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Kuba und Haiti

Nothilfe nach dem Hurrikan «Irma» in Kuba und Haiti

Der Hurrikan «Irma» hat in Kuba und Haiti schwere Überschwemmungen und Zerstörungen verursacht. Hunderttausende von Menschen sind davon betroffen. Besonders in der Landwirtschaft sind die Schäden und Verluste immens. Caritas Schweiz hat in beiden Ländern Nothilfe eingeleitet. 

 
 

Kuba hat der Wirbelsturm «Irma» schwer getroffen. «Es ist ein riesige Katastrophe. Betroffen ist praktisch die gesamte Insel», berichtet Caritas-Mitarbeiterin Karin Mathis. «Überall sind die Aufräumarbeiten am Laufen, die Menschen helfen einander. Ich habe mit Betroffenen gesprochen, die vom Wasser überrascht wurden und alles verloren haben. Caritas Kuba hat umgehend begonnen, Soforthilfe zu leisten. Sie versorgt gezielt die bedürftigsten Familien mit Kindern und älteren Angehörigen mit warmen Mahlzeiten. Die Nothilfe wird eng mit den lokalen Behörden koordiniert. Besonders prekär ist die Situation in den am stärksten getroffenen ländlichen Regionen, die schwer erreichbar sind.» Dazu zählen insbesondere die Provinzen Camagüey, Ciego de Ávila, Villa Clara und Sancti Spíritus. Die Nothilfe ist erschwert, weil in grossen Teilen des Landes  die Stromversorgung ausfiel. 

Caritas Schweiz hat mit der kubanischen Caritas ein Nothilfeprogramm gestartet und verteilt Grundnahrungsmittel (Reis, Speiseöl, Getreide, Fleisch) sowie Trinkwasser, Seife, Waschmittel, Zündhölzer und Kerzen an 5000 Familien. Die Güter werden in jenen Provinzen eingekauft, welche vom Wirbelsturm Irma weitgehend verschont wurden. Für die Verteilung werden die ländlichen und abgelegenen Gegenden priorisiert, da sie einen erschwerten Zugang zur Nothilfe haben.

In verschiedenen Armenvierteln unterhält Caritas Kuba zudem im ganzen Land kleine Mittagsküchen. Hier können ältere, alleinstehende Menschen und arme Familien mit Kindern essen. Bereits am ersten Tag nach dem Wirbelsturm konnten so warme Mahlzeiten für anliegende Bewohner angeboten werden.

Die Nothilfe richtet sich an arme Familien mit mehreren Kindern und betagten oder behinderten Familienangehörigen, alleinstehende Mütter mit kleinen oder mehreren Kindern sowie Senioren und behinderte Menschen, die auf sich selbst gestellt sind.

Auch Haiti wurde getroffen

Die schlimmsten Prognosen für Haiti traten glücklicherweise nicht ein. Das ärmste Land der Karibik wurde von «Irma» gestreift. Es gab keine Todesopfer, jedoch richteten Überschwemmungen insbesondere an der Nordküste grossen Schäden an Landwirtschaft und Wohnhäusern an. Die Ernährungssituation ist dadurch noch besorgniserregender geworden, als sie zuvor schon war. Das Team der Caritas Schweiz hat zusammen mit der Caritas Cap-Haitienne ein Projekt der Not- und Überlebenshilfe gestartet. 1500 Familien werden bei der Wiederherstellung ihrer zerstörten Landwirtschaftsflächen unterstützt. Sie erhalten Saatgut für Bohnen und Gemüse. Zudem erlernen die Bauernfamilien Methoden der Kompostierung und der natürlichen Schädlingsbekämpfung. Im Weiteren gibt Caritas den Familien als Choleraprävention Chlor-Tabletten zur Reinigung des Trinkwassers ab und führt Hygiene-Kurse durch. 25 Schulen erhalten Seifen und Wasserfilter, damit die Schülerinnen und Schüler sauberes Wasser trinken können. 

Haiti erholt sich immer noch von Hurrikan Matthew, der letztes Jahr über 500 Todesopfer gefordert und grosse Zerstörungen angerichtet hatte.

 

Impressionen aus Kuba

 
 

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