Ukraine: Die Hilfe der Caritas Schweiz läuft weiter

Trotz massiver russischer Angriffe

Die massiven Angriffe der russischen Armee erschweren die Hilfsaktionen in der Ukraine. Unter schwierigsten Bedingungen führen die Caritas-Organisationen in der Ukraine ihre Programme fort, um der wachsenden Zahl von Menschen in Not zu helfen.

Die Hilfe in der Ukraine geht auch unter schwierigsten Bedingungen weiter, versichert Tetiana Stawnychy, Präsidentin von Caritas Ukraine. «Wir geben alles, auf die grosse Not der Menschen zu reagieren. Wir müssen unsere Programme ständig den Gegebenheiten anpassen.» 

Durch die forcierten Kriegshandlungen seien Mitarbeitende und Freiwillige immer wieder gezwungen, ihre Arbeit zu unterbrechen, um selbst Schutz zu suchen. Dies hat auch Auswirkungen auf den Transport und die Auslieferung von Hilfsgütern. Zudem sind Kommunikationsnetze und Stromversorgung regelmässig unterbrochen, was die Koordination erschwere. Die Schäden an der zivilen Infrastruktur seien riesig, berichtet Stawnychy. Durch die verstärkten Angriffe seien noch mehr Menschen in der Ukraine auf Hilfe angewiesen, so die Präsidentin der Caritas Ukraine. 

Caritas Schweiz unterstützt die Programme in der Ukraine seit Kriegsausbruch im Februar 2022. Im ganzen Land werden in 70 Zentren zum Beispiel Notschlafstellen, Essensausgaben, psychologische Beratung und Kinderbetreuung angeboten. Auch mobile Hilfe-Teams sind im Einsatz. Bisher haben mehr als 4,5 Millionen vom Krieg betroffene Menschen die verschiedenen Angebote wahrgenommen. Schwerpunktmässig vergibt Caritas Schweiz derzeit neben Lebensmittelpaketen und Hygieneartikeln auch Bargeldbeträge für notwendige Anschaffungen – auch mit Blick auf den bevorstehenden Winter. Dieses Projekt, das von der DEZA und der Glückskette mitfinanziert wird, konnte bereits 42 000 Personen erreichen. Bis Ende des Jahres setzt Caritas Schweiz für die Hilfe in der Ukraine und den umliegenden Ländern gut 12 Millionen Franken an Hilfsgeldern ein.  

Nothilfe in der Ukraine und in den Nachbarländern

Titelbild: Schwerpunktmässig vergibt Caritas Schweiz derzeit Bargeldbeträge für notwendige Anschaffungen – auch mit Blick auf den bevorstehenden Winter. © Andrey Potochevsky