

Die Caritas setzt humanitäre Hilfe in Venezuela fort
Inmitten der aktuellen politischen Spannungen spitzt sich die humanitäre Lage in Venezuela weiter zu. Caritas Schweiz setzt ihre Projekte mit lokalen Partnern fort, um besonders gefährdete Familien mit Nahrung, Trinkwasser und medizinischer Hilfe zu unterstützen.
Nach den US-Luftangriffen auf Venezuela und der Festnahme von Nicolás Maduro ist die Lage im Land extrem volatil und es herrscht eine grosse Unsicherheit in der Bevölkerung. Unsere Partner berichten zudem, dass die interne Repression spürbar zugenommen hat.
Die lokalen Caritas-Projekte werden trotz der schwierigen Lage weitergeführt. Gemeinsam mit unseren lokalen venezolanischen Partnerorganisationen leisten wir hauptsächlich Ernährungshilfe für Kleinkinder und ihre Familien. Dank einer Vielzahl von Freiwilligen im ganzen Land können Menschen in Not betreut und mit lebensnotwendigen Nahrungsmitteln unterstützt werden.
Laut UNO-Welternährungsprogramm müssen 43 Prozent der venezolanischen Bevölkerung Mahlzeiten ausfallen lassen oder haben keinen Zugang zu einer ausgewogenen, nahrhaften Ernährung.

«5,1 von 30 Millionen Menschen sind auf externe Nahrungsmittelhilfe angewiesen, um zu überleben. Die ohnehin schon starke Inflation hat sich in den vergangenen Tagen nochmals verdoppelt, was die bestehende Armut und Unterernährung weiter verschärft.»Rafael filligerprogrammverantwortlicher Venezuela-krise
Die Entwicklungen verdeutlichen, wie dringend die Unterstützung von armutsbetroffenen Menschen in Venezuela ist. Die Zuspitzung der Lage könnte zudem zu verstärkten Fluchtbewegungen in die Nachbarländer von Venezuela führen. Auch hier leisten wir Unterstützung: In Kolumbien, Brasilien und Peru unterstützen wir Flüchtende in den Bereichen Nahrung, Schutz, Unterkunft, Betreuung und Gesundheit.
In engem Austausch mit unseren langjährigen Partnerorganisationen passen wir die Hilfe laufend an die sich schnell verändernde Situation an. Wir sind entschlossen, dort zu wirken, wo die Not am grössten ist – unabhängig von politischen Umbrüchen.
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Titelbild: Symbolbild der Nahrungsmittelhilfe aus dem selben Projekt, aus dem Jahr 2024 © Reto Albertalli