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"Wir haben alle gezittert, viele haben geweint."

Caritas Mitarbeitende haben das neue schwere Erdbeben in Nepal hautnah miterlebt und berichten über ihre Eindrücke in diesem Blog-Post.

Die österreichische Caritas-Helferin Judith Stemerdink-Herret hat das neue schwere Erdbeben im Stadtzentrum von Kathmandu miterlebt und berichtet darüber im Blog-Beitrag. "Es war wirklich heftig und beängstigend.Wir haben alle gezittert, viele haben geweint", erzählt die österreichische Caritas-Helferin Judith Stemerdink-Herret. „Ich habe gerade in einem Zelt im Hof Mittag gegessen, als wir es gespürt haben. Im Büro ist unser Erdbebenalarm losgegangen. Wir sind dann alle durch das Tor nach draussen gelaufen, es war schwierig, einen offenen Bereich in den engen Gassen zu finden. 20 Personen standen dann draussen, um uns herum die hohen Häuser, wir hatten Angst, dass sie einstürzen. Alle waren fürchterlich nervös und ängstlich."

Die Caritas-Mitarbeitenden befanden sich auch knapp eine Stunde nach dem Erdbeben weiterhin im Freien. "Es hat schon mehrere Nachbeben gegeben." Riskant sei es auch, im Schatten Schutz zu suchen, weil solche Flächen im Normalfall nahe bei Mauern und Wänden seien. Man müsse überlegen, "gehe ich rein auf die Toilette oder Wasser holen und riskiere mein Leben?", sagte Stemerdink-Herret. "Alle Menschen versuchen, ihre nächsten Angehörigen zu erreichen", sagte Stemerdink-Herret. In den ersten Minuten nach dem Beben hätten weder Telefon noch Internet funktioniert.

Auch für Thakur Thapa, der für Caritas Schweiz vor Ort ist, war das erneute Erdbeben ein grosser Schock: “Wir haben einfach nicht mit so einem starken Nachbeben gerechnet”, sagt er. Das Team war gerade im Distrikt Sindhupalchok, dort wo Caritas Schweiz Nothilfe leistet. „Dolakha, dass an Sindhupalchok angrenzt, wurde gestern am Schlimmsten getroffen. Bereits 40 Tote wurden gezählt und es gibt viele Verletzte“, so Thakur.

Text: Caritas Schweiz
Foto: Caritas Schweiz

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