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Syrien

Warme Mahlzeiten für die Bevölkerung in Aleppo

Im lange Zeit erbittert umkämpften Aleppo ist die humanitäre Lage weiterhin katastrophal. Caritas Schweiz sichertseit zwei Jahren die Notversorgung tausender Menschen in Aleppo. Dort werden unter schwierigen Bedingungen an fünf Tagen in der Woche warme Mahlzeiten zubereitet und an Bedürftige verteilt. 

 

Grossteile von Aleppo, der einstigen Millionenstadt, liegen nach monatelangen zermürbenden Kämpfen in Ruinen. Die humanitäre Situation der Menschen bleibt katastrophal. Es fehlt an allem. Mit kaum vorhandener Infrastruktur müssen Einheimische sowie unzählige Vertriebene versorgt werden. Die Familien stehen täglich vor der schwierigen Aufgabe, ihren Essensbedarf abzudecken. Zwei Drittel der Menschen, die im Gouvernement Aleppo leben, benötigen Nahrungsmittelhilfe.

8000 Mahlzeiten mit Dieselkochern zubereitet
Zusammen mit ihrer Partnerorganisation in Syrien unterstützt Caritas Schweiz seit Februar 2015 die Essensversorgung der Menschen in Aleppo. Zuvor hatte sie ähnliche Aktivitäten bereits in Homs und Damaskus durchgeführt. Eine Grossküche wird betrieben, in der lokale Arbeitskräfte beschäftigt und mit deren Hilfe auch der lokalen Handel unterstützt wird. Diese versorgt pro Tag 8000 Personen mit einer warmen Mahlzeit. Das Team bereitet mit fünf Diesel- und zwei Gaskochern an fünf Tagen pro Woche 3,5 bis fünf Tonnen Essen zu. Die Dieselkocher wurden eigens für diesen Zweck entwickelt, da das Gas teuer geworden ist und Diesel zudem in Aleppo leichter erhältlich ist.

Jeder bekommt die Portion, die seinen Bedürfnissen entspricht
Die Köche bereiten Menüs aus der syrischen Küche zu. Die Speisekarte besteht aus 35 Rezepten verschiedener Gerichte. Jede Person erhält eine Portion, die auf ihre individuellen Bedürfnisse abgestimmt ist. Alter, Geschlecht und Gesundheitszustand entscheiden, ob jemand eine grosse Portion (etwa 1680 Kalorien), eine mittlere Portion (etwa 1300 Kalorien) oder eine kleinere Portion (etwa 1000 Kalorien) erhält. Auch besondere Umstände wie Schwangerschaft oder Stillperioden berücksichtigt das Team beim Bestimmen der Portionen.

Bei den Mahlzeiten werden Grundnahrungsmittel wie Reis, Bulgur, Spaghetti, Fava-Bohnen und Linsen mit den erhältlichen frischen Lebensmitteln aus den lokalen Märkten (Milchprodukte, Gemüse, Fleisch und Gewürze) kombiniert. Wenn die Mahlzeiten fertig sind, füllen sie die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Partnerorganisation in Edelstahlbottiche. Die Bottiche liefern sie an verschiedene Verteilzentren innerhalb der Stadt, wo die Mahlzeiten den Bedürftigen abgegeben werden.

Die Suppenküche ist ein Bestandteil des umfassenden Nothilfeprogramms der Partnerorganisation vor Ort.

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