I danni causati dal sisma del 28 marzo 2025 sono devastanti in particolare nella regione intorno a Mandaly.
I danni causati dal sisma del 28 marzo 2025 sono devastanti in particolare nella regione intorno a Mandaly.

Erschüttert vom Bürgerkrieg und einem verheerenden Erdbeben

Myanmar

Myanmar leidet seit Jahrzehnten unter einem brutalen Bürgerkrieg. Er bringt Tod und Vertreibung mit sich. Am 28. März 2025 hat auch noch ein starkes Erdbeben das Land erschüttert. Caritas Schweiz leistet Nothilfe in den am schlimmsten betroffenen Regionen.

Naturkatastrophen sind verstörend. In wenigen Sekunden stürzt zusammen, was als sicher geglaubt war. Gebäude, die gerade noch Familien Schutz gegeben haben, liegen in Trümmern, begraben Menschen und ihr Hab und Gut unter sich. Strassen brechen auf und werden unpassierbar. Strommasten knicken wie Halme. Zurück bleiben Angst und Hilflosigkeit – so auch in Myanmar.

Nur die Erinnerungen bleiben

Schon vor dem Beben vom 28. März 2025 waren viele Menschen in Myanmar auf Hilfe angewiesen. Die Bevölkerung leidet unter einem Jahrzehnte dauernden Bürgerkrieg, der Vertreibung und Armut über das Land bringt. Jetzt haben viele durch die jüngste Naturkatastrophe noch das Wenige verloren, das sie besassen.

«Alles ist kaputt. Ich bin immer noch schockiert.»

Eine von ihnen ist Daw Khins*. Ihr Zuhause ist unbewohnbar. Erschüttert schildert sie: «Alles ist kaputt. Ich bin immer noch schockiert und sehr traurig.» Ihr bleiben nur ihre Erinnerungen. «Die Wohnung war klein, aber bezahlbar», erzählt sie. Ihren Lebensunterhalt verdiente sie mit Gelegenheitsarbeiten. Die Einkünfte aus dem Verkauf von Gemüse und Früchten reichten knapp, um sich über Wasser zu halten. Nun lebt Daw Khins mittellos in einer Notunterkunft in Mandalay.

Wie Zehntausende, ist sie angewiesen auf humanitäre Hilfe, von Trinkwasser über Regenplanen, Küchenutensilien, Kleidung bis hin zu Medikamenten. «Eigentlich versuchen wir, den Menschen in Katastrophenregionen bevorzugt Bargeld zu geben. So können sie selbstbestimmt kaufen, was sie am dringendsten brauchen», erklärt Sarah Buss, Leiterin Katastrophenhilfe bei der Caritas. «Das war aber erst sinnvoll, als Geschäfte und Märkte wieder geöffnet waren. Wir passen die Hilfsleistungen je nach Situation an.»

Bessere sanitäre Bedingungen vor Ort

Caritas Schweiz realisiert ihre Projekte mit mehreren Partnern vor Ort, etwa der Caritas Myanmar. Die lokalen Organisationen kennen die Situation sehr gut. Sie können abschätzen, wo welche Hilfe nötig ist und wie sie unter den schwierigen Gegebenheiten implementiert werden kann. Dabei sind gleichermassen Planungsgeschick und Anpassungsfähigkeit gefragt.

Per colpa della catastrofe, Daw Khins ha perso il suo appartamento e tutti i suoi averi. Ora dipende dagli aiuti umanitari.
Durch die Katastrophe hat Daw Khins ihre Wohnung sowie ihr gesamtes Hab und Gut verloren. Sie ist auf Hilfe angewiesen. © CRS

Das grösste Projekt von Caritas Schweiz wird von der Glückskette mitfinanziert. Neben der Bargeldhilfe werden Trinkwasserkanister und Hygienepakete mit Windeln, Seife sowie Zahnbürsten verteilt. Darüber hinaus bauen die Projektpartner Wassertanks und Latrinen auf, um die sanitären Bedingungen zu verbessern. Zudem schafft die Caritas Schutzräume, in denen Kinder ihre traumatischen Erlebnisse psychologisch betreut aufarbeiten können.

«Die Not in Myanmar ist vielfältig. Mit breitgefächerten Hilfsleistungen können wir bestmöglich auf die Bedürfnisse der Zivilbevölkerung antworten», erläutert Sarah Buss. «Das ist unter den Gegebenheiten eine Herausforderung. Aber unsere Partner leisten grossartige Arbeit.»

*Name geändert

Weitere Informationen

Titelbild: Die Zerstörung nach dem Beben vom 28. März 2025 ist besonders in der Region rund um Mandalay verheerend. © CRS