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Kinderflüchtlinge in der Schweiz

Über 5000 Kinder, die ohne ihre Familien aus ihrer Heimat geflüchtet sind, leben in der Schweiz – und es werden täglich mehr. Kinderflüchtlinge benötigen wie unsere eigenen Kinder Erziehung und Geborgenheit. Auf sich allein gestellt, brauchen sie starke Unterstützung, damit sie sich eine Zukunft aufbauen können. Geben wir ihnen eine wirkliche Chance!

 
 
 

Abdallah ist mit 13 Jahren alleine aus Syrien in die Schweiz geflüchtet. Er möchte in der Schule besser Deutsch lernen und Maurer werden. Das soll kein Traum bleiben.

Doch die Unterstützung für Kinderflüchtlinge in der Schweiz ist lückenhaft und je nach Kanton sehr unterschiedlich. Es braucht klare Verbesserungen. Alle Kinder in der Schweiz sollen die gleichen Chancen haben. Alle haben das Recht auf Geborgenheit und ausreichende Bildung. Kinderflüchtlinge sind in erster Linie Kinder. Als solche müssen wir sie behandeln.

 

Das fordert Caritas Schweiz von Bund, Parlament und Kantonen zum Umgang mit Kinderflüchtlingen (in Kürze):

  1. Die Gleichbehandlung aller Kinder in der Schweiz muss selbstverständlich sein. Die Kantone haben Kinderflüchtlinge als Kinder zu behandeln. Der Bund muss sicherstellen, dass die Kinderrechtskonvention überall und in jeder Hinsicht eingehalten wird.

  2. Alle Kinderflüchtlinge brauchen Geborgenheit, Erziehung und ein stabiles soziales Netz. Die Standards bei der Unterbringung und Betreuung müssen in allen Kantonen dieselben sein. Die Zuweisung an einen Kanton darf keine Lotterie der Zukunftschancen sein.

  3. Das Recht auf eine ausreichende Bildung gilt für alle Kinder in der Schweiz.

  4. Bei der Ankunft in der Schweiz müssen Kinderflüchtlinge umfassend und ihren Bedürfnissen entsprechend informiert werden. Es braucht eine ausreichende Rechtsvertretung.
     
  5. Kinderflüchtlinge dürfen mit 18 Jahren nicht einfach sich selbst überlassen werden. Sie sollen ihr soziales Netz und ihre bisherige Unterstützung beibehalten können.
     
  6. Die Kantone haben die Mittel für die Unterkunft, Betreuung und Bildung der Kinderflüchtlinge auf der gleichen Basis zu berechnen und zu budgetieren wie die Ausgaben für Schweizer Kinder. Der Bund muss sich stärker an den Kosten beteiligen. 

Im Positionspapier «Kinder und Jugendliche brauchen Geborgenheit und Ausbildung» führt Caritas diese Forderungen aus und zeigt die rechtliche und soziale Situation von Kinderflüchtlingen in der Schweiz auf.

 

 

 
 

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