Die Schweiz darf Kinderarmut nicht tolerieren

Die Schweiz darf Kinderarmut nicht tolerieren

Kinderarmut ist in der reichen Schweiz weit verbreitet. Das ist ein Skandal. 103'000 Kinder leben hierzulande in Armut, doppelt so viele leben in prekären Lebensverhältnissen, nur knapp oberhalb der Armutsgrenze.

Vier Kantone haben die Dringlichkeit des Problems erkannt. Mit Familienergänzungsleistungen gehen sie erfolgreich gegen Kinderarmut vor, wie ein Blick auf die gemachten Erfahrungen zeigt. Dieses erprobte und bewährte Mittel gilt es nun schweizweit einzuführen. Kinder besonders zu schützen und zu fördern ist Verfassungsauftrag. Um allen Kindern die gleichen Rechte zuzustehen, muss der Bund eine zentrale Rolle übernehmen. Es braucht ein Rahmengesetz, welches die Kantone zur Einführung von Familienergänzungsleistungen verpflichtet, und ebenso braucht es eine massgebliche finanzielle Beteiligung des Bundes.

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«Familien erbringen Leistungen, die für
eine Gesellschaft unersetzlich sind.
Es sind Leistungen wie Zuwendung, Pflege
und Generationenlernen. Investitionen
der Eltern in ihre Kinder stellen auch einen
ökonomischen Wert für die Gesellschaft dar.
Demnach muss das Ziel einer wirkungsvollen und nachhaltigen Familienpolitik
sein, Rahmenbedingungen so zu gestalten,
dass Familien diese Leistungen auch
tatsächlich erbringen können.»

Die Schweiz darf Kinderarmut nicht tolerieren

«Familien erbringen Leistungen, die für eine Gesellschaft unersetzlich sind. Es sind Leistungen wie Zuwendung, Pflege und Generationenlernen. Investitionen der Eltern in ihre Kinder stellen auch einen ökonomischen Wert für die Gesellschaft dar. Demnach muss das Ziel einer wirkungsvollen und nachhaltigen Familienpolitik sein, Rahmenbedingungen so zu gestalten, dass Familien diese Leistungen auch tatsächlich erbringen können.»

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Aline Masé

Leiterin Fachstelle Sozialpolitik

+41 41 419 23 37amase@caritas.ch

Titelbild: © Conradin Frei