbarkeit von Erwerbsarbeit und Familie ist in der Schweiz immer noch ungenügend und familienergänzende Kinderbetreuung viel zu teuer. Schliesslich sind auch die Ausgaben für Krankenkassenprämien und Wohnen in den vergangenen 20 Jahren stark angestiegen und belasten Haushalte mit tiefen Einkommen übermässig.

Diese Situation ist in einem wohlhabenden Land wie der Schweiz unhaltbar. Caritas fordert Bund, Kantone, Gemeinden und die Wirtschaft auf, die Armutsbekämpfung endlich als die grösste sozialpolitische Herausforderung der Gegenwart anzuerkennen und entsprechend zu handeln. Sie hat deshalb auch den «Appell für eine Schweiz ohne Armut» lanciert.

 

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  • Eine Schweiz ohne Armut ist möglich
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    «Im Zentrum einer vorausschauenden Armutspolitik steht die Armutsprävention. Das bedeutet in erster Linie, die strukturellen Ursachen von Armut zu beseitigen.» (Dezember 2021) Download
 
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