Tadschikistan

Wetter-, Wasser- und Klimaservices für ländliche Gemeinden in Tadschikistan

Die besonders armen, ländlichen Regionen Tadschikistans sind stark vom Klimawandel betroffen. Viele Menschen leben hier von der Landwirtschaft. Um ihre Lebensbedingungen zu verbessern, müssen sie sich an den Klimawandel anpassen können: Es gilt, trotz des Klimawandels effizienter zu produzieren, die natürlichen Ressourcen nachhaltig zu bewirtschaften und für Naturkatastrophen gewappnet zu sein. Dieses Projekt schafft eine solide Informationsbasis zu Wetter, Wasser und Klima, damit sie diese Aufgabe besser in Angriff nehmen können.

 

Land / Region / Ort
Tadschikistan, nationale Ebene und als Pilotdistrikt Lakhsh. Nach der Proof of Concept-Phase weitere Distrikte


Zielgruppe
Bevölkerung der den oben genannte Distrikten (Lakhsh: 55000, umliegende Distrikte: rund 300 000)


Mittelbedarf
6’300'000 Schweizer Franken


Projektdauer
01.07.2020 bis 31.12.2024 (einschliesslich Anlaufphase)


Projektnummer
P190044


Projektziel
Wetter-, Wasser- und Klimaservices erhöhen die landwirtschaftliche Produktivität und die Einkommen, schützen vor Naturgefahren und erlauben eine nachhaltige Bewirtschaftung natürlicher Ressourcen. Dadurch unterstützen sie eine zielgerichtete Anpassung an den Klimawandel in Tadschikistan.


Projektverantwortlicher
Boris Orlowsky, Tel: 041 419 22 75; borlowskynot shown@caritasto make life hard for spam bots.ch

 
 

Worum geht es?

Die ländliche Bevölkerung Tadschikistans zählt zu den ärmsten und vulnerabelsten, insbesondere in den im Hochgebirge gelegenen Distrikten. Im Nachgang des Zusammenbruchs der Sowjetunion und der Versorgung mit Gas und Energie wurde ein grosser Teil der existierenden Wälder zur Deckung des unmittelbaren Bedarfs an Brennmaterial abgeholzt. Die damit einhergehende Degradierung von Boden und Land wird durch weit verbreitete Überweidung verstärkt. Ganze Ökosysteme sind nur noch reduziert funktionsfähig, was die landwirtschaftliche Produktivität der ländlichen Bevölkerung beschränkt und substanziell zur Häufigkeit und Intensität von Naturkatastrophen wie Überflutung, Erdrutschen und Lawinen beiträgt. Der fortschreitende Klimawandel verschärft diese Situation weiter.

Im wirtschaftlichen und politischen Gesamtkontext von Tadschikistan kann eine Verbesserung dieser Lebensbedingungen nur erreicht werden, in dem die Betroffenen direkt befähigt werden, ihre landwirtschaftliche Produktivität trotz herausfordernder klimatischer und Umweltbedingungen zu steigern, gleichzeitig die natürlichen Ressourcen nachhaltig zu bewirtschaften und auf Naturkatastrophen besser vorbereitet zu sein.

 

Was tun wir?

All diese Ansätze sind dann am erfolgreichsten, wenn sie auf eine solide Informationsbasis zu Wetter, Wasser und Klima aufbauen. Solche Weather, Water and Climate Services (WWCS) können Frühwarnsysteme, agronomische Entscheidungshilfen oder langfristige Klimaszenarien als Grundlage für die Anpassung an den Klimawandel beinhalten. In Tadschikistan sind WWCS allerdings weder mit der notwendigen Qualität und Abdeckung verfügbar, noch existiert auf der Anwenderseite die Kapazität, sie produktiv zu nutzen.

Die Prozesse hinter der Bereitstellung und Nutzung von WWCS gehen weit über die lokale Ebene hinaus, auf der die Caritas traditionell arbeitet. Sie beziehen Akteure aus dem gesamten Spektrum von national (Wetterdienst, Ministerien) bis hin zu lokalen Bauern und ihren Vereinigungen mit ein. Um dieses weite Spektrum wirksam ansprechen zu können, hat Caritas mit der Weltorganisation für Meteorologie (WMO) ein Rahmenabkommen unterzeichnet, unter dem die beiden Organisationen ihre jeweiligen Erfahrungen und Netzwerke zusammenbringen, um WWCS über die «letzte Meile» hinweg für ländliche Nutzer zugänglich zu machen. Für dieses Projekt bringen zusätzlich MeteoSchweiz, das Schweizer WSL Institut für Schnee und Lawinenforschung (SLF) sowie das European Center for Medium Range Weather Forecasts (ECMWF) ihre Expertise ein und unterstützen ihre jeweiligen tadschikischen Amtskolleginnen und -Kollegen. 

Caritas hat in zahlreichen verwandten Projekten gelernt, dass solche Innovationen nur nachhaltig Bestand haben können, wenn sie allen Beteiligten unmittelbar Vorteile bringen. Dem Projekt liegt daher das Verständnis einer Wertschöpfungskette zugrunde, in der alle beteiligten Akteure berücksichtigt sind und in der der Ausarbeitung des business case zentrale Bedeutung zukommt. 

 

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