Bolivien: Projekt P220024

Migrantinnen und Migranten erhalten Schutz und Sicherheit

 
 

Kontext und Problemstellung

Venezuela befindet sich seit Jahren in einer grossen politischen und humanitären Krise. Misswirtschaft, wirtschaftliche Sanktionen und andauernde Hyperinflation haben dazu beigetragen, dass die Grundversorgung im Land nicht mehr gewährleistet ist. Das Gesundheitssystem ist zusammengebrochen und 90% der Venezolanerinnen und Venezolaner leben in Armut. Lateinamerika ist mit der grössten Flüchtlingskrise in seiner Geschichte konfrontiert, denn über 6 Millionen Venezolaner und Venezolanerinnen haben ihr Land verlassen. Die grosse Mehrheit davon ist in die umliegenden Nachbarländer geflüchtet, so auch nach Bolivien.

Bolivien ist mehrheitlich ein Transitland, wenn es auch Venezolanerinnen und Venezolaner gibt, die versuchen längerfristig in Bolivien Fuss zu fassen. Aufgrund der politischen Haltung der bolivianischen Regierung bleiben jedoch den Migrierenden viele Rechte verwehrt. So sind ihnen Grundrechte wie das Recht auf Dokumentation, Zugang zu Bildung, Wohnung oder Nahrung nicht gesichert. Insbesondere Frauen, Mütter und Kinder sind daher hohen Risiken ausgesetzt und benötigen Schutz und Sicherheit. Sexuelle und geschlechtsspezifische Gewalt sind zudem auch ein weit verbreitetes Problem. 

 

Unsere Ziele

Dieses Projekt trägt dazu bei, venezolanischen Migrantinnen und Migranten mit hohem sozialem Risiko Schutz und Sicherheit zu gewährleisten und humanitäre Versorgungslücken zu schliessen. Dabei stehen Kinder und Frauen als vulnerabelste Migrationsgruppen besonders im Fokus.

Empfangszentren koordinieren den Zugang zu Sicherheit und Leistungen im Rahmen der Grundversorgung (wie Gesundheit, Ernährung, Notunterkünfte). Zudem werden in Santa Cruz und La Paz Netzwerke mit anderen Organisationen etabliert, um den Flüchtlingen den Zugang zu ergänzenden Dienstleistungen sicherzustellen. Die Migrantenfamilien erhalten relevante Informationen, um sie vor sexueller Ausbeutung und anderen illegalen Beschäftigungen zu schützen und um sie in Bezug auf den bolivianischen Kontext und sicheren Transit aufzuklären. Spezifische Angebote zielen auf die Prävention von sexueller und geschlechtsspezifischer Gewalt ab.

In den Städten La Paz und Santa Cruz haben Migrantenkinder und Jugendliche Zugang zu Tageszentren, wo sie Schutz, eine ausgewogene Ernährung, psychosoziale Betreuung und Zugang zu Bildung erhalten. 

 

Unsere Wirkung

Das Projekt arbeitet mit einem rechtebasierten Ansatz. Eine Kinderschutzpolitik kommt aktiv zur Anwendung und das Projekt fokussiertauf gefährdete Personen an. Es trägt dazu bei, Versorgungslücken zu schliessen und setzt sich für die Rechte der Migrantinnen und Migranten ein. 

 

Themen und Ansätze

Das Projekt ist in den Themenfeldern «Migration» und «Humanitäre Hilfe» verortet. Caritas Schweiz ist in Bolivien Partnerin vom UNHCR. Die Projektaktivitäten werden eng mit allen Akteuren der humanitären Hilfe und wenn möglich mit den zuständigen staatlichen Stellen koordiniert.

 

Projekt P220024

Thema
Migration


Projektdauer
01.01.2021 – 31.12.2022


Budget
294'366 Schweizer Franken


Projektgebiete
Bolivien: La Paz, El Alto, Santa Cruz


Zielgruppen
Vulnerable Migrantinnen und Migranten aus Venezuela, insbesondere schwangere Frauen, Frauen, Kinder und Jugendliche


Finanziert durch
DEZA, UNHCR

 

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