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Schuldenberatung

Eine Überschuldung zieht häufig schwerwiegende Folgen nach sich. Menschen mit finanziellen Schwierigkeiten leiden verstärkt unter gesundheitlichen Problemen, sie kämpfen mit Spannungen in der Familie, verlieren unter Umständen ihren Job und gleiten in die Sozialhilfe ab. Caritas bekämpft Überschuldung mit Prävention, Information und Beratung. 

 

In der Schweiz leben rund 630‘000 Personen (8.1% der Bevölkerung) in einem Haushalt mit mehreren Zahlungsrückständen. Die meisten von ihnen hatten drei und mehr verschiedene Schuldenarten (Kleinkredit, Leasing, Verschuldung bei Verwandten/Bekannten, unbezahlte Kreditkarten­rechnung, etc.) kumuliert. Personen mit wenig Einkommen, Einelternhaushalte, kinderreiche Familien, Erwerbslose und Menschen mit Migrationshintergrund sind gemäss Bundesamt für Statistik (BfS) überdurchschnittlich häufig betroffen.

49 Prozent der Alleinerziehenden und 41 Prozent der Haushalte der niedrigsten Einkommensklasse konnten 2013 keine unerwarteten Ausgaben in der Höhe von 2500 Franken tätigen. Aufgrund ungenügenden Einkommens oder ungeplanter Ereignisse können diese Menschen in eine Überschuldung und damit in ein Leben am Existenzminimum geraten. Caritas Schweiz engagiert sich daher zusammen mit ihren regionalen Partnerorganisationen umfangreich in der Schuldenprävention sowie in der Information und Beratung von Betroffenen:

Prävention

  • «Goldene Regeln im Umgang mit Geld»: Die Anforderungen an einen kompetenten Umgang mit Geld und Schulden sind in unserer stark konsumorientierten Gesellschaft hoch. Dies gilt insbesondere für Jugendliche und junge Erwachsene, weil sie häufig noch wenig Erfahrungen im Umgang mit Geld haben. Die von Caritas entwickelten 10 goldenen Regeln im Umgang mit Geld bieten eine einprägsame erste Orientierung dazu, worauf bei der Verwaltung des eigenen Geldes geachtet werden sollte. Ausgehend von den goldenen Regeln hat Caritas zudem zusammen mit Bildungsfachleuten ein Lehrmittel für die Berufsschulen entwickelt. Dieses, wie auch handliche Leporellos und Plakate, kann auf der Webseite der Caritas-Schuldenberatung bestellt werden.
  • App «Caritas My Money»: Mit dieser kostenlosen App können Jugendliche ein passgenaues Budget erstellen und ihre Ausgaben einteilen. Sie können darin auch Sparziele und Rückstellungen festlegen. Damit behalten sie den Überblick über ihre Ausgaben und wissen immer und überall, was finanziell noch möglich ist oder nicht. 
  • Kurse: Die Teilnehmenden von Präventionskursen werden geschult, Migrantinnen und Migranten in ihrer Muttersprache für Geld- und Konsumfragen zu sensibilisieren. 

Information und Beratung

  • Website mit Onlineberatung: Die Website www.caritas-schuldenberatung.ch bietet in 11 Sprachen Informationen zu den wichtigsten Fragen rund um das Thema Schulden, interaktive Tests zu Budget, Schulden, Existenzminimum und Privatkonkurs, Geldtipps sowie eine kostenlose Onlineberatung. 
  • Telefonberatung: Die kostenlose und anonyme Beratungs-Hotline «SOS Schulden» ist unter 0800 708 708 von Montag bis Donnerstag von 10 bis 13 Uhr erreichbar. Fachpersonen der regionalen Caritas Organisationen und von anderen Fachstellen leisten dort erste Hilfe bei Schuldensituationen und vermitteln bei Bedarf weitere Angebote. 
  • Persönliche Schuldenberatung: Die Regionalen Caritas-Organisationen und andere Fachstellen bieten Beratungen in einem direkten Gespräch an. 
  • Juristische Unterstützung: Mitarbeitende der Mitglieder des Dachverbandes Schuldenberatung Schweiz erhalten juristische Fachberatung bei spezifischen Fragen im Rahmen ihrer Klientenbetreuung. Vereinzelt können Mandate übernommen werden.
 
 
  • «magazin» (Dezember 2014)
    Dateiformat: pdf / 2 MB
    «Geld sollte zu Hause kein Tabu sein» Download
  • Bodensee Nachrichten (17.01.14)
    Dateiformat: pdf / 208 KB
    «Das Leben am Existenzminimum» Download
 

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