Kambodscha: Projekt P220001

Sichere Migration (SaMiCa)

 
 

Kontext und Problemstellung

Trotz wachsender Städte leben immer noch rund 80 Prozent der kambodschanischen Bevölkerung auf dem Land. Die meisten Haushalte verdienen ihr Einkommen in der Landwirtschaft und sind daher besonders stark vom Klimawandel betroffen. Kambodscha gehört zu den zehn Ländern weltweit, die am stärksten durch den Klimawandel bedroht sind. Ausserhalb der Landwirtschaft gibt es kaum Verdienstmöglichkeiten, und Bildungs- sowie Berufswahlmöglichkeiten sind begrenzt. So sehen viele zur Sicherung der Lebensgrundlage oft nur den Weg der Migration. In der Hoffnung auf einen Arbeitsplatz und ein besseres Einkommen wandern viele Menschen aus, um sich selbst und ihren Familien ein besseres Leben zu ermöglichen. Insgesamt befinden sich gegenwärtig allein in Thailand rund 1,2 Millionen kambodschanische Arbeitnehmende.

Trotz formeller Abkommen zwecks sicherer Migration zwischen den beiden Staaten wählen die wenigsten den legalen Migrationsweg. Schätzungen zufolge reisen weniger als 30 Prozent der Arbeitsmigrierenden legal in Thailand ein und verfügen über ein Visum und/oder eine Arbeitserlaubnis. Dies hat damit zu tun, dass die administrativen Verfahren zu langwierig, extrem bürokratisch und mit hohen Kosten verbunden sind. Die geringe Kenntnis von Rechten und Pflichten auf beiden Seiten sowie das Fehlen von Gemeinschaftsnetzwerken führen dazu, dass Migrierende auf irregulärem Weg und mit falschen Erwartungen einwandern – ein Nährboden für Menschenhandel und Ausbeutung.

 

Unsere Ziele

Von Menschenhandel betroffene und gefährdete Frauen und Kinder werden durch Präventionsarbeit, Schutz- und Reintegrationsmassnahmen durch die lokale NGO Damnok Toek und das National Committee for Counter Trafficking unterstützt. Das Projekt SaMiCa (Safe Migration Cambodia) verfolgt einen ganzheitlichen Ansatz, indem es Menschenhandel vorbeugt, Opfer unterstützt und ihre Reintegration fördert. Um die Nachhaltigkeit und die hohe Qualität in der Projektumsetzung zu fördern, unterstützt Caritas Schweiz die beiden lokalen Umsetzungspartner durch den Ausbau von Kapazitäten, die Hilfe in technischen Belangen, die Überwachung der Projektumsetzung sowie den politischen Dialog und den Einsatz von Best Practices.

Aufklärungsmassnahmen sensibilisieren die Migrierenden und die Gemeinden für die Risiken einer unsicheren Migration. Und mit dem Ausbau von Kapazitäten innerhalb der Behörden und der Unterstützung potenzieller Migrierender beim Erwerb amtlicher Dokumente wird ein zusätzlicher Beitrag zur Prävention von Menschenhandel geleistet. Für die Opfer von Menschenhandel steht ferner eine Notfallbetreuung zur Verfügung. Um diese Dienstleistungen weiter zu verbessern, werden Fachleute für die Identifizierung und den Schutz von Opfern ausgebildet und Überweisungsverfahren gestärkt. Darüber hinaus wird die Wiedereingliederung von Kindern in sichere Familienstrukturen und von Migrantinnen in ihre Gemeinschaften sichergestellt. Damit stärkt das Projekt die Resilienz der Migrierenden und soll ihr langfristiges Wohlergehen sichern.

Schliesslich wird durch den Ausbau von Kapazitäten und die Koordinierung zwischen NGO-Netzwerken und anderen Stakeholdern im Bereich «Sichere Migration» das Problem der schwachen Institutionen und der fehlenden Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Akteuren im Migrationsbereich innerhalb des Landes angegangen.

 

Unsere Wirkung: Eine sichere Migration fördern 

Damit die Migrierenden Eigenständigkeit erlangen und fundierte Entscheidungen treffen können, braucht es bestimmte Unterstützungsleistungen und eine Aufklärung über ihre Rechte. Nur auf diese Weise können sie ihre grundlegenden Menschen- und Arbeitsrechte verwirklichen. So werden Prävention, Schutz und Reintegration gestärkt, der Austausch zwischen den verschiedenen Akteuren verbessert und letztlich auch der Menschenhandel sowie die Ausbeutung kambodschanischer Migrierender bekämpft.    
 

 

Themen und Ansätze

Caritas Schweiz setzt sich in Kambodscha dafür ein, Migrantinnen und Migranten – vor allem Frauen und Kinder – vor Diskriminierung und Ausbeutung zu schützen. Die Förderung einer sicheren Migration ist das übergeordnete Ziel aller Aktivitäten. Caritas arbeitet mit der lokalen NGO Damnok Toek und dem staatlichen National Committee for Counter Trafficking zusammen, um informierte Migrationsentscheidungen zu fördern und so den Menschen ein selbstbestimmtes und würdevolles Leben zu ermöglichen.

 

Projekt P220001

Thema
Migration, Einkommen


Projektdauer
Langfristige Kinderpatenschaft


Budget
Rund 717'500 Schweizer Franken pro Jahr


Projektgebiete
Provinzen Banteay Meanchey und Battambang


Zielgruppen
Junge Frauen, Kinder und Jugendliche, die unter den negativen Folgen von Migration leiden. Die Bevölkerung in Grenzprovinzen, die am stärksten von unsicherer Migration betroffen ist.


Finanziert durch
Ursula Zindel-Hilti Foundation

 

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