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Bildungsangebote Dolmetschen und Migration

Begleitend zu den umfangreichen Aktivitäten im Bereich Armutsbekämpfung und Integration bietet Caritas Weiterbildungen und Kurse an. Wir führen Ausbildungskurse durch für Interkulturelle Dolmetscherinnen und Dolmetscher in Zürich und Luzern (Modul 4 «Dolmetschen bei Behörden und Gerichten») sowie für Fachpersonen aus dem Asyl- und Integrationsbereich (Länderveranstaltungen).

 


 

Weiterbildungen für Interkulturelle Dolmetscherinnen und Dolmetscher

 
Modul 4: Dolmetschen bei Behörden und Gerichten: Erfolgreich dolmetschen in behördlichen und gerichtlichen Verfahren

Modul 4: Dolmetschen bei Behörden und Gerichten: Erfolgreich dolmetschen in behördlichen und gerichtlichen Verfahren

Das Modul bietet eine qualifizierte Weiterbildung an für Dolmetschende, die in den Bereichen Justiz (Gerichte), Polizei, Migration und weiteren Behörden tätig sind. Am Ende des Kurses dolmetschen die erfolgreichen Absolventinnen und Absolventen in Kenntnis der Strukturen und Abläufe und im Bewusstsein der eigenen Rolle in behördlichen und gerichtlichen Verfahren. Dieses Modul ist durch INTERPRET, die schweizerischen Interessengemeinschaft für interkulturelles Dolmetschen und Vermitteln, anerkannt. Es ist eines der Wahlmodule, welche für die Zulassung zur Berufsprüfung zum Erwerb des eidgenössischen Fachausweises für interkulturelles Dolmetschen und Vermitteln anerkannt ist.

Kurs Zürich:

  • Kursdaten: 8. September - 8. Dezember 2017
  • Kursorte: Centrum 66, Zürich
  • Zielgruppe: Interkulturelle Dolmetscherinnen und Dolmetscher, welche bei den Dienststellen des Justiz- und Sicherheitsdepartements (z.B. Polizei, Staatsanwaltschaft) sowie den Gerichten angemeldet sind oder das Zertifikat Interpret abgeschlossen haben.
  • Kursbeschreibung

Kurs Luzern:

  • Kursdaten: 1. September - 1. Dezember 2017
  • Kursorte: Caritas Schweiz und Luzerner Polizei, beide Luzern
  • Zielgruppe: Erfahrene interkulturelle Dolmetscherinnen und Dolmetscher, welche bei den Dienststellen des Justiz-und Sicherheitsdepartementes sowie den Gerichten des Kantons Luzern, bei weiteren kantonalen Dienststellen in der Innerschweiz gemeldet sind oder das Zertifikat Interpret abgeschlossen haben.
  • Kursbeschreibung

Weitere Kurse finden ab Februar/März 2018 in Zürich und Luzern statt. Die Ausschreibung erfolgt im September 2017.

 

Seminarangebote der Fachstelle Integration für Fachleute aus dem Asyl- und Flüchtlingsbereich

 

Herkunftsland Eritrea – Länderkunde, Politik und Flucht

Eritrea galt einst als Hoffnung Afrikas. In den 70er und 80er Jahren kämpfte eine breite und selbstbe-wusste Unabhängigkeitsbewegung nicht nur für nationale Selbstbestimmung und Emanzipation von der Besatzung durch Äthiopien, sondern auch für Frieden und Entwicklung, für Bildung und die Gleichstellung der Frauen. In den frühen 1990er Jahren, nach 30 Jahren Krieg, verhieß die Unabhängigkeit des kleinen Landes am Roten Meer ein anderes, ein neues Afrika jenseits der bekannten Stereotype. In der allgemeinen Aufbruchstimmung wurde indes übersehen, dass der eritreische Traum wesentlich in Kriegszeiten entworfen worden und eine gesellschaftliche Demokratisierung nicht vorgesehen war. Als nach dem neuerlichen, verheerenden Grenzkrieg mit Äthiopien 1998-2000 sich Kritik unter Studieren-den und führenden Regierungsmitgliedern breit macht, putscht der ehemalige Befreiungskrieger und jetzige Staatspräsident Isaias Afewerki von oben und etabliert eine Diktatur, die das Land isoliert, seine Bewohner drangsaliert und ihnen die Lebensgrundlagen vor Ort entzieht. Mit der massenhaften Flucht und Auswanderung wird auch die repressive Kultur des Guerilla-Krieges hinausgetragen und in den typischen Transitstationen der Flüchtlinge zu einer prägenden Kultur der Migration und der Informalität geformt. 

