

Fragen und Antworten zum Bergsturz in Blatten
Die Caritas steht den Betroffenen des Bergsturzes in Blatten zur Seite. Hier beantworten wir die meistgestellten Fragen zur Naturkatastrophe und unserer Hilfe für die Menschen im Lötschental.
Die Caritas-Hilfe für die Betroffenen des Bergsturzes wird in drei Phasen geleistet.
- In der ersten Phase stellte die Caritas den Menschen im Lötschental in Koordination mit der Gemeinde eine finanzielle Soforthilfe zur Verfügung für die Anschaffung von Gütern des täglichen Gebrauchs. Betroffene erhielten einen Pauschalbetrag pro Person, über den sie frei verfügen können. So können sie die Dinge besorgen, die sie am dringendsten benötigen.
- In einer zweiten Phase können die betroffenen Personen Überbrückungshilfe beantragen für Mehrkosten, die sich zum Beispiel aus vorübergehenden Unterkünften ergeben.
- In einer dritten Phase steht die Caritas den Menschen im Lötschental bei der Bewältigung von Restkosten, die mittel- bis langfristig anfallen und von Versicherungen nicht gedeckt werden, zur Seite.
Das besondere Augenmerk der Hilfeleistungen liegt in allen drei Phasen auf Personen in Härtefallsituationen.
Die Unterstützung der Betroffenen leistet Caritas Schweiz in Kooperation mit dem Schweizerischen Roten Kreuz (SRK) und der Glückskette. Die Organisationen verfügen über eine langjährige Erfahrung in der Bewältigung von Naturereignissen und Krisen im Inland. Dabei tauschen sie sich eng mit den Behörden und weiteren Hilfswerken aus.
Spenden, die über den aktuellen Aufruf gesammelt werden, setzt die Caritas für die Betroffenen des Bergsturzes in Blatten ein. Für alle oben genannten drei Hilfe-Phasen plant die Caritas einen Teil der Spenden ein.
Sollten nach Abschluss der drei Phasen nicht alle Spenden, die mit dem aktuellen Aufruf gesammelt werden, für Blatten eingesetzt werden können, fliessen die restlichen Mittel in einen zweckgebundenen Fonds für zukünftige Naturkatastrophen in der Schweiz.
So können wir in Zukunft beispielsweise auch Betroffenen von Ereignissen mit weniger öffentlicher Aufmerksamkeit rasch zur Seite stehen.
Der administrative Aufwand bei Caritas Schweiz liegt im Durchschnitt bei 9 Prozent. Dieser umfasst die Kosten für Personalwesen, Buchhaltung, Informatik, Infrastruktur, Mittelbeschaffung und Werbung. 91 Prozent der Mittel fliessen demnach in die Projekte.
Die Ausgaben für den administrativen Aufwand sind für die Caritas und andere vergleichbare Organisationen unabdingbar, um Hilfsprojekte professionell, effizient und nachhaltig durchzuführen.
Die Behörden haben explizit darum geben, keine Sachspenden zu sammeln oder zu schicken. Sachspenden bedeuten einen grossen Aufwand bei der Anlieferung, Lagerung, Verteilung und bezüglich des Umgangs mit Restposten. In der Krisenbewältigung ist die Koordination von Sachspenden weder für die lokalen Behörden noch für die Caritas oder das SRK leistbar.
Es gibt viele Anfragen von Menschen, die gerne etwas tun würden. Die Solidarität und der Wunsch, zu helfen, wird sehr geschätzt. Angesichts der anhaltenden Gefahrenlage ist es jedoch nicht möglich, vor Ort mitzuhelfen. Wenn die Behörden in Zukunft Freiwillige brauchen, würden sie den Aufruf sicher öffentlich teilen.
Die Lötschental Marketing AG koordiniert die zur Verfügung gestellten Ferienwohnungen, um den Betroffenen zu helfen. Personen mit einer entsprechenden Wohnung können sich direkt an die Lötschental Marketing AG wenden.
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Titelbild: Das Ausmass der Zerstörung ist enorm. Blatten wurde verschüttet und stand zeitweise unter Wasser. © KEYSTONE/Jean-Christophe Bott