Navigation mit Access Keys

 

«Unser Wettlauf gegen den Monsun war besonders eindrücklich»

Der ausgebildete Architekt Raphael Disler hat während vier Monaten als Zivildienstleistender das Caritas-Wiederaufbauprojekt in Nepal unterstützt. Im Kurzinterview zum Abschied berichtet er von seinen Eindrücken.

Was hast du in Nepal gemacht? Was waren deine Aufgaben?

In den vergangenen vier Monaten wirkte ich beim Caritas-Projekt mit, das den Wiederaufbau von 31 Schulen in der vom Erdbeben im Jahr 2015 zerstörten Region Sindhupalchok zum Ziel hat. Mit meinem Architekturwissen konnte ich vor allem das Planungsteam in Kathmandu unterstützen. Dabei ging es zum einen um das Anordnen der Schulgebäude auf den teilweise sehr anspruchsvollen Geländen, zum anderen um das Erarbeiten der Konstruktionspläne. Dazu kamen organisatorische Aufgaben wie die Mitarbeit bei Ausschreibungen zur Rekrutierung von nationalen Baufirmen. Des Weiteren gehörten natürlich auch Baustellenbesuche zu meinem Aufgabengebiet. Diese wurden aber durch die anhaltenden Regenfälle stark erschwert und fanden daher eher sporadisch statt.

 

Was war für dich das Eindrucksvollste an diesem Einsatz? Was war die grösste Herausforderung?

Das Eindrucksvollste stellte zugleich die grösste Herausforderung dar: Die unglaublichen Regenmengen während der Monsunzeit. Es war für mich bis anhin unvorstellbar, dass in solch kurzer Zeit derart intensive Niederschläge möglich sind. In Kathmandu verwandelten sich Gassen innerhalb weniger Minuten in tiefe Bäche. Auf dem Land verursachte der Regen regelmässig Überschwemmungen und Erdrutsche. Dadurch konnte eine Baustelle von einer Minute auf die andere unzugänglich werden und die Bauarbeiten wurden um Tage verzögert. Das stellte eine grosse Herausforderung für alle Beteiligten dar und verlangte täglich grosse Flexibilität.

 

Was nimmst du aus dieser Erfahrung mit?

Während den letzten vier Monaten durfte ich eine Vielzahl an unterschiedlichsten Erfahrungen sammeln. Ich konnte meine fachlichen und organisatorischen Kenntnisse erweitern, habe einen Einblick in die Arbeit von Caritas Schweiz erhalten und konnte die beeindruckende kulturelle Vielfalt Nepals kennenlernen. Am meisten schätzte ich aber das Arbeiten in unserem lebendigen, motivierten und sehr professionellen Team. Das werde ich wohl am meisten vermissen.

 

Das Caritas-Schweiz-Team in Nepal bedankt sich bei Raphael für die tolle Arbeit und Unterstützung in den vergangenen 4 Monaten. Dhanyabad!

 

 

 

 

 

 

 

 

Teilen Sie diesen Beitrag

Ersatzinhalte