Kurse:

  • Kursdaten: 04. 09. 2017 oder 05. 09. 2017
  • Kursort: Centrum 66, Hirschengraben 66, 8001 Zürich
  • Kursbeschreibung / Anmeldung
 

Geschlechterrollen im Islam – Zwischen Theorie und Praxis

Die aktuellen Flüchtlingsströme stellen europäische Länder vor neue Herausforderungen. Fachperso-nen, die im Flüchtlings- und Asylwesen arbeiten, sind mit einer Vielfalt an Glaubensformen, Praktiken und Werten konfrontiert. Die Geflüchteten wiederum stehen sowohl vor der Herausforderung der In-tegration, als auch vor der Verarbeitung der Flucht- und Kriegserlebnisse. Bei der schrittweisen Annä-herung und dem Aufeinandertreffen all dieser kulturellen, ethnischen und konfessionellen Erschei-nungsformen entzünden sich insbesondere bei Fragen der Geschlechterverhältnisse Irritationen und Konflikte. Ausgehend von diesen Irritationen geht diese Weiterbildung der Frage nach den Geschlech-terrollen im Islam nach. Anhand von theoretischen und praktischen Grundlagen sollen sowohl ein kul-tur- und religionssensibles Grundwissen vermittelt, als auch Fallbeispiele und Erfahrungen im Um-gang mit Konflikten ausgetauscht und diskutiert werden.

Kurse:

  • Kursdaten: 15. 09. 2017 (FR) oder 13.11. 2017 (DE)
  • Kursorte: UNIA, Rue de Morat 33, 2502 Bienne, 5ème étage / Centrum 66, Hirschengraben 66, 8001 Zürich
  • Kursbeschreibung / Description de cours / Anmeldung
 

Flüchtlinge aus Syrien – Hintergründe, Probleme, Perspektiven

Als Syrien im Jahre 2011 als vorerst letztes Land in der arabischen Welt von den Auswirkungen des sogenannten „Arabischen Frühlings“ erfasst wurde, war nicht absehbar, dass sich die zunächst lokal begrenzten Demonstrationen in Opposition zum Asad-Regime sich zu einem Bürgerkrieg ausweiten würden, der mittlerweile fast das gesamte Land verwüstet hat. Ein Ende des Leidens ist nicht abseh-bar: im Sommer 2016 gab der UNHCR die Zahl der syrischen Flüchtlinge mit 4,9 Millionen und die Zahl der Binnenvertriebenen mit 6,6 Millionen an. Die Heftigkeit der gewaltsamen Auseinanderset-zungen und die Dimensionen von Flucht und Vertreibung sind kaum mit früheren Dekaden vergleich-bar. Auch die regionale Kontexteinbettung in den Irak-Konflikt und den Kurden-Konflikt trägt dazu bei, dass die Problemlage in Syrien einen spezifischen Charakter aufweist, dessen Folgen für die be-troffenen Menschen kaum noch dem Bild des „typischen“ politisch Verfolgten oder des „typischen“ Bürgerkriegsflüchtlings entsprechen. Die Fluchtmotivationen sind vielfältig, und die Rückkehroptio-nen gering. Diese veränderten Problemlagen stellen auch die Flüchtlings- und Integrationsarbeit in den europäischen Aufnahmeländern vor neue Herausforderungen. Durch einen tieferen Blick in die politi-sche Geschichte und Situation des Landes ebenso wie in den Migrationsprozess selbst will dieser Workshop Hilfestellungen geben, um syrische Flüchtlinge – am Einzelbeispiel konkret diskutiert – besser zu verstehen und im Exilland besser unterstützen zu können.

Kurse:

  • Kursdaten: 30.10. 2017 oder 31.10. 2017
  • Kursort: Centrum 66, Hirschengraben 66, 8001 Zürich
  • Kursbeschreibung / Anmeldung

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