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Wiederaufbau auf den Philippinen nach Taifun Haiyan

Im November 2013 zerstörte Taifun Haiyan auf den zentralen Philippinen die öffentliche Infrastruktur, das Obdach und die Lebensgrundlage Tausender Menschen. Caritas Schweiz baut nach dem Ansatz «Hilfe zur Selbsthilfe» Schulen und Privathäuser besonders bedürftiger Gemeinden und Familien katastrophensicher wieder auf. 

 

Am 8. November 2013 traf Taifun Haiyan, einer der stärksten je bei Auftreten auf Land gemessenen Wirbelstürme, auf die Philippinen. Die zerstörerische Kraft der Windböen und Sturmfluten forderte tausende Menschenleben und richtete massive Schäden an privater und öffentlicher Infrastruktur an. Hunderttausende Menschen verloren ihr Obdach und ihre Lebensgrundlage.

Caritas Schweiz war seit dem ersten Tag nach dem Sturm vor Ort. Mit ihren Partnerorganisationen, der Unterstützung der Glückskette und anderen Caritas-Organisationen unterstützte sie über 23'000 Familien in den Provinzen Cebu, Leyte und Samar mit Nahrungsmitteln, Notunterkünften und Gebrauchsgegenständen.

Nach Abschluss der Nothilfephase begann Caritas Schweiz mit Unterstützung der Glückskette den Wiederaufbau auf den abgelegenen Inseln Bantayan und Kinatarkan in der Provinz Cebu. Nachhaltig und ganzheitlich Hilfe zur Selbsthilfe leisten, sodass die Gemeinschaften gestärkt in die Zukunft blicken können – das ist dabei das Ziel der Caritas.

 

Erdbeben- und taifunsichere Schulen und Häuser
Vom Frühjahr 2014 bis September 2016 baute Caritas sieben Schulen mit 80 Klassenzimmern für 4'200 Kinder taifun- und erdbebensicher wieder auf. Die Schule soll ein geschützter und kindergerechter Ort sein. So baute Caritas auch Sanitäranlagen auf und führte Aufklärungskampagnen zum Thema Hygiene durch. Die Schülerinnen und Schüler, aber auch die Erwachsenen lernten zudem, wie sie sich im Katastrophenfall schützen können. Die Schulen dienen auch als Evakuationszentren, wo die Menschen Schutz finden.

In der Provinz Cebu lebt jede vierte Person von weniger als einem Dollar pro Tag. Auch auf Bantayan und Kinatarkan fehlte vielen Menschen das Geld, um ihr Heim aus eigener Kraft wieder instand zu stellen. Seit August 2015 unterstützt Caritas deshalb 1’200 bedürftige Familien dabei, ihre Privathäuser taifun- und erdbebensicher in Eigenverantwortung wiederaufzubauen. Das Design der Gebäude lehnt sich an lokale Bautechniken an und die verwendeten Materialien kommen aus der Region. Caritas achtet darauf, stabil und nachhaltig zu bauen und gleichzeitig die Kosten so gering wie möglich zu halten. Das macht es für die Menschen einfacher, ihre Häuser selbst zu pflegen oder nachzubauen.


Gemeinsam an einer besseren Zukunft bauen
Die lokale Bevölkerung gestaltete die Schulgebäude nach ihren Bedürfnissen aktiv mit. Vom ersten Tag der Umsetzung an waren die Menschen auch stark in den Bauprozess eingebunden. Denn die mangelnde Stabilität der ursprünglichen Gebäude lag nicht nur an schlechtem Baumaterial und der Armut der Gemeinden, sondern auch an fehlendem Wissen über taifun- und erdbebensicheres Bauen. Deshalb schulte Caritas lokale Bauarbeiterinnen und Bauarbeiter entsprechend und erarbeitete mit ihnen Reparatur- und Unterhaltspläne für die Schulen. Die Berufstrainings der Caritas helfen den ungelernten Arbeiterinnen und Arbeitern, auch über das Projektende hinaus ihren Lebensunterhalt zu sichern. 

Auch die künftigen Hausbesitzerinnen und -besitzer bauen selbst mit und bringen ihre Kenntnisse ein. Sie verwalten die Baukosten, besorgen Baustoffe und treffen Entscheidungen zur Ausgestaltung des Hauses. So ist es ihnen möglich, die erdbeben- und taifunsichere Bauweise ihres Hauses zu verstehen, sich Fähigkeiten in Planung, Finanzfragen und Kontrolle anzueignen und das Wissen in Zukunft anzuwenden.

 
 

